rtype

Spiele wie R-Type Dimensions sind es, die mich innerhalb weniger Sekunden an der Sinnhaftigkeit von Gamepads in Verbindung mit Retro-Games zweifeln und mich umgehend einen Joystick herbeisehnen lassen. Ach, was wäre das schön jetzt einfach den Dauerfeuerknopf durchzuziehen, sich entspannt zurückzulehnen und mit butterweichen, hochpräzisen Bewegungen durch Lasersalven, Kaskaden von Raketen und Gegnerhorden aller Art zu navigieren, statt sich allein schon für das stetige Geballere beinahe einen Daumenkrampf allererster Kajüte zuzuziehen. “Gebt mir einen Joystick und ich wäre verdammt nochmal der König aller galaktischen Sidescroller-Schlachten!” will ich dem Treiben am Bildschirm zurufen… doch dann fällt es mir siedend heiß wieder ein: ich war auch früher schon schlecht in Ballerspielen aller Art. Trotz Joysticks. Und trotz Dauerfeuers. Butterweiches, hochpräzises Navigieren durch Gegnerhorden kannte ich allerhöchstens vom Hörensagen, nicht jedoch aus eigener Erfahrung. Apydia, Agony oder Project X fand ich zwar toll, aber gebacken bekommen habe ich trotzdem nicht viel. Kein Gegner oder Schuss, in den man hineinrauschen konnte, wurde ausgelassen, jeder mögliche Bildschirmtod wurde mitgenommen. Genau wie aktuell wieder in R-Type Dimension, der Neuauflage der ersten beiden Serienteile als Live-Arcade-Titel. Wenn ich die Möglichkeit bekomme, mein Raumschiff zu pulverisieren, kann ich sicher sein, dass ich das auch tue. Ob ich will oder nicht. Genau wie früher, damals, in der auch nicht besseren alten Zeit. Aber hey: wir hatten wenigstens Dauerfeuer, verdammt!

Picture: R-Type” by ElDave. Published under Creative Commons License (by-nc-sa).