nfsshift

Nach zwei Einzelabhandlungen diesmal ein Parforce-Ritt durch den gesamten Rest der von mir in letzter Zeit angespielten Demos. War zwar sehr viel, aber sehr viel war trotzdem nicht für mich dabei. Soviel sei mal vorweg gestellt. Aber das dürfte ja mittlerweile niemanden mehr überraschen, immerhin bin ich ja der Spielehasser vom Dienst. Hrr hrrr. Fangen wir doch am besten direkt mit dem frischesten Game des Lineups an… hatte ich mich etwa vorgestern noch wie verrückt auf Rainbow Islands für die 360 gefreut? Vergesst es. Nach Anblick der ersten Screens auf dem Marktplatz und der Feststellung, dass es sich um die Portierung des Wii-Remakes Rainbow Islands: Towering Adventures handelt, war ein Großteil meiner Vorfreude schon wieder wie weggeblasen. Ade, oh schöne schlichte Retro-Grafik. Aber ich hatte ja zumindest noch Hoffnung, dass mich der Soundtrack mit den Original-Tunes von dereinst beglücken könnte. Vorsichtshalber aber lieber nur die Demo gezogen. Und… Pustekuchen. Nicht nur dass der Grafikstil völlig daneben ist (zwar ebenfalls quietschbunt wie im Original, aber völlig überladen), nein, auch bei der Musik mag überhaupt nichts mehr von der alten Begeisterung aufkeimen. Freuen kann ich mich also bloß darüber, wieder einmal 800 MS-Punkte gespart zu haben.

Need for Speed: Shift

Rennspiele! Rennspiele überall! Der Oktober ist regelrecht vollgepackt damit. Angst vor der scheinbar übermächtigen Konkurrenz aus dem Hause Sony/Polyphony? Muss man doch nicht haben. Die brauchen doch sowieso noch 3 Jahre, bis Gran Turismo 5 eventuell endlich mal erscheinen könnte. März? Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Wie dem auch sei, die Konkurrenz hat in der Zwischenzeit nicht geschlafen und ein paar Titel aus dem Ärmel geschüttelt, die sich meiner Meinung nach wirklich nicht hinter GT5 verstecken müssen. Was sind schon 800 Fahrzeuge, wenn es im Grunde genommen oftmals nur unzählige Varianten ein und desselben Modells sind? Statt also darauf zu warten, dass Polyphony endlich mal den Popo hochbekommen, kann man sich doch lieber die Zeit mit anderem Stoff versüßen.

In Bewegung noch viel schöner als im Standbild: NFS SHIFT

In Bewegung noch viel schöner als im Standbild: NFS SHIFT

Und davon gibt es diesen Monat, wie gesagt, reichlich. Und neben dem so ausdauernd als direkten GT5-Konkurrenten angepriesenen Forza 3 macht sich noch eine weitere Rennspielserie auf, den eher simulationslastigen Titeln da draußen Paroli zu bieten. Ausgerechnet Need for Speed hat sich, nach den eher unterdurchschnittlich mitreißenden Underground-Nachfolgern, vorgenommen, einmal völlig neue Wege zu gehen. Vielleicht zum Leidwesen mancher Fans, jedoch sehr zum Vorteil der Serie. Fort ist all das stumpfe Rumgeprolle innerhalb einer mehr als aufgesetzt wirkenden Pseudo-Story (schade nur, dass die heißen Girls auch alle passé sind ;-) ). Fort ist auch das gesamte Illegale-Straßenrennen-Setting samt der Verfolgungsjagden mit der Polizei.

Stattdessen gibt es sowas wie Race Driver GRID mit ähnlich schöner Grafik, etwas stärkerem Simulations-Anspruch vielleicht und: Überschlägen. Ja, im Grunde genommen sind die Überschläge das, was SHIFT noch am Ehesten von GRID unterscheidet. Ansonsten bleibt GRID auch weiterhin die Referenz für mich. Die Grafik ist immer noch umwerfend schön und die Steuerung mitsamt dem Fahrverhalten wird von vielen zwar noch als etwas arcadiger angesehen, trotzdem habe ich bei GRID nach wie vor am Ehesten das Gefühl, wirklich und wahrhaftig mit einer Rennsemmel über den Asphalt zu hobeln. Bei SHIFT wirkt das alles eine Nuance träger.

Forza Motorsport 3

Leider auch in Bewegung bei weitem nicht so schön wie immer behauptet: Forza 3
Leider auch in Bewegung bei weitem nicht so schön wie immer behauptet: Forza 3

Trägheit ist genau das richtige Stichwort für Forza 3. Bei meinen ersten Runden auf der Teststrecke (jawohl: Teststrecke. Singular. Viel zu mager, auch für eine Demo!) musste ich anfangs doch glatt nochmal kurz von der Cockpit-Perspektive in die Außenansicht schalten, um mich zu vergewissern, dass das wirklich ein Ferrari war, den ich da über die Piste manövrierte. Fühlte sich eher wie ein Panzer an. Selbst Seifenkisten dürften agiler sein. Mit steigender Fahrzeugklasse nimmt das Gefühl von Geschwindigkeit, Rasanz und Agilität zwar etwas zu, wirklich mitreißen kann mich Forza 3 aber auch nach 30 Runden nicht. Auch hier gilt: GRID bleibt klar mein Favorit, auch wenn es spielerisch vielleicht einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt. Dafür bieten sowohl SHIFT als auch Forza ein Feature, dass ich mir so demnächst auch von Codemasters wünschen würde: Die Einblendung einer dynamischen Ideallinie, die, je nach eigener Geschwindigkeit, auf Brems- und Beschleunigungspunkte hinweist. Super Feature, das. Ach ja: So geil, wie immer behauptet, sieht Forza 3 nun wirklich bei weitem nicht aus. Ja, die Autos sind schön, aber die Umgebung weiß leider (zumindest mich)  überhaupt nicht zu überzeugen.

