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Das Eröffnungskonzert der Games Convention ist tot. Zwar gibt es so eine Art Ersatz, mit dem ursprünglichen Gedanken der Veranstaltung hat das aber wohl nicht mehr wirklich viel gemein. Und wer will schon gerne ein Symphonie-Orchester in einer sterilen Mehrzweckhalle hören? Was die Verantwortlichen da bloß geritten haben mag. War das Eröffnungskonzert doch auch ein formidables kulturelles Aushängeschild zur Eröffnung eines Events, das alljährlich nach wie vor von Stammtischen in der ganzen Republik mit fanatischem Argwohn beäugt wird. Jetzt gibt es als Ersatz also wohl ein mit viel Tamtam und Brimborium ausgeschmücktes Action-Orchester-Listening, das eben jene Stammtischrunden verzückt ihre Augenbrauen kraus ziehen läßt, mit den Worten auf den Lippen: “Ich habs doch gewußt. Diese verkommene Videospiel-Generation. Nichtmal anständige klassische Musik wissen die noch zu schätzen.” Traurig aber wahr, irgendwie muss man ihnen sogar beipflichten. Umso schöner deshalb, dass sich einer der musikalisch wohl mit dem größten Talent ausgestatteten Herren Videospiel-Soundtrack-Komponisten, namentlich Chris Hülsbeck, dazu entschieden hat, seine größten Werke – derer es da reichlich gibt – im WDR-Funkhaus am Kölner Wallraffplatz aufführen zu lassen. In einer der Musik angemessenen Umgebung in nicht allzu großem Rahmen. Kurze Zeit sah es schon so aus, als wären alle Karten dafür bereits restlos vergriffen, aber seit Samstag ist offenbar nochmal ein großes Kontingent nachgerutscht. Interessenten sollten sich beeilen, lange werden sich die Bestände beim Ticket-Anbieter wohl nicht mehr halten können. Zwei Karten der Preiskategorie 1 auf nebeneinander liegenden Plätzen waren jedenfall schon am Samstag nicht mehr zu bekommen. Alle Infos zur Veranstaltung gibt es bei VGM-Concerts, unter SymphonicShades.com (sehr minimalistisch) und direkt auf der Website des Maestros. | “Symphonic Shades – Hülsbeck in Concert”. Samstag, 23. August 2008, Funkhaus Wallraffplatz, Köln.