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	<title>end of level boss &#187; Music</title>
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		<title>Wahre Schönheit</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 15:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Music]]></category>

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		<description><![CDATA[Soviel steht fest: das Album wird ein absolutes Muss nicht nur für Fans des Maestros, sondern für alle, die auch nur ein halbwegs ausgeprägtes Gespür für gute Musik und eine Vorliebe für große Melodien haben. Die Symphonic Shades heben Computerspiele-Musik auf einen gänzlich neuen Level, bringen sie heraus aus der vermeintlich nerdigen Ecke fiepsiger 8-Bit-Sounds und erheben sie zu einem kulturellen Groß-Ereignis, das zurecht seinen würdigen Platz zwischen all den anderen Sonntags-Konzerten des WDR eingenommen hat und dort nun gleichberechtigt zwischen den Werken der ganz großen Komponisten der Geschichte thront.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-963" title="symphonicshades02" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/08/symphonicshades02.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">OK, ich hab&#8217;s verstanden. Von <em>Spore</em> will man nichts mehr lesen. Recht so, will ich auch nicht. Kommen wir also wieder zu einem angenehmeren Thema. Einem Thema, bei dem es mir regelrecht leid tut, dass überhaupt der Name Spore im gleichen Artikel fällt. Denn wie sehr stinkt dieser Müllhaufen doch zum Himmel und wie blumig duftet doch dagegen die zarte Schönheit der Musik eines <em>Chris Hülsbeck</em>. Wagen wir deshalb statt eines Blicks in das eklig bunte Universum dämlich quiekender Gestalten einen kleinen Lauschangriff auf den <a href="http://www.symphonicshades.com/?page_id=10" target="_blank">im 4. Quartal dieses Jahres erscheinenden</a> Mitschnitt <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=962" target="_self">des <em>Symphonic Shades</em>-Konzertes</a> vor wenigen Wochen. Soviel steht fest: das Album wird ein absolutes Muss nicht nur für Fans des Maestros, sondern für alle, die auch nur ein halbwegs ausgeprägtes Gespür für gute Musik und eine Vorliebe für große Melodien haben. Die Symphonic Shades heben Computerspiele-Musik auf einen gänzlich neuen Level, bringen sie heraus aus der vermeintlich nerdigen Ecke fiepsiger 8-Bit-Sounds und erheben sie zu einem kulturellen Groß-Ereignis, das zurecht seinen würdigen Platz zwischen all den anderen Sonntags-Konzerten des <em>WDR</em> eingenommen hat und dort nun gleichberechtigt zwischen den Werken der ganz großen Komponisten der Geschichte thront. Doch bevor nun jedermann das Album immer und immer wieder in seinen CD-Player schieben kann (und glaubt mir: Ihr werdet nicht genug davon bekommen), um immer mehr und mehr kleine aber feine Details zu entdecken, wollen wir an dieser Stelle bereits einen ersten tieferen Blick auf die einzelnen Kompositionen werfen.<span id="more-1060"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Klang die Aufführung der Hülsbeck&#8217;schen Kompositionen im Funkhaus des WDR insgesamt ein wenig matschig und undifferenziert, sah es bei der Radio-Übertragung offenbar bereits gänzlich anders aus. Da saß deutlich hörbar jemand an den Reglern, der Ahnung von der Materie hat und der genau wußte, wann er welche Instrumente und welche Songparts in den Vordergrund zu mischen hatte. So ergibt sich ein wunderbar ausgewogenes Klangbild, bei dem sämtliche tragenden Melodien den nötigen Freiraum bekommen, klar und deutlich herauszuhören sind und es trotzdem noch so viel mehr Details und Feinheiten zu entdecken gibt. So muß ein Konzert klingen! Kommen wir nun aber endlich zu den einzelnen Stücken&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1. Grand Monster Slam &#8211; Opening Fanfare</strong>. Komisch, <em>GMS</em> war mir bis zur Verkündung des endgültigen Programms überhaupt nicht als Hülsbeck-Nummer im Gedächtnis. Dabei war das Spiel selbst doch eigentlich alles andere als unbekannt, damals. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich es jemals selbst gespielt habe, oder nur durch Zuschauen kenne. Aber es ist schön, nach so langer Zeit noch alte Schätze für sich zu entdecken. Das <em>Grand Monster Slam</em> Titelthema ist definitiv ein solcher Schatz. Dabei braucht es einige Höranläufe, bis es wirklich wirkt, dann aber wissen vor allem die Streicherpassagen zu gefallen und bleiben als Ohrwurm dauerhaft im Gehörgang hängen. Ein mehr als würdiger Opener.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2. X-Out &#8211; Main Theme.</strong> Der erste Auftritt des <em>FILMharmonischen Chors Prag.</em> Ein zunächst ruhiges  fast elegisches Stück Musik, das vor allem von den wunderbaren Gesängen getragen wird und sich, langsam beginnend, innerhalb von gut 5 Minuten zu einem immer bombastischeren Soundgeflecht aufbäumt. Die erste große Gänsehaut gab es schon beim allerersten Hördurchlauf im Konzertsaal. Fantastisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3. Jim Power &#8211; Main Theme.</strong> Was habe ich dieses Spiel geliebt. <em>Jim Power</em> war eine knallbunte Wundertüte voller Jump&#8217;n'Run-Sidescroll-Shooter-Rafinesse, die mit einem, für den <em>Amiga</em>, ungeheueren grafischen Aufwand zu beeindrucken wußte und sich fröhlich bei den besten Vertretern seines Genres, allen voran <em>Turrican</em>, bediente. Kein Wunder, dass sich das französische Produktionsteam auch noch flugs den Herrn Hülsbeck geschnappt hat, um sich ein paar feine Melodeien maßschneidern zu lassen. Der Soundtrack, und allem voran das Titelthema, wurde von mir seinerzeit für so großartig befunden, dass ich den Amiga an meine alte Stereoanlage gefrickelt und teilweise nur für diesen einen Song angeschmissen habe. Das hat ganz mächtig gerockt. In der Orchester-Version hingegen kommt mir das Main Theme viel zu langsam und schwermütig daher. Zu sehr werden hier Noten in die Länge gezogen, wodurch dem Stück sein ursprünglicher Charakter vollkommen entzogen wird. Schade. Für mich sicherlich der schwächste Moment des Abends.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>4.Tower of Babel.</strong> Eigentlich keine Videospiel-Komposition, sondern eher eine lockere Anlehnung an das Genre. Wer sich aber ein wenig auskennt, wird sehr schnell die Versatzstücke des Turrican-Soundtracks entdecken, die bereits im Original (von Hülsbecks erstem Album Shades) prominent platziert sind und der Geschichte von Aufbau und Fall des Turms zu Babel die richtige Würze geben. Bei der Umsetzung hätte ich ein wenig mehr Orientierung am Ausgangsmaterial gewünscht, das zwar nur mit herkömmlichen Synthesizern eingespielt wurde, aber dennoch bereits sehr orchestral daherkam. Nichts desto trotz gehört Tower of Babel zu den absoluten Highlights unter einer Fülle aus Highlights.