Colin McRae DIRT 2

dirt2

Wer ist der Schönste im ganzen Land? DIRT 2!

Pfeift mich aus, beschimpft mich, gebt mir Tiernamen, aber: die Colin Mcrae (Rallye)-Reihe war nie mein Ding. Sorry. Auch wenn man mit dem Wegfalls des “Rallye” im Namen direkt noch jeden Anspruch auf Realitätsbezug gestrichen hat und Colin wohl bloß noch im Titel führt, weil er auch posthum noch ordentlich zieht, und es nun stattdessen locker-fluffige Pistensau-Action mit jeder Menge Knallbummpeng gibt – auch DIRT 2 lässt mich nicht wirklich befriedigt zurück. Das ist aber meine rein subjektive Meinung, denn objektiv betrachtet gibt es für Rallye-Fans derzeit wohl keinen anderen Titel, der so glücklich machen dürfte – vorausgesetzt, man kann damit leben, dass die Karosserien sich nun eben deutlich arcadiger fahren als zu Colins seligen Zeiten. Und grafisch ist DIRT 2 derzeit wohl sowieso ein unangefochtenes Brett (wir verschweigen Uncharted 2 an dieser Stelle einfach mal). Ach ja: Bei Gelgenheit muss ich Codemasters wohl mal einen Schrein bauen und ihnen in Artikelform ausführlichst huldigen – für ein paar der wohl coolsten In-Game-Menüs der letzten Jahre. DIRT 2 macht da keinerlei Ausnahme. Style, Dein Name ist Codemasters. Jawoll.

FUEL

Ach ja. Äh, FUEL. Da war ja noch was. Nun, äääh… Schwamm drüber.

Mini Ninjas

Eher für das Kind im Mann: Mini Ninjas.

Eher für das Kind im Mann: Mini Ninjas.

Kommen wir mal langsam ab vom Rennspiel-Genre und bringen ein wenig mehr Abwechslung rein. Geht es eigentlich nur mir so, dass ich IO Interactive für eines der am konsequentesten überhypten Studios überhaupt halte? Mal ganz ehrlich: was haben die Jungs bislang geleistet? Hitman? Hmm, nimmt man den Meuchel-Faktor mal raus, bleibt höchstens noch eine mittelmäßige Serie übrig (jaa, steinigt mich, mir egal, aber ich habe ganze 3 Hitman-Teile ausprobiert und fand alle 3 doof. So!). Ach ja: Freedom Fighters war damals von der Idee und dem zu Grunde liegenden Szenario her ziemlich cool. Hatte aber leider spielerisch ein paar Macken und war in der Gesamt-Umsetzung auch eher so làlà. Wenigstens hat die KI der eigenen Truppen damals auf der PS2 schon besser gearbeitet als die der Darklinge in The Darkness. Aber das ist ein anderes Thema. Mini Ninjas jedenfalls hat mich nach 10 Minuten Langeweile dazu gebracht, den Power-Knopf meiner Konsole  zu suchen. Es sieht hübsch aus, es ist niedlich, es ist simpel gestrickt. Für Kinder (und für diese ist es ja offenbar sowieso vorrangig gedacht) bestimmt toll, aber sonst…

IL Sturmovik 2

Vom bunten Schattenkrieg zum schattig colorierten Luftkrieg (was für eine Überleitung!): Flugsimulationen sind tot. Punkt.

Fifa 10 vs. PES 2010

Ich könnte mich ja schon wieder aufregen. Fußball! Wenn ich das schon höre! Wenn es eines gibt, was ich an diesem Land hasse, dann ist es seine Fußballbegeisterung. Und seine Abermillionen Fans, die glauben, selbst wenn sie ansonsten schön erdig-konservativ mitten im Leben stehen, sich ein- bis mehrmals die Woche in komatöse Vollprolls verwandeln zu müssen, bloß weil es beim Betrachten dieser Sportart ja offenbar Gang und Gäbe ist. AaAAAAAAAaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrrrgh! Ich hasse euch! Von daher verstehe ich auch das ganze Geschrei darum nicht, was nun so toll daran sein soll, dass Fifa 10 wieder einmal mit ungezählten Originalmannschaften und Lizenzen daherkommt. Reibt Euch doch einen drauf, Ihr Honks! Ihr findet doch bestimmt auch alle den Schweini sexy. Denn rein spielerisch betrachtet, das wird sogar mir Volln00b nach nur zwei Halbzeiten klar, ist PES 2010 ganz eindeutig das bessere Spiel. Handling, Animationen, Geschwindigkeits-Gefühl, Pass-System – hier habe ich einfach viel stäker das Gefühl wirklich Herr des Balls und somit der Lage zu sein. Hier wird sogar mir das Gefühl vermittelt, ich könnte wirklich was reißen. Wenn ich Fußball doch bloß nicht so abgrundtief hassen würde… Und nein: ich suche dafür jetzt keinen Screenshot raus. Bäh.

Und sonst?

Ich habe noch was vergessen. Ich glaube wirklich, ich habe noch was vergessen. Irgendwas war da doch noch, was ich ebenfalls gespielt habe. Was war das noch gleich? Ach, egal. Wenn’s wichtig war, wär’s mir bestimmt schon wieder eingefallen…