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Angeregt durch Arkions Artikel zur Musik aus Final Fantasy X-2 kam auch ich dazu, mir mal ein klein wenig Gedanken um die Kompositionen aus einer der größten Videospiel-Serien überhaupt zu machen. Irgendwie schwärmt ja immer alle Welt von der unfassbar tollen Musik der Reihe. Tatsächlich aber fällt mir spontan – außer der immer gleichen Einleitungs-Tonfolge bei Kämpfen – keine einzige Melodie ein, die ich vor mich hin summen könnte. Tatsächlich ist mir die Musik von FF immer viel zu gefällig gewesen, zu sehr im Hintergrund, zu sehr Fahrstuhl also, wenn man so will. Im Grunde genommen stellt die FF-Musik genau das dar, was die Musik im Fahrstuhl oder beim Edeka um die Ecke auch ist: Muzak. Leichte, stets präsente, aber nur unterbewußt wahrnehmbare Tonfolgen, die das eigene Wohlgefühl steigern und so zum Kauf anregen sollen – bzw. bei Final Fantasy zum Weiterspielen und Hineinversetzen in die Welt. Aber während der Effekt im Supermarkt zumindest bei mir vollkommen ausbleibt, gelingt es der Titeln des Final Fantasy-Universums tatsächlich ganz ausgezeichnet, ein stets unterschwellig präsentes Gefühl des Wohlbehagens und Aufgehens in der Spielwelt zu erzeugen und Emotionen in uns zu wecken, mit den Hauptcharakteren mitzufühlen, uns mit ihnen zu freuen, aber auch mit ihnen zu leiden. Was wäre allein die Sequenz um den Tod von Aeris im siebten Final Fantasy ohne seine musikalische Untermalung? Oder dieser Moment im Ballsaal, wenn im achten Teil Squall Leonhart von seiner Herzensdame in Spe zum Tanzen aufgefordert wird. Nach wie vor einer der schönsten, wenn nicht sogar der schönste Videospielmoment der Geschichte. Da fällt mir ein: hatte ich gesagt, dass bei mir praktisch keine einzige Melodie von Final Fantasy hängengeblieben ist? Stimmt nicht ganz, denn die Musik eben jener Tanzszene ist tatsächlich eine Komposition, so wunderbar schön wie einfach, dass sie sich einfach in meine Gehirnwindungen fressen musste.