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>5. Turrican &#8211; Piano Suite</strong>. Auftritt <em>Jari Salmela</em> für eine Solonummer am Piano. Mein erster Eindruck vor Ort, dass Salmela eher holprig durch die Noten stolpert und so manches mal neben tastentechnisch daneben greift, wollte sich auch nach mehrmaligem Hören nicht so ganz legen. Man wird das Gefühl nicht los, dass da unbedingt jemand seine Fingerfertigkeit präsentieren wollte, dabei allerdings vergisst, ausreichend Gefühl in das Gespielte zu legen. Mal schauen, welche Version es letztlich auf die CD schaffen wird. Dem Vernehmen nach hat man ja immerhin schon sämtliche Proben mit aufgenommen. An der Schönheit der <em>Turrican</em>-Melodien kann aber auch Salmela nicht rütteln.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>6. Gem&#8217;X &#8211; Main Theme.</strong> Was denn, schon wieder Weihnachten? Man möchte das originale Gem&#8217;X-Tune zunächst so gar nicht mit den Klängen in Verbindung bringen, die einem da entgegenhallen, obwohl es sich doch ganz eindeutig um die unverkennbaren Eröffnungsklänge handelt. Die weihnachtlichen Glöckchen irritieren halt etwas. Auf das rhythmisch wummernde Schlagzeug, dass auch auf Rainbows noch zum Einsatz kommt, fehlt zudem ebenfalls komplett. Trotzdem entfaltet Gem&#8217;X innerhalb kürzester Zeit einen unwiderstehlichen Charme, dem man einfach nicht widerstehen kann. Und wenn es dazu auch noch eine musikalische Bereicherung für die Weihnachtszeit ist, umso besser&#8230; <img src='http://www.endoflevelboss.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>7. Apidya II &#8211; Suite.</strong> Wieder einmal spielt der Chor eine ganz entscheidende Rolle und übernimmt tragende Teile des höchst mitreißenden Apidya-Titelthemas sowie einiger Versatzstücke aus den einzelnen Level-Themen. Letztere werden jedoch sehr dezent zurückgehalten und man muss schon ziemlich genau hinhören, um überhaupt etwas wiederzuerkennen. Ein wenig mehr War at Meadows Edge etwa hätte hier ganz gut getan, stattdessen beschränkt man sich weitestgehend auf das Titelthema und ein wenig Credits-Sounds. Arrangeur war hier ausnahmsweise nicht Jonne Valtonen, sondern der Japaner Takenobu Mitsuyoshi. Wenngleich dieser hier keinen repräsentativen Querschnitt durch den Apidya-Opus darbietet, schafft er es dennoch ausgezeichnet, die Grundstimmung des Soundtracks herauszuarbeiten und ein Arrangement aufzufahren, dass mit jedem Hördurchgang ein klein wenig mehr wächst. An dieser Stelle muss man sich dann aber auch mal fragen: Ist das, was uns da während des gesamten Symphonic Shades-Konzertes geboten wurde, überhaupt noch Chris Hülsbeck? Oder ist es letztlich nur eine Interpretation seiner Werke mit der klaren Handschrift des jeweiligen Arrangeurs? Denn einige Stücke weichen dann doch sehr von dem ab, was man sich aufgrund der alten Hülsbeck-CDs im Vorfeld vielleicht vorgestellt hat. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, sondern erhöht im Gegenteil nochmal die Spannung, gibt es so doch einfach sehr viel mehr neues zu entdecken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>8. R-Type &#8211; Main Theme.</strong> A long time ago, in a galaxy far&#8230; ach nee, falscher Film. Der Weltraum, unendliche&#8230; auch nicht. Ach egal: Eine Hymne! Aber sowas von! Herrlich, diese Bläser-Abschnitte. Da will man doch glatt sofort in seinen Raumgleiter steigen und mal wieder ordentlich Alien-Ärsche treten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>9. Licht am Ende des Tunnels.</strong> Zur Abwechslung ein wenig Filmmusik. Laut Moderator Matthias Opdenhövel ist der Song so traurig und tränenfördernd, dass man die Proben nur mit Gummistiefeln habe bestreiten können. Nunja, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Rührend ist er aber alle mal. Und ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, denn man merkt schon, dass er für ein anderes Medium geschrieben wurde und von vornherein eher auf ein Orchester ausgelegt gewesen zu sein scheint. Bei mir ist <em>Licht am Ende des Tunnels </em>noch nicht zu seiner vollen Blüte gereift, da braucht es wohl noch einige Durchgänge.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>10. The Great Giana Sisters &#8211; Suite.</strong> One for the horns! Vor meinem inneren Auge sehe ich Fred Astair die Showtreppe hinunterhüpfen und einen flotten Steptanz aufs Parkett legen. Ich sehe Dorothy, wie sie die Yellow Brick Road entlang läuft und auf den Tinman trifft. Ich sehe ein großes Showorchestern der späten 30er oder frühen 40er Jahre, das sich mit tiefster Inbrunst an einer Revue-Nummer verausgabt. The Great Giana Sisters ist die reinste Wonne und liefert selbst nach 20 Durchläufen noch dickste Gänsehaut vom Allergemeinsten. Meisterwerk!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>11. Tunnel B1 &#8211; Suite.</strong> Wieder was für wirbelnde Finger. Diesmal aber nicht die des Pianisten Salmela, sondern des Darbuka-Spielers Rony Barrak. Die ersten zweieinhalb Minuten sind mehr eine fantastisch anzuhörende (aber noch fantastischer anzusehende) Aufwärmübung für seine Finger und damit eine Selbstdarstellung Barraks, die nichts mit dem eigentlichen Stück zu tun hat, dennoch ausnahmslos zu gefallen weiß. Tunnel B1 selbst wirkt solide im Mittelfeld vor sich hin, löst aber trotz Barrak keine wirklichen Begeisterungsstürme in mir aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>12. Symphonic Shades.</strong> Die Neuauflage des Songs, mit dem alles begann. Statt fiepsiger 8-Bit-Flatulenzen gibt es mächtig was auf die Ohren &#8211; rockender Streicher und Schlagzeugeinsatz sei Dank. Das einzige Stück, bei dem ein Synthie zur Untermalung und zur Herausarbeitung des Original-Sounds genutzt wird. Stört nicht weiter, hätte aber auch ohne ganz gut geklappt. Neben Giana Sisters mein persönlicher Höhepunkt des Abends.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>13. Die Karawane der Elefanten.</strong> Man drehe sich ordentlich einen durch, schaue sich <em>Lawrence von Arabien, Das Königreich der Himmel </em>und alle Teile der <em>Mumie</em> an und schon weiß man, woher die Inspiration für Die Karawane der Elefanten herkam. Vermutlich. Vielleicht auch nicht. Toller orientalisch angehauchter Sound.</p>
<p style="text-align: justify;">14. Turrican II Main Theme Renderings). Jari Salmela stolpert nochmal durch einen Teil des Turrican Opus&#8217;. Diesmal durch das <em>Turrican II</em> Hauptthema, allerdings in 3 grundverschiedenen Variationen, von der Spielart an unterschiedliche klassische musikalische Epochen angelehnt. Sehr schön. Ein zünftiges Turrican-Best-of hätte es aber auch getan.</p>
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		<title>Symphonic Shades &#8211; Chris Hülsbeck live in Concert. WDR Funkhaus, Köln.</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 04:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Music]]></category>
		<category><![CDATA[Arnie Roth]]></category>
