Für Samstag, also morgen, habe ich mir etwas ganz besonderes vorgenommen: Ich werde spielen. Jawohl! Spielen! Videospiele! Das mag jetzt etwas komisch für Euch klingen, denn hey, immerhin ist das hier ein Videospiele-Blog, aber:  irgendwie ist das Spielen in letzter Zeit ein wenig zu kurz bei mir gekommen. Also dachte ich mir, ich setze mich am Wochenende mal hin und versuche, meinen pile of shame wenn schon nicht abzuarbeiten oder merklich zu reduzieren, so doch zumindest am weiteren Wachsen zu hindern.

Ich könnte zum Beispiel endlich mal das großartige Darksiders zu Ende bringen. Immerhin sitze ich Straga schon auf der Nase und habe nur noch ein kurzes Stück des Weges zu gehen (gleichwohl da noch ein paar Stunden Spielzeit drin sein könnten, immerhin habe ich mir vorgenommen, die Abyssal Armor zu komplettieren (was äußerst ungewöhnlich für mich ist, immerhin bin ich eigentlich überhaupt kein großer Sammler)).  Ich werde (hoffentlich) Splinter Cell: Conviction beenden. Zuletzt habe ich Sam in irgendeiner Garage hängend geparkt, um mit Polyneux-Kollege Manu die etwas uninspiriert anmutenden Koop-Missionen zu beginnen.

Ich könnte aber auch ganz tief in die Mottenkiste greifen, um Fallout 3 eine zweite Chance zu geben. Merkwürdigerweise juckt es mir zwischendurch immer wieder unfassbar stark in den Fingern, doch nochmal in die verstrahlte Welt der Nuka Cola zurückzukehren. Keine Ahnung wieso. War ja doch irgendwie faszinierend, mein recht kurzweiliger Ausflug dorthin.

Ich könnte… ich könnte… ich könnte… noch so viele andere Titel endlich mal beenden, deren Nennung ich hier nicht noch ein weiteres Mal wiederholen möchte…

Aaaaber, und da kommen wir zum eigentlichen Anlass dieses Schreibens, irgendwie sehe ich bereits jetzt schon überdeutlich vor mir, was passieren wird: Ich werde also morgen in meinem Wohnzimmer hocken, umgeben von all diesen Möglichkeiten (und es sind nicht gerade wenig) und in Anbetracht eben all jener Möglichkeiten resigniert das Haupt senken und doch lieber gar nicht spielen. Oder Geometry Wars.

Geht Euch das nicht manchmal auch so? Da hat man soviel Lust darauf, irgendetwas zu spielen, freut sich über die schiere Auswahl – nur um kurz nach Einschieben einer Spieledisc festzustellen, dass man urplötzlich überhaupt keine Lust mehr auf das ausgewählte Spiele (oder schlimmer noch: darauf, überhaupt zu spielen) hat.

Es ist doch zum Verrücktwerden. Jetzt frage ich mich gerade, was schlimmer ist: die Tatsache, dass es mir immer wieder mal so ergeht, oder dass ich mir schon im Vorfeld Sorgen darüber mache, dass es mir so ergehen könnte. Ich meine: es sind nur Spiele, verdammt. Ich könnte stattdessen auch einfach irgendetwas sinnvolles machen.