“Wir machen keine gewalttätigen Spiele”Infinity Wards Robert Bowling während eines Interviews zur interaktiven Spiele-Entwicklung unter Einbindung von knapp 60.000 Twitter-Usern. Ich musste lachen. Immerhin ist doch erst neulich ein nicht gerade zimperliches Leak-Video zu Modern Warfare 2 aufgetaucht, in dem man sich schonmal einen Eindruck davon machen kann, wie schön man sich ab Montag auf einem  virtuellen Flughafen durch Zivilisten schnetzeln kann wie hart und unerbittlich der Alltag als Undercover-Söldner doch ist.

Der anschließende Aufschrei der gefühlten gesamten Gamerschaft hat mich doch glatt überrascht – ich dachte immer, Ihr könnt alle gar nicht genug von diesen bösen Killern spielen… Noch überraschter war ich dann dennoch angesichts des Umstands, dass derartiges tatsächlich reibungslos durch die USK gewunken wurde. Ernsthaft? Das Spiel erscheint wirklich völlig Uncut in Deutschland? Gerald, weißt Du mehr? Gab es USK-intern viele Diskussionen um erwähnte Szene? Oder wird das am Ende gar nicht so heiß gegessen, wie hier gekocht wurde und wir werden am Montag nur milde lächelnd an den Aufschrei zurückdenken?

Egal. Genau genommen hat Bowling ja auch nicht von “gewalttätigen”, sondern von “blutigen” Spielen gesprochen, liebe AreaGames-Redaktion (Frage: What sort of suggestions don’t make the cut?” – Antwort: “Typically stuff like: ‘we want more gore.’ That’s against our design philosophy. We don’t make gory games. It’s not that we can’t, but it’s not the experience we go for.”) . Das macht natürlich einen himmelweiten Unterschied. Denn blutig war zumindest Modern Warfare 1 ja praktisch üüüüberhaupt nicht. Und dass Teil 2 in der Collector’s Edition statt eines Nachtsichtgerätes einen Scheibenwischer für all die rote Suppe spendiert bekommt – daran sind wir sicherlich auch meilenweit vorbei geschlittert. Muahahaa.