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		<description><![CDATA[
Auftritt Frauenchor. Ein Raunen aus der Reihe hinter mir: &#8220;Ah, da kommen die Bläserinnen&#8220;. Auftritt Männerchor. Ein weiteres Raunen: &#8220;Und da kommen auch schon die Instrumente&#8220;. Wenn man sich schon nicht bei vielem sicher sein kann, aber: bei dem Besuch eines gewöhnlichen Sinfonie-Konzertes dürfte es schwierig bis unmöglich sein, solche Monologe aufzuspüren bzw. unfreiwillig miterleben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-963" title="symphonicshades02" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/08/symphonicshades02.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Auftritt Frauenchor. Ein Raunen aus der Reihe hinter mir: &#8220;<cite>Ah, da kommen die Bläserinnen</cite>&#8220;. Auftritt Männerchor. Ein weiteres Raunen: &#8220;<cite>Und da kommen auch schon die Instrumente</cite>&#8220;. Wenn man sich schon nicht bei vielem sicher sein kann, aber: bei dem Besuch eines gewöhnlichen Sinfonie-Konzertes dürfte es schwierig bis unmöglich sein, solche Monologe aufzuspüren bzw. unfreiwillig miterleben zu müssen. Dies hier war aber kein gewöhnliches Konzert, sondern die Uraufführung eines ganz besonderen musikalischen Ereignisses. Eines geradezu historischen Momentes. Der allerersten Radio-Liveübertragung eines Konzertes, bei dem (fast) ausschließlich Musik aus Computerspielen gespielt wird. Genau genommen die Musik eines einzigen Komponisten, eines einzigen Mannes: <em>Chris Hülsbeck</em>. Doch so ganz stimmte das mit dem reinrassigen Spielemusikkonzert am Ende dann doch nicht. Mit &#8220;<em>Licht am Ende des Tunnels</em>&#8221; wurde auch ein Stück seines Soundtracks zu einem Kurzfilm der ganz späten 90er gegeben, &#8220;<em>Die Karawane der Elefanten</em>&#8221; war sogar ein gänzlich eigenständiges Stück, das sich zum allerersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. Als Weltpremiere bei der Weltpremiere, sozusagen. Und selbst &#8220;<em>Tower of Babel</em>&#8220;, von Hülsbecks allererstem Album &#8220;<em>Shades</em>&#8220;, das nach seinem Gewinnerstücks eines alten <em>64&#8242;er</em>-Songwettbewerbs benannt wurde, ist kein wirklicher Spielesound, beinhaltet aber immerhin Anleihen aus dem legendären <em>Turrican</em>-Opus. Letztendlich zählt jedoch, dass sich überhaupt mal jemand getraut hat, das Thema Spielemusik so konsequent aufzugreifen und in einer verhältnismäßig langen Live-Sendung unterzubringen. Dass es ausgerechnet der sonst eher piefige Schlagerkanal <em>WDR 4</em> war, zeugt davon, welche kulturelle Bedeutung auch Musik aus Videospielen mittlerweile anhaftet.<span id="more-962"></span></p>
<p>Kultur allerdings, das ist so eine Sache, die je nach Auffassung völlig unterschiedlich interpretiert werden &#8211; oder einfach unter den Tisch fallen gelassen werden kann. Für den durchschnittlichen Gamer ist der Besuch eines kulturellen Highlights im feierlichen Ambiente eines klassischen Konzertsaals bei Anwesenheit eines 120köpfigen Sinfonie-Orchesters deshalb auch wohl Anlass genug, sich mal richtig fein in Schale zu werfen und sein ranzigstes Gameshirt, bedruckt mit nerdigsten Motiven aller Art, herauszukramen und darüber im besten Fall zugleich noch seine abgeschnittene Jeansweste mit geschätzten drölfzig Badges zu ziehen&#8230; um dann, mit der Kölsch-Pulle in der Hand im Publikumsraum fläzend, eingangs erwähnte Zoten zu reißen und sogleich den gebührenden Applaus für die einmarschierenden Musiker komplett zu verstolpern. That&#8217;s Rock&#8217;n'Roll, Baby. Meine völlig Games-unaffine Begleitung hatte im Vorfeld jedenfalls das Schlimmste befürchtet und wurde in all ihren Klischeevorstellungen auf das Gründlichste bestätigt. Erschreckend. Da redet man jahrelang mit Engelszungen auf jemanden ein, dass Zocker im Allgemeinen doch alles andere als das fest verankerte Bild im Kopf repräsentieren, nur um bei erstbester Gelegenheit das metaphorische Messer vom soeben noch verteidigten Mob in den Rücken gerammt zu bekommen. Das tut weh. Aber vielleicht sind es auch gar nicht die Zuschauer, die sich künftig erst noch an die Gepflogenheiten eines klassischen Konzertes gewöhnen müssen, sondern die Musiker, Akteure und alteingesessenen <em>WDR 4</em>-Klassikkonzertbesucher, denen in Zukunft ein neuer Wind aus den Zuschauerreihen entgegenwehen wird. Wer weiß. Alles geht seinen Gang.</p>
<p>Dazu passen dann auch hervorragend die launisch-flapsigen Moderationen eines <em>Matthias Opdenhövel</em>, dem geneigten Zuschauer ansonsten eher bekannt als Host der insgesamt doch recht zielgruppenaffinen Samstagsgaudi <em>Schlag den Raab</em>. Manchem mag er vielleicht nicht unbedingt als erste Wahl erschienen sein &#8211; dennoch hat er einen hervorragenden Job hingelegt und zwischenzeitlich sogar erkennen lassen, dass er selbst ebenfalls über eine gewisse spielerische Vorbildung verfügt&#8230; wenngleich seine Anmerkung, er habe das &#8220;Amiga-Spiel&#8221; <em>The Great Giana Sisters</em> ja nie spielen können, weil er nur einen C64 besessen habe, dann doch für die eine oder andere krausgezogene Stirn gesorgt hat. Sein lockerer Moderationsstil jedenfalls hat für einige kurzweilige Unterhaltung gesorgt und die ansonsten eher trockene und etwas dröge Herangehensweise des<em> WDR</em>s an das Thema ein wenig aufgebrochen. Für all jene alteingesessen Samstagskonzert-Hörer, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschaltet hatten, gab es in der Konzertpause ja noch ein äußerst hörenswertes, gut halbstündiges Feature zu den Hintergründen des Szene und Branche, mit Zitaten des Maestros persönlich, das im Saal aber leider ein wenig unterging &#8211; auch, weil  der Großteil des Publikums sich lieber die Beine vertreten hat oder Kölsch kaufen gegangen ist.</p>
<p>Wer nun am Samstag nicht das Glück hatte dabei sein zu dürfen und auch nicht das Radio bzw. den Livestream eingeschaltet hat, könnte aufgrund der vorangegangenen Absätze nun das Allerschlimmste befürchten. Dem ist aber glücklicherweise nicht so. Musikalisch war der gesamte Abend über jegliche Zweifel erhaben. Die Auswahl an Kompositionen ergab ein wunderbar stimmiges Gesamtbild und einen recht guten Überblick über das Gesamtwerk Hülsbecks und sogar meine nicht Spiele-affine Begleitung, die angesichts der ihr im Vorfeld dargebotenen Hörproben in Form alter Hülsbeck-CDs noch leicht angewidert die Nase gerümpft hatte, sich nichts desto trotz aber zu diesem Hörexperiment der besonderen Art überreden ließ, war am Ende des Abends schlichtweg grenzenlos begeistert. Vom ursprünglichen Fieps-Sound dank ihrer Synthesizer-Herkunft ließen die dargebotenen Stücke herzlich wenig erahnen. So anders, so frisch und doch klassisch kamen sie in ihren neuen Gewändern daher. Als wären sie wirklich ursprünglich für nichts anderes als das ganz große Orchester geschrieben worden. Ergreifend, die lediglich am Piano grandios filigran und mit viel Gefühl dargebotene <em>Turrican-Suite</em>. Mitreißend, die enorm dynamische, geradezu rockende Version ausgerechnet jenes Stücks, das heute in seiner Urform eher nervig, billig, zu synthiemäßig klingt, letztlich aber überhaupt erst den großen Erfolg Hülsbecks begründete. Die Rede ist natürlich von <em>Shades</em>, das in seiner Reinkarnation <em>Symphonic Shades</em> so unglaublich bewegend, rhythmisch wummernd und auf den Punkt gespielt daherkam, dass es einem kalt und warm den Rücken hinunterlief. Da störte selbst der einzige Einsatz eines Synthies nicht weiter.</p>
<p>Schön auch die percussionistische Einlage <em>Rony Barraks</em>, wenngleich sich mittlerweile ein wenig der Gedanke aufdrängt, dass Rony Barrak eher gebucht wird, weil er Rony Barrak ist und solch unglaublich flinke Finger hat, dass er einfach wunderbar als Showefekt taugt &#8211; und weniger, weil ein Stück sein Mitwirken unbedingt erfordern würde. Ihm dabei zuzuschauen und zuzuhören, wie er seine Finger über die <em>Darbuka</em> wirbeln lässt, war trotzdem ein krönender Moment eines insgesamt äußerst ergreifenden Abends. Eines so ergreifenden Abends, dass selbst <em>Chris Hülsbeck</em>, sonst eher zurückhaltend schüchterner Natur, es sichtlich genoss, sich vom frenetisch applaudierenden und jubelnden Publikum feiern zu lassen. Nicht minder stolz empfing Grammy-Preisträger und Dirigent <em>Arnie Roth</em> die ihm und &#8217;seinem&#8217; Orchester gebührenden Ovationen. Nicht enden wollende Standing Ovations dann auch zum Abschluss des Abends, bei dem man zu spüren bekam, wie heiß die Musiker und alle Beteiligten darauf waren, das Gleiche direkt im Anschluss noch einmal zu wiederholen. Zu gerne hätte man wohl Zugaben gespielt, aber ach, der Zeitplan wollte es nicht zulassen, standen doch vor der Tür bereits die nachrückenden Zuschauer des &#8211; nach Ausverkauf des Konzertes in Rekordzeit &#8211; kurzerhand anberaumten Zusatzkonzertes. So blieb dem Publikum nichts anderes übrig, als sich schweren Herzens und unter anahltendem Applaus an den Gedanken zu gewöhnen, dass es das nun wirklich war für diesen Abend und dass es Zeit wurde, zu gehen. Allerdings mit der ungemein befriedigenden Gewissheit, etwas einzigartigem beigewohnt zu haben. Einer ganz besonderen Premiere. Und einer weltweiten Live-Übertragung. Etwas, dass den draußen wartenden Nachrückern so nicht vergönnt war. Und so ganz für immer abgeschlossen ist dieser Abschied ja auch nicht. Immerhin wird der Mittschnitt<a href="http://www.symphonicshades.com/?page_id=10" target="_blank"> in Bälde auf CD erhältlich sein</a>- und man selbst wird noch oft genug Gelegenheit haben, sich mit allen Facetten und Feinheiten dieses unglaublichen Konzertes intensiv auseinander zu setzen. Mit Feinheiten, die man so beim ersten Mal sicherlich nicht gehört hat. Was auch ein wenig daran gelegen haben könnte, dass sich die eigentlich so charakteristischen wie dominanten, typisch Hülsbeckschen großen Melodien im Konzertsaal nicht immer so entfalten konnten, wie es ihnen gebührt hätte, sondern teilweise ein wenig im Gros der versammelten Instrumentenschar untergingen. Aber für so etwas gibt es ja Mitschnitte. Musik, die sich bereits beim allerersten Hördurchgang vollständig erschließt, wäre ja auch nur allzu langweilig.</p>
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		<title>Feine Töne für den Hausgebrauch</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 21:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es von des Maestro&#8217;s Chris Hülsbeck famosem kommendem Symphonie-Konzert Symphonic Shades nun tatsächlich auch einen Live-Mitschnitt geben wird? Wahrscheinlich nicht, deshalb sei das hiermit nachgeholt. So viele Jahre habe ich allein auf die Möglichkeit einer  Live-Umsetzung der großartigen Soundtrack-Klassiker aus Hülsbecks Feder gehofft, und nun wird nicht nur dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-863" title="symphonicshades" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/07/symphonicshades.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es von des Maestro&#8217;s <em>Chris Hülsbeck</em> famosem kommendem Symphonie-Konzert <em>Symphonic Shades</em> nun tatsächlich auch <a href="http://www.symphonicshades.com/?p=59" target="_blank">einen Live-Mitschnitt geben wird</a>? Wahrscheinlich nicht, deshalb sei das hiermit nachgeholt. So viele Jahre habe ich allein auf die Möglichkeit einer  Live-Umsetzung der großartigen Soundtrack-Klassiker aus Hülsbecks Feder gehofft, und nun wird nicht nur dieser Traum wahr, sondern man kann sich auch noch fast direkt im Anschluss das gesamte Konzert immer und immer wieder zuhause anhören. So wie einst die alten CDs &#8211; etwa den <em>Turrican-</em> oder den <em>Apidya-</em>Soundtrack. Mann, was sind die bei mir hoch und runter gelaufen. Ein Schicksal, dass auch dem, vom Titel her an den ersten Hülsbeck-Hit und das gleichnamige Album <em>Shades</em> angelehnten &#8211; S<em>ymphonic Shades</em>-Tonträger blühen dürfte. Ich freu mir jetzt schon &#8216;nen Ast. Bis es soweit ist, gilt es sich aber noch ein paar wenige Wochen zu gedulden. Wer möchte, kann aber schonmal vorbestellen. Und zwar <a href="http://www.maz-sound.com/Symphonic-Shades/" target="_blank">hier</a>. So kommen nun also auch noch all jene in den Genuss des Konzertes, die nicht live in Köln dabei sein können. Kaufbefehl!</p>
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		<title>Im Farbrausch &#8211; Audiosurf</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/11/im-farbrausch-audiosurf/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 09:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Oh Herr, ich werde nie wieder zweifeln. Na gut: An Dir schon. Aber nicht mehr an Formlulierungen wie &#8220;Achtung, dieses Spiel macht verdammt süchtig&#8220;. Bloß bitte, Leute, wenn Ihr mich schon meint warnen zu müssen, dann fügt demnächst gefälligst noch ein &#8220;innerhalb absolut kürzester Zeit!!!!!11einself!&#8221; hintendran. Sonst nehm ich Euch doch nicht ernst. Sonst komm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-760" title="audiosurf01" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/04/audiosurf01.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Oh Herr, ich werde nie wieder zweifeln. Na gut: An Dir schon. Aber nicht mehr an Formlulierungen wie &#8220;<cite>Achtung, dieses Spiel macht verdammt süchtig</cite>&#8220;. Bloß bitte, Leute, wenn Ihr mich schon meint warnen zu müssen, dann fügt demnächst gefälligst noch ein &#8220;<cite>innerhalb absolut kürzester Zeit!!!!!11einself!</cite>&#8221; hintendran. Sonst nehm ich Euch doch nicht ernst. Sonst komm ich doch gar nicht auf die Idee, dass ein Spiel wie <em>Audiosurf</em> <em>wirklich</em> gut sein könnte. Also so richtig. Wirklich wirklich gut. Verdammt gut sogar. Scheiße, ist das geil! Aaaaaaahhhhhhhh&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. OK, Christian, tief durchatmen. Nicht hyperventilieren. Mensch, wer rechnet denn auch schon mit sowas? Angeblich süchtig machende Games gibt es ja wie Sand am Meer, das ist ja mittlerweile auch so ein Ding der Presse: fällt denen nichts besseres ein, hat das Game halt einen hohen Suchtfaktor. Jaja, kennen wir alles schon. Reißt uns nicht vom Hocker. Kein Grund mehr, sich ein Spiel wirklich zuzulegen. Auch der Umstand, dass es den gesamten <em>Orange Box</em>-Soundtrack praktisch gratis obendrauf gibt, hat mich bislang kalt gelassen.<span id="more-758"></span></p>
