Erstkontakt

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Da ist die Kiste nun schon seit über einem halben Jahr draußen und ich hab sie noch kein einziges Mal in die Finger bekommen. Das heißt: bis gestern. Bislang hatte ich einfach keine Lust, mich in irgendeinem ranzigen SaturnMedieMarktGameStop mit noch ranzigeren Nerdkiddies um eine der seltenen Fernbedienungen zu kloppen. Nee, moment: jeder halbwegs vernünftige MediaMarkt-Mitarbeiter wird sich hüten, so eine Fernbedienung offen im Laden liegen zu lassen – die wäre ja trotz Kette dran schneller weg als er überhaupt ‘Wii‘ sagen könnte. Also hatte ich keine Lust, mich in der Apotheke im GameStop (zumindest der in Oberhausen hat eine spielbare Version ausgestellt) vor dem genervten Verkäufer mit irgendwelchen ranzigen Nerdkiddies um die Fernbedienung zu kloppen. So, jetzt stimmt das Bild. Und – Ihr habt es längst erahnt – die Rede ist natürlich von Nintendos kleinem Kästchen names Wii.

Gestern also war es soweit und ich hab zum ersten Mal die weiße Fernbedienung in die Hand genommen, sie schätzend in der Hand gewogen und sie von allen Seiten begutachtet. Genau wie die Konsole selbst. Dabei war ich weniger von der Größe der Wii selbst überrascht (hat man ja schon überall gelesen, dass die nur so 2-DVD-Hüllen Ausmaß hat), sondern vielmehr von der Größe der Sensorbar. Die hatte ich mir irgendwie deutlich breiter vorgestellt. Die ist ja winzig. Ausprobieren konnte ich das Gerät übrigens ganz entspannt beim Freund meiner Schwester im Wohnzimmer, ohne den Mief von Pumakäfig und dem Gequieke pubertierender Jungs.

Anspielen konnte ich Wii-Sports bzw. namentlich die Disziplinen Golf und Tennis. Und was soll ich sagen? Es macht einfach einen Heidenspaß, da zu zweit vor dem Fernseher rumzufuchteln. Meine – als alteingesessener Zocker obligatorische – erste Frage war natürlich ‘Welche Knöpfe muss ich denn drücken?’. Gut, beim Golfen hat sie ja wenigstens noch gepaßt, weil man via Steuerkreuz die Schläger und die Schlagrichtung wählen kann… aber dass man beim Tennis tatsächlich komplett ohne Knöpfe auskommt hat mich dann wirklich noch überrascht. Hätte vorher ja nie gedacht, dass das wirklich so einen Spaß macht… auch wenn ich schon ein wenig bemängeln muss, dass ich beim Schlagen nie wirklich den Eindruckhatte, die Ballrichtung wirklich beeinflussen zu können. Zwar gelingen ein paar Tricks wie das Anschneiden des Balls und ein schöner Schmetter kurz und quer übers Netz, aber irgendwie hatte ich immer den Eindruck, dass es eher Zufall ist, welche Richtung der Ball nun einschlägt. Tja, trotzdem: Jetzt hätte ich natürlich auch gerne so ein Gerät. Muss sich bloß noch jemand finden, der mir das Ding sponsern will. Und spätestens an dem Punkt wirds dann wohl scheitern. Nun gut, muss ich halt die nächsten Monate mal häufiger bei meiner Schwester vor der Tür stehen 😉

2 Comment

  1. blumentopferde says:

    Solltest du mal in Bremen sein, schau vorbei, ich suche immer Leute, die mitspielen. 😉 Ich hab inzwischen auch schon vier Wiimotes, dadurch wird so ein Wii-Tennis-Match gleich noch besser. Die Richtung des Balls kann man übrigens durch den Zeitpunkt, wann man den Ball trifft, beeinflussen. In der Anleitung ist das sehr anschaulich dargestellt. View all comments by blumentopferde

  2. Na das ist doch mal ein Angebot. Komm ich glatt drauf zurück. Einziges Problem: Ich war echt noch nie in Bremen und irgendwie gibts auch nie nen Anlass mal dahin zu fahren. View all comments by Christian

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