grid

Derzeit greife ich mit Vergnügen immer wieder mal zu der Demo von Race Driver: GRID, um mich zwischendurch ein wenig mit der Blechlawine durch San Francisco zu wälzen. Für jemanden, der Rennspiele eher nicht zur Krone der Schöpfung zählt und der im Zweifelsfall noch am Ehesten zu einem Arcade-Racer der Marke Need for Speed greift, ist das schonmal ein gehöriger Fortschritt. Vor dem ersten Anspielen hätte ich GRID auch eher zu dieser Kategorie zugeschrieben, war dann aber doch sehr positiv überrascht, wie anspruchsvoll sich die Rennen präsentieren. Gerade aufgrund des sehr ausgefeilten Schadenssystems verlagt GRID dem Fahrer eine gehörige Portion Konzentration ab, will man nicht bereits nach ein paar kleineren Remplern mit gebrochener Achse gegen den Schub in die Mauer ankämpfen müssen. Auch grafisch liefert Codemasters ein absolutes Schmankerl ab, dass sich in meiner Gunst insgesamt weit vor einem Gran Turismo platziert. Was mich allerdings im Jahr 2008 noch mehr stört als bereits vor Jahren in Gran Turismo 3, ist, dass es offenbar selbst mit der Power mehrerer Prozessoren immer noch nicht möglich erscheint, eine ordentliche Gegner-KI in ein Rennspiel zu integrieren. Klar, die Fahrzeuge fahren auch schonmal neben der Ideallinie, rempeln sich gegenseitig an und wagen auch mal das eine oder andere Überholmanöver untereinander. Wenn mich aber nach einem kleinen Fahrfehler plötzlich das gesamte Feld in einem Schlag wie an der Perlenkette aufgereit überholt, dann stimmt doch wohl irgendwas nicht. Das sollte man in diesen Tagen deutlich schöner lösen können. Ansonsten wäre GRID tatsächlich mal ein Grund für mich, mir ein Lenkrad zuzulegen. Fuckin’ unbelievable!