<p>Denn ehrlich gesagt, ist mir die Musik von <em>Half Life 2</em> und Konsorten bislang alles andere als positiv aufgefallen. Lediglich der Title-Screen-Song von <em>Day of Defeat: Source</em> wußte mich immer zu begeistern. Aber nun gibt es ja immerhin noch den famosen <em>Portal</em>-Song (Ihr wißt schon, &#8220;This was a triumph&#8221; und so&#8230;), sogar in zwei Fassungen. Einmal von <em>GladOS</em> und einmal von <em>Jonathan Coulter</em> himself gesungen. Wo Ihr den Soundtrack findet? Das verrät Euch der freundliche <a href="http://www.grindthatauthority.de/?p=814" target="_blank">Herr Playstar</a>.</p>
<p>Viel toller, als mit den Songs der <em>Orange Box</em> spielen zu können, ist aber die Möglichkeit, praktisch jeden eigenen Song, den man gerade auf dem Rechner hat, ohne weiteres in das Spiel einbinden zu können. Solange er nicht DRM-geschützt ist. Aber moment mal, Stop, Halt Halt Halt. Wozu sollte das überhaupt gut sein? Ist doch nichts neues. Konnte man doch schon bei diversen <em>EA</em>-Stylogeilo-Titeln. Vielleicht sollte ich erstmal das Spielprinzip erklären&#8230; Also gut: Ihr fliegt ein kleines, uhm, Raumschiff, das sich auf einer vorgegebenen Bahn bewegt, die aus insgesamt 5 Spuren besteht. Auf den mittleren dreien tauchen immer wieder verschiedenfarbige Klötzchen auf, die Ihr einsammeln und zu gleichfarbigen Clustern kombinieren müßt. Schafft Ihr es, dass mindestens 3 gleichfarbige Steinchen Eurer Sammlung aneinander angrenzen, lösen sie sich in Wohlgefallen &#8211; will meinen: Punkte &#8211; auf, die Eurem Konto gutgeschrieben werden. Das Ganze gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, mit diversen Extra-Optionen, wie der Möglichkeit Steine von einer Seite zur anderen zu schieben, einsammelbaren Bonussteinchen (Farben werden sortiert, alle gesammelten Steine bekommen die gleiche Farbe etc.) und unterschiedlich vielen verschiedenen Farben.</p>
<p>&#8220;Warme&#8221; Farbtöne geben besonders viele Punkte, &#8220;kalte&#8221; eher weniger, in Kombination werden letztere aber auch ordentlich was ab. Soweit, so schön. Das wirklich besondere an dem Ding ist aber: Die zu befahrenden/ befliegenden/ bereisenden/ abzudübelnden Strecken sind nicht vorgefertigt, sondern werden live aus dem von Euch ausgewählten Song generiert. Das geht soweit, dass Ihr einen Song mehrmals hintereinander spielen könnt, ohne jemals die gleiche Streckenanordnung wieder vorzufinden. Bestimmte Muster bleiben aber vorhanden. So wird jede Strecke vom Aufbau her an Takt und Geschwindigkeit des jeweiligen Songs angepasst. Mal gibt es extrem ruhige Passagen, in denen ihr die vereinzelt auftauchenden Steinchen mit links einsammelt, was Euch vom Schwierigkeitsgrad her höchstens ein müdes Arschrunzeln abringt, dann wieder geht es richtig zur Sache und Euch fliegen die Farben nur so um die Ohren. Da noch den Überblick und einen kühlen Kopf zu behalten, um die gesammelten Steinchen noch ordentlich sortiert zu bekommen, fällt selbst auf dem Casual-Level nicht immer ganz leicht.</p>
<p>Aber es macht so dermaßen viel Spaß, dass man sich überhaupt nicht mehr davon losreißen mag. Wenn bloß der Krampf im Handgelenk nicht wäre. Steuert man nämlich mit der Mouse, ist man deutlich agiler und wendiger unterwegs, aber irgendwie schlägt einem das ganz schön auf die Physis. Meine Finger verkrampfen sich in aller Regelmäßigkeit um den Nager, während ich wie gebannt auf den Monitor starre und verzweifelt versuche, die nächste ordentliche Kombo einzusammeln. Aber was ist schon das bißchen Schmerz gegen einen neuen Highscore?</p>
<p>Damit man nicht nur gegen sein Ego spielt, sondern sein Talent auch wirklich ordentlich messen kann, wird jedes Ergebnis mit einer globalen Rangliste verglichen, in die man sich, genügend Punkte vorausgesetzt, eintragen darf. Freundlicherweise wird das direkt vom Spiel übernommen, damit man sich gar nicht erst lange mit Rumtippen aufhalten muss, sondern direkt die nächste Punktejagd angehen kann. Was mich bei den Highscore-Listen am meisten fasziniert: Obwohl <em>Audiosurf</em> ja nun noch nicht soooo lange erhältlich ist, scheint es kaum noch einen Song zu geben, der noch nicht ausprobiert wurde. Hmm, da muss ich wohl mal abseitigeres Zeugs ausprobieren. Als nächstes also auf meiner Playlist: <a href="http://www.myspace.com/amandarogers" target="_blank"><em>Amanda Rogers</em></a>. Die dürfte doch nun wirklich kaum jemand kennen, der <em>Audiosurf</em> besitzt. Hoffe ich doch. Haha! Der Highscore wird meiner! Oder probiere ich mich doch lieber erstmal an diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Y3KiVpdwLWY" target="_blank">genialen <em>Portal</em>-Remix</a>, der momentan auf <em>Youtube</em> kursiert und den man sich praktischerweise direkt dort herunterladen kann.</p>
<p>So viele Songs zur Auswahl und so wenig Zeit. Ich sag&#8217;s Euch: <em>Audiosurf </em>macht echt süchtig! Und zwar in kürzester Zeit!!!!!!!11111einself!!!!!!</p>
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		<title>Symphonic Shades</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 19:48:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Das Eröffnungskonzert der Games Convention ist tot. Zwar gibt es so eine Art Ersatz, mit dem ursprünglichen Gedanken der Veranstaltung hat das aber wohl nicht mehr wirklich viel gemein. Und wer will schon gerne ein Symphonie-Orchester in einer sterilen Mehrzweckhalle hören? Was die Verantwortlichen da bloß geritten haben mag. War das Eröffnungskonzert doch auch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/01/huelsmaestro.jpg" alt="huelsmaestro.jpg" /></p>
<p>Das Eröffnungskonzert der <em>Games Convention</em> <a href="http://d-frag.de/blog/2008/01/03/groesse-ist-alles" target="_blank">ist tot</a>. Zwar gibt es so eine Art Ersatz, mit dem ursprünglichen Gedanken der Veranstaltung hat das aber wohl nicht mehr wirklich viel gemein. Und wer will schon gerne ein Symphonie-Orchester in einer sterilen Mehrzweckhalle hören? Was die Verantwortlichen da bloß geritten haben mag. War das Eröffnungskonzert doch auch ein formidables kulturelles Aushängeschild zur Eröffnung eines Events, das alljährlich nach wie vor von Stammtischen in der ganzen Republik mit fanatischem Argwohn beäugt wird. Jetzt gibt es als Ersatz also wohl ein mit viel Tamtam und Brimborium ausgeschmücktes Action-Orchester-Listening, das eben jene Stammtischrunden verzückt ihre Augenbrauen kraus ziehen läßt, mit den Worten auf den Lippen: &#8220;Ich habs doch gewußt. Diese verkommene Videospiel-Generation. Nichtmal anständige klassische Musik wissen die noch zu schätzen.&#8221; Traurig aber wahr, irgendwie muss man ihnen sogar beipflichten. Umso schöner deshalb, dass sich einer der musikalisch wohl mit dem größten Talent ausgestatteten Herren Videospiel-Soundtrack-Komponisten, namentlich <em>Chris Hülsbeck</em>, dazu entschieden hat, seine größten Werke &#8211; derer es da reichlich gibt &#8211; im <em>WDR-Funkhaus</em> am Kölner Wallraffplatz aufführen zu lassen. In einer der Musik angemessenen Umgebung in nicht allzu großem Rahmen. Kurze Zeit sah es schon so aus, als wären alle Karten dafür bereits restlos vergriffen, aber seit Samstag ist offenbar nochmal ein großes Kontingent nachgerutscht. Interessenten sollten sich beeilen, lange werden sich die Bestände beim Ticket-Anbieter wohl nicht mehr halten können. Zwei Karten der Preiskategorie 1 auf nebeneinander liegenden Plätzen waren jedenfall schon am Samstag nicht mehr zu bekommen. Alle Infos zur Veranstaltung gibt es bei <em><a href="http://www.vgmconcerts.com/main.php?lang=german" target="_blank">VGM-Concerts</a></em>, unter <em><a href="http://www.symphonicshades.com/" target="_blank">SymphonicShades.com</a></em> (sehr minimalistisch) und direkt auf der <a href="http://www.huelsbeck.com" target="_blank">Website des Maestros</a>. | <em>&#8220;Symphonic Shades &#8211; Hülsbeck in Concert&#8221;. Samstag, 23. August 2008, Funkhaus Wallraffplatz, Köln</em>.</p>
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		<title>Jetzt haben sie mich doch noch drangekriegt</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 08:51:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Ich hab&#8217;s doch noch getan. Endlich. Oder eher doch schon. Gefragt, ob ich es sollte, hab ich mich ja schon vor längerem. Letzte Woche hab ich dann endlich zugeschlagen. Eigentlich keinen Monat zu früh. Die Rede ist von meinem neuen iPod. Genauer gesagt, meinem neuen iPod Classic. Den gibts ja nun seit wenigen Wochen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2007/10/ipodcommercial2.jpg" alt="ipodcommercial2.jpg" /></p>
<p>Ich hab&#8217;s doch noch getan. Endlich. Oder eher doch schon. Gefragt, ob ich es sollte, hab ich mich ja schon <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=414" target="_blank">vor längerem</a>. Letzte Woche hab ich dann endlich zugeschlagen. Eigentlich keinen Monat zu früh. Die Rede ist von meinem neuen <em>iPod</em>. Genauer gesagt, meinem neuen <em>iPod Classic</em>. Den gibts ja nun seit wenigen Wochen und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir mächtig in den Hintern gebissen hätte, wenn ich mir ihn damals bereits statt des <em>Nintendo DS</em> bestellt hätte.  Mittlerweile gibs nämlich <em>80GB</em> zum alten Preis. Also bekommt man beim Kauf des kleinen Standard-Modells praktisch 50GB geschenkt. Eigentlich hatte ich auch immer gedacht, die 80er-Version sowieso niemals vollzubekommen. Aber wenn ich mir das so anschaue: bislang ist gerade mal ein Bruchteil meiner Musiksammlung auf dem Gerät gelandet und die ersten 10 GB sind schon wieder belegt. Könnte also doch noch eng werden. Bestellt hab ich ürigens direkt über den <em>Apple-Store</em>. Kostet nicht mehr als bei <em>Amazon</em>, man erhält eine zweizeilige (Text-)Gravur nach Wunsch und der Versand per <em>UPS</em> ist ebenfalls schon inklusive. Beim Versand jedoch hat mich allerdings das gleiche Schicksal ereilt, wie bei anscheinend allem, was ich momentan bestelle: Es hat sich hingezogen. <span id="more-591"></span></p>
<p>Weil ich nicht zuhause war und der <em>UPS</em>-Mann zu blöd bei den Nachbarn zu klingeln. Also Firmenadresse angegeben. Hat er dann nicht gefunden. Also nach einer Woche persönlich zum UPS-Lager. Muss das Paket erstmal gesucht werden, weils mit der falschen Ident-Nummer versehen ist. Herrschaftszeiten. Für die Preise hätte ich etwas mehr Service und Organisationstalent erwartet. Aber gut, Versandkosten waren ja wenigstens inbegriffen.</p>
<p>Zuhause dann erstmal versucht, einen kleinen Teil der Musiksammlung schonmal anständig in <em>iTunes</em> zu sortieren. Klappt erstaunlich gut. Hätte ich früher schonmal machen sollen. Problematisch kanns nur schonmal werden, wenn die Dateien nicht von Anfang an richtig getaggt sind. Dann bekommt man im <em>Cover Flow</em> auch gerne 5mal das gleiche Cover für ein und das selbe Album angezeigt&#8230; nur weil bei einzelnen Songs irgendwo ein Buchstabe fehlt, oder so. Wenn man es denn aber schafft, alle Tags richtig zu bearbeiten, funktioniert auch der <em>Cover-Flow</em> einwandfrei ohne doppelte Bildchen. Bis auf gelegentliche Ausfälle. Etwa, als ich gestern verzweifelt versucht habe, aus den zwei angezeigten Covershots von <a href="http://www.amazon.de/Blackened-Sky-Biffy-Clyro/dp/B00005UMPB/ref=pd_bbs_sr_3/303-1859965-4097031?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1192006155&amp;sr=8-3" target="_blank"><em>Biffy Clyro&#8217;s &#8216;Blackened Sky&#8217;</em></a> durch taggen ein einzelnes zu erschaffen. Seitdem sinds plötzlich 4. Klappt doch schonmal ganz hervorragend. Was auch noch ein wenig nervt ist, dass bei nicht korrekt getaggten Songs auch die entsprechenden Ordner von <em>iTunes</em> schonmal einfach so umbenannt und verschoben werden. Da kann man dann schonmal eine Weile suchen, um das gewünschte Album im <em>Windows-Explorer</em> wiederzufinden. Zumindest, wenn mann <em>iTunes</em> die Ordner selbst verwalten läßt. Was aber schon Sinn macht.</p>
<p>Super dagegen gefällt mir mittlerweile die Funktion zum <em>Synchronisieren</em> des iPods. Ich muss nicht lange rumschauen, welche Alben nun schon drauf sind, muss mich nicht durch ganze Ordnerstrukturen klicken und alles von Hand rüberziehen, sondern schließe den kleinen Kasten einfach an und <em>iTunes</em> erledigt den Rest ganz von selbst. Bietet mir sogar an, Songs, die vielleicht auf dem <em>iPod</em>, nicht aber auf dem Rechner vorhanden sind, im gleichen Schritt noch auf meine Festplatte zu ziehen. Einfacher gehts kaum noch. Wenn es denn mal richtig funktioniert&#8230; Seit gestern macht <em>Apples</em> kleiner Player bei mir nämlich schon seine ersten Mucken. Seitdem wirft mein Rechner den iPod nämlich immer sofort wieder aus, ohne dass dieser überhaupt eine Möglichkeit hat, zu synchronisieren. Nichtmal angezeigt wird er dann in iTunes, wodurch man nichtmal auf die entsprechenden iPod-Einstellungen des Programms zugreifen kann. Das geht nämlich ärgerlicherweise nur bei korrekt angeschlossenem Player. Nach langem Rumgesuche scheint es dann ausgerechnet das Kabel zu sein, dass meiner Meinung nach <em>trotz Arretierung</em> etwas wacklig in seiner Buchse steckt. Also den iPod in die Hand genommen, Kabel festgehalten und nach ungefähr 5 Fehlversuchen, in denen das Kabel einen hundertstel Millimeter gewackelt haben könnte, endlich erfolgreich.</p>
<p>Vielleicht liegts aber auch an der neu eingespielten Software. Die hat <em>Apple</em> vorgestern von <em>Version 1.0.1.</em> auf <em>1.0.2</em> .upgedatet und seitdem hatte ich meinen Player nicht mehr eingestöpselt. Der <em>Apple-Support</em> hat mir jedenfalls erstmal geraten, zunächst den Player zu resetten. Leider hab ich jetzt grad das Kabel nicht zu Hand um auszuprobieren, ob es daran lag.</p>
<p>Zuletzt noch ein Wort zu den mitgelieferten Kopfhörern: Vergesst sie! Ganz schnell! Meiner Meinung nach taugen die höchstens dazu herauszufinden, ob nach dem ersten Aufspielen überhaupt Musik aus dem <em>iPod</em> kommt. Danach sollte man sich ganz schnell nach besseren Alternativen umsehen. Zum Beispiel nach den <a href="http://www.amazon.de/Razer-RP04-00020101-R1M1-Solutions-ProTone-Kopfh%C3%B6rer/dp/B000JXHDGW/ref=pd_bbs_sr_1/303-1859965-4097031?ie=UTF8&amp;s=ce-de&amp;qid=1192005841&amp;sr=8-1" target="_blank"><em>Protone m100 In-Ear-Stöpseln von Razer</em></a>. Die bieten knackigen Klag ohne Rauschen und, richtig eingesetzt, sehr viel sattere Bässe, als normale Ohrspöpsel jemals erreichen könnten. Dafür braucht man jedoch eine Weile, um sich umzugewöhnen. Fühlt sich am Anfang ja doch ein klein wenig unangenehm an, sich die Dinger in den Gehörgang zu jagen. Mit ordentlichen Kopfhörern kann man sich dann wenigstens auch den Großteil der <em>Equalizer-Presets</em> des iPods sparen,von denen mindestens die Hälfte leider dazu führt, dass der Sound gerade in den Mitteltönen und höheren Lagen unangenehm zu knarzen anfängt.</p>
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		<title>Neues von der Sound-Legende</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 20:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flashback]]></category>
		<category><![CDATA[Music]]></category>

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Gut zehn Jahre ist es her, dass sich &#8216;Soundmagier&#8217; (wer hat ihm eigentlich diesen schlimmen Titel verpasst) Chris Hülsbeck mit einer eigenen CD der Öffentlichkeit präsentierte. Zehn Jahre, in denen nicht sonderlich viel von dem sowieso eher medienscheuen Komponisten und Arrangeur zu hören war. Statt, wie damals in den frühen Neunzigern, seine bekanntesten und beliebtesten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2007/08/huelsbecknumber9.jpg" alt="huelsbecknumber9.jpg" /></p>
<p>Gut zehn Jahre ist es her, dass sich &#8216;Soundmagier&#8217; (wer hat ihm eigentlich diesen schlimmen Titel verpasst) <em>Chris Hülsbeck</em> mit einer eigenen CD der Öffentlichkeit präsentierte. Zehn Jahre, in denen nicht sonderlich viel von dem sowieso eher medienscheuen Komponisten und Arrangeur zu hören war. Statt, wie damals in den frühen Neunzigern, seine bekanntesten und beliebtesten Stücke auf Albumlänge neu einzuspielen und abzumischen, schien er sich lieber viel voll und ganz seinen spielerischen Projekten zu widmen. Oder an diversen, leider allerhöchstens drittklassigen, Danceprojekten zu schrauben. Nicht zu vergessen seine vereinzelten Beiträge zu den beiden bislang erschienenen Teile der <em><a href="http://www.merregnon.com/" target="_blank">Merregnon Soundtrack</a>-Trilogie</em>. Nun aber, pünktlich zur <em><a href="http://www.gc-germany.com" target="_blank">Games Convention</a></em>, erscheint sein neues Opus. Darauf sollen weder bekannte Spiele-Sounds, noch irgendwelches Eurobeat-Geschrömmel zu finden sein, sondern durchweg neue, eigenständige Kompositionen der elektronischen Art. Wie immer vertrieben über sein eigenes Label <a href="http://www.synsoniq.de/index.php" target="_blank"><em>synSONIQ</em></a>, dass sich im Laufe der letzten Jahre zu einer wahren Schatztruhe für Gamer und Musikliebhaber entwickelt hat, die auf der Suche nach dem Soundtrack ihrer Lieblingsgames sind.<span id="more-536"></span></p>
<p>Wer nach den letzten Aufführungen seiner Musik bei den bisherigen Eröffnungskonzerten der<em> GC</em>, oder wie zuletzt beim <em>Merregnon</em>-Projekt, auf Hülsbecks neuem Album satte Streicher-Einlagen und großes Orchester-Brimborium erwartet, wird beim Hören des schlicht <em><a href="http://www.synsoniq.de/productdetails.php?pid=600" target="_blank">Number Nine</a></em> betitelten Werkes wohl ziemlich enttäuscht werden. Geboten werden ausschließlich Elektroklänge. Was aber nicht schlecht sein muss. Schließlich hat das bei seinen alten Werken auch ohne weiteres funktioniert. Einziges Manko: Nutzt man die Gelegenheit, sich bei <em>4Players</em> mit einem <a href="http://www.4players.de/4players.php/gadgets_cd/Allgemein/Huelsbeck.html" target="_blank">kompletten Song als Hörprobe</a> zu berieseln, wird relativ schnell klar, dass der Sound leider auch immer noch so klingt wie etwa zu <em><a href="http://www.synsoniq.de/productdetails.php?pid=1&amp;searchtext=h%FClsbeck" target="_blank">Shades</a></em>- oder <em><a href="http://www.synsoniq.de/productdetails.php?pid=6&amp;searchtext=h%FClsbeck" target="_blank">Rainbows</a></em>-Zeiten. Altbacken synthie-like halt. Fast ein bisschen so, als würde er immer noch auf den gleichen alten Geräten herumklimpern wie damals. Dabei kann elektronische Musik heute doch soviel moderner klingen. Selbst William Orbits mittlerweile auch mächtig in die Jahre gekommenes <em>Pieces in an modern Style</em> klingt dagegen fast frisch. Hülsbeck indes scheint diesen Sound umso mehr zu mögen, konnte er es doch nichtmal lassen, selbst im eigentlich rein orchestralen <em>Merregnon 2</em>-Sountrack einige wirklich deplaziert wirkende Konserven-Sounds einzubauen. Nichts desto trotz ist <em>Noise of Lights</em> einer der schönsten Titel des Albums.</p>
<p>Und trotzdem alldem höre ich mir seine Musik auch heute noch immer wieder gerne an. Gerade die alten Werke. Trotz all der quietschenden Synthie-Klänge from Hell schaffen es die zeitlosen Melodien etwa des <a href="http://www.synsoniq.de/productdetails.php?pid=2&amp;searchtext=apidya" target="_blank"><em>Apidya</em></a>-Soundtracks nach wie vor, ein angenehmes Gänsehautgefühl zu produzieren. Großartige Melodien wie das <em>Turrican</em>-Medley oder der <em>Tower of Babel</em> (beide <em>Shades</em>), das <em>Apidya Theme</em> oder <em>War at Meadow&#8217;s Edge</em> (beide <em>Apidya</em> Soundtrack), wie dieser eine, wahnsinnig ergreifende Piano-Part mitten im ansonsten treibenden <a href="http://www.garageband.com/song?|pe1|S8LTM0LdsaSnZVayY28" target="_blank"><em>Atlantis</em></a> oder das orchestrale-geniale und mindestens Wagner-ebenbürtigen <a href="http://www.garageband.com/mp3player?|pe1|S8LTM0LdsaSnZVayYmw" target="_blank"><em>Romance</em> </a>von <a href="http://www.synsoniq.de/productdetails.php?pid=4&amp;searchtext=to%20be%20on%20top" target="_blank"><em>To be on Top</em></a>, das &#8216;Hörspiel&#8217; des <a href="http://www.synsoniq.de/productdetails.php?pid=5&amp;searchtext=turrican" target="_blank"><em>Turrican Soundtracks</em></a> oder Songs wie das <em>Jim Power Theme</em> oder das <em>Giana Sisters-Medley </em>auf <em>Rainbows</em> &#8211; um nur einige wenige zu nennen. Leider schafft es Chris Hülsbeck auch auf diesen Klassikern von Tonträgern immer wieder, seine Hörer völlig aus dem endgültigen Versinken in seiner Musik herauszureißen. Womit? Mit den größtenteils einfach nur nervigen Eurobeat-Experimenten der übelsten Sorte. Chris scheint nämlich in den Neunziger ein wahrhaft glühender Verehrer dieser zurecht nur noch sporadisch auftauchenden Musikform gewesen zu sein.</p>
<p>Fing das Ganze auf <em>Shades</em> noch recht harmlos mit dem sogar sehr witzigen Rap-Song <em>Addicted to these Games</em> oder der am damaligen Dancefloor-Killer <em>James Brown is dead</em> angelehnten <em>Techno Party</em> des Apidya-Soundtracks an, wurde es im Laufe der Jahre schlimmer und schlimmer. Bis er scheinbar glaubte, ebenfalls ganz groß im Musicbiz rauskommen zu müssen. Die Folge waren solche heute nur noch unter sehr viel Schmerzen hörbare Auswüchse wie das grottige <em>Final Frontier</em>, wie <em>How do ya Feel</em> (dem als Ausgleich wenigstens das bezaubernde Piano/Streicher-Stück On Stage folgt), das 70ies-inspirierte <em>Love x2</em>  und Machwerke wie das sogar Radio-Play erhaltene <em>Easy Life</em>, das Latino-angehauchte <em>El Ritmo</em>, bei dem nur noch Verona Feldbusch an den Vocals fehlte, oder das ebenso unerträgliche <em>Yo! Rock the House</em>. Damit möglichst viele soundversierte Anhänger seiner Musik seinem Beispiel folgen konnten, gab es auf <em>Rainbows</em> und den Folgewerken &#8211; die ich mir allesamt lieber nicht mehr zugelegt habe, denn auch gleich noch Soundsamples aus seiner Datenbank, damit sich jeder seine eigenen Dancefloor-Kracher daraus basteln konnte.</p>
<p>Aber ach, all das hat mich nicht davon abgehalten, diese CDs auch weiterhin zu hören. Denn immerhin gibt es ja die komfortable Möglichkeit, solchen Schund einfach wegzuskippen und sich den angenehmen Seiten des Hülsbeckschen Schaffens zu widmen. Und dass während so einer langen Karriere nicht immer alles qualitativ obenauf sein kann, ist genau so klar. Also wer weiß. Vielleicht wird <em>Number Nine</em> tatsächlich das erste Hülsbeck-Album seit 13 Jahre, dass ich mir wieder kaufe. So oder so kann ich nur jedem, der das bisher noch nicht getan hat, sich eingehender mit seinem Schaffen zu beschäftigen. Erste Anlaufstelle für Fans dürfte dabei seine eigene Website sein. Eine ganze Reihe an Hörbeispielen gibt es unter anderem <a href="http://www.electronicscene.com/huelsbeck" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.soundclick.com/pro/?BandID=110965" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.garageband.com/artist/huelsbeck" target="_blank">hier</a>. Also los! Es lohnt sich in jedem Fall!</p>
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		<title>Altherren-Action à la Carte</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 16:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nochmal ein kleiner Blick über den spielerischen Tellerrand hin zum Musicbiz. Oder genauer gesagt: Hell yeah, ich war gestern beim Stones-Konzert. Und soviel gleich vorweg: Schön wars. Wahrscheinlich wird sich jetzt alle Welt denken &#8216;Oh Gott, die alten Säcke, die will doch keine Sau mehr sehen. Brauch kein Mensch&#8217;. Mag für manchen stimmen. Für mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal ein kleiner Blick über den spielerischen Tellerrand hin zum Musicbiz. Oder genauer gesagt: Hell yeah, ich war gestern beim <em>Stones-Konzert</em>. Und soviel gleich vorweg: Schön wars. Wahrscheinlich wird sich jetzt alle Welt denken &#8216;Oh Gott, die alten Säcke, die will doch keine Sau mehr sehen. Brauch kein Mensch&#8217;. Mag für manchen stimmen. Für mich nicht. Ich hab sich vorher noch nie live gesehen und deshalb die Möglichkeit, sie vor ihrem bestimmt innerhalb der nächsten 20 Jahre anstehenden Dahinscheiden noch schnell zu sehen, gerne wahrgenommen. Einziger Wehrmutstropfen an der Sache: Das Konzert fand in der <em>LTU-Arena</em> zu <em>Düsseldorf</em> statt. Welche mit Sicherheit für alles mögliche berühmt ist &#8211; für ihren guten Sound aber mit Sicherheit nicht. Ganz im Gegenteil. Was sich schon bei <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=138">Madonna</a> damals abgezeichnet hat, fand gestern Abend traurige Bestätigung. Musik klingt in der Halle ungefähr so, als würde eine drittklassige Rumpelpunk-Kapelle in einem riesigen Blecheimer auf Ölfässern Polka spielen. Statt aber nun zu versuchen, dem Dilemma der schlechten Akustik durch filigranes Soundmischertum entgegenzuwirken (es gehen Legenden, dass dem Tonmann von <em>Genesis</em> tatsächlich das Wunder eines ordentlichen Klanges geglückt sein soll), rotzt der Typ am FOH den Rängen in Nähe der Delay-Boxen lieber ein volles Pfund kreischender Höhen entgegen. <span id="more-530"></span></p>
<p>Nach ungefähr 3 Songs konnte ich mich entsprechend nicht des Eindrucks erwehren, meine Hirnmasse wolle mir als blutiger Klumpen zu den Ohren heraussickern. Also erstmal Tempo in den Gehörgang. Danach wirds dann immerhin annehmbar und man erkennt sogar, welche Songs einem da entgegenschallen. Wenngleich nicht immer sofort bei den ersten Akkorden.</p>
<p>Die Show dagegen überzeugt auf ganzer Länge. Allein die Bühne ist wieder einmal absolut gigantoman. Sieht zwar auf den ersten Blick bei Tageslicht noch etwas unscheinbar aus (aber riiiieesig), entfaltet aber spätestens bei anbrechender Dunkelheit ihr volles Potential in Form von haushohen Videoprojektionen, Lightshow bis der Arzt schon wieder geht, Feuerwerk und Pyroshow, sowie einem beweglichen Mittelteil, der im späteren Verlauf der Show mal eben so komplett Richtung Zuschauerränge gefahren wird. Wo die Herrschaften Jagger, Richards und Co. dann ein beinahe schon intimes Clubkonzert im Konzert geben. Nur eben vor 30.000 Leuten oder so. A propos Zuschauer: Obwohl die Bühne quer in der Halle stand, was allein schon wegen ihrer beiden Ausleger links und rechts bitter nötig war und wodurch die Hälfte der möglichen Kapazität mal eben wegfiel, war das Konzert bei weitem nicht ausverkauft.</p>
<p>Und die <em>Stones </em>selbst? Spielten eine schöne Mischung aus Klassikern, nicht ohne auch einige vielleicht weniger bekannte Songs darzubieten. Trotzdem durften Hits wie<em> Paint it Black, Start me up, Brown Sugar</em> und  <em>Sympathy for the Devil</em> (um nur einige wenige zu nennen) natürlich nicht fehlen. Dabei absolvierte vor allem Frontsau <em>Jagger</em> ein nach wie vor unglaubliches Laufpensum auf der Bühne, indem er stetig von einer Seite zu anderen (100-150 Meter) eilte. In Anbetracht seines doch ganz schön fortgeschrittenen Alters mehr als beachtlich. Dafür wurde dann eben häufiger mal das Shirt gewechselt. <em>Keith Richards</em> glänzte vor allem mit