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Das ist es also? Die neue Art fernzusehen? Interessant. Joost [ʤu:st] heißt es und will unsere Sehgewohnheiten anscheinend gründlich revolutionieren. Wobei: Jeder, der schonmal im Internet gesurft und sich bei dem ein oder anderen Videoportal rumgetrieben hat, dürfte bereits über die entsprechenden Sehgewohnheiten verfügen.

Wir warten auf den Sendungs-Beginn Joost ist nämlich im Grunde nichts anderes, als Video on Demand über ein großes P2P-Netzwerk. Sprich: Man sucht sich eine Sparte und einen Sender aus, klickt drauf und los geht die Sendung… oder auch nicht. Denn erstmal ist Puffern angesagt, bzw. hoffen, dass das Programm oft genug weiterverteilt wird. Denn, wie schon angedeutet, wird der Content von jedem einzelnen User ähnlich wie bei Kazaa und Co verbreitet. Das ist auch kein Wunder, wird Joost doch von den Kazaa-Entwicklern betrieben, wie ich neulich irgendwo lesen konnte. Was man derzeit zu sehen bekommt, ist noch eher mau. Mehr als eine Handvoll Kanäle mit eher unspannenden Inhalten gibt es derzeit noch nicht. Aber das könnte sich schnell ändern, wenn Joost erstmal die Beta-Phase verlassen hat.

Im Channel-Katalog kann bequem aus der bevorzugten Sparte ausgesucht werden Momentan werden einfach noch nicht genügend User vorhanden sein, um Joost für Programmanbieter wirklich interessant zu machen. Um das zu ändern, haben Beta-User momentan die Möglichkeit Einladungen zu vergeben. Die sind anscheinend so begehrt, dass der arme Christoph schon unter der Flut der Anmeldungen zusammenbricht. Ich greife ihm deshalb hiermit ein klein wenig unter die arme und vergeben 10 (zehn) Einladungen an die ersten zehn Interessenten, die in den Kommentaren einen entsprechenden Wunsch äußern.

Die Bildqualität ist eher mäßig Ähnlich wie bei den bekannten Videoportalen darf man auch bei Joost nicht allzu viel von der Bildqualität erwarten. Aber immerhin sieht es auch im Vollbildmodus noch ziemlich annehmbar aus, zumindest wenn man weit genug vom Bildschirm entfernt sitzt. Dann wünscht man sich auch direkt eine Fernbedienung, um sich durch die wirklich schön designten und aufgeräumten Menüs zu manövrieren. Denn das muss man Joost wirklich lassen: rein optisch ist es wirklich hübsch anzusehen. Und einfach zu handhaben noch dazu. Wenn ich jetzt noch meinen Fernseher auf diese Navigation umrüsten könnte, ich würds direkt machen. Eine echte Konkurrenz zum richtigen Fernsehen ist Joost im Endeffekt nämlich noch lange nicht. Und ob es das wirklich jemals ablösen könnte, wage ich auch einmal zu bezweifeln. Allein die Übertragung von Live-Sendungen dürfte schon ein ziemlich großes Problem darstellen. Andererseits wird einem so die Anschaffung eines Videorekorders eines hippen Festplattenrekorders mit toller Brennfunktion erspart, denn jede Sendung ist ja jederzeit abrufbar. Was wäre das schön: Bei 24 oder Lost jederzeit einsteigen zu können statt ohne nach zwei verpassten Folgen direkt komplett den Durchblick verloren zu haben…