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Special- und Limited Editions sind eine feine Sache. Zumindest, wenn außer einer dezent anderen Verpackung und einer Bonus-DVD mit Trailern und Features, an denen man sich auf Gametrailers.com schon sattgesehen hat, noch ein paar nette sonstige Extras enthalten sind, die den Kaufanreiz erhöhen und den – manchmal moderaten, manchmal saftigen – Aufpreis rechtfertigen. Dass ich in solchen Fällen mittlerweile zu einem ziemlichen Fan solcher Sonderauflagen mutiert bin, dürfte kein großes Geheimnis mehr sein. Die Boxen von The Witcher in der Limited Edition, der Civilization Chronicles-Box, Bioshock etc. machen im heimischen Regal einfach soviel mehr her als eine schnöde Standard-DVD-Hülle. Steelbooks sind zwar immerhin noch sehr schön anzusehen, sind aber leider auch nur eine standardisierte Form der Spezialausgabe und wirken entsprechend schon deutlich liebloser. Nein, aufwendige Boxen mit einigen netten Gimmicks (bevorzugt hervorragend produzierte und kommentierte Artbooks) bleiben auch weiterhin die Königsklasse der Verpackungsherstellung. Entsprechend stellte sich bei mir vor einigen Wochen eine überaus freudige Erregung ein, als ich zum ersten Mal von der für Japan angekündigten Special Edition von Resident Evil 5 lesen durfte. Das nenne ich mal ein vorbildliches Angebot. Bloß dumm, dass es trotz der ach so oft angepriesenen Globalisierung in der Spielebranche offenbar immer noch eine strikte Zweiklassentrennung gibt.

Während die großen Publisher für den amerikanischen und japanischen Markt gerne mal mit aufwendigeren Boxen um sich schmeißen, müssen wir im Regelfall mit abgespeckten Krüppel-Versionen vorlieb nehmen. So auch bei Resident Evil 5, das seit einigen Tagen bei Amazon UK vorbestellbar ist. Da hab ich natürlich angesichts der japanischen Spezial-Box direkt mal blind zugeschlagen, nur um heute auf das Brutalste ernüchtert zu werden. Denn was wir in Europa bekommen, ist nichts anderes als ein profanes Steelbook mit einer Bonus-DVD samt Trailern und Features, an denen wir uns vermutlich alle bereits auf Gametrailers.com sattgesehen haben. Sorry, aber so eine Zweiteilung des zweifellos vorhandenen Marktes für solche Editionen regt mich einfach nur noch auf. Wird die Bestellung halt wieder storniert und Resi 5 irgendwann vielleicht mal als Schnäppchen geschossen. So umwerfend sahen die Previews und Trailer dazu bislang nämlich leider noch nicht aus, dass sich die Ausgaben für die normale Version oder die höheren Kosten für ein Steelbook am Erstverkaufstag lohnen würden. Da warte ich doch lieber noch ein wenig ab und freue mich indes auf die prall gefüllte Goodie-Box von Street Fighter 4. Wenigstens zeigt Capcom hier, dass sie es auch richtig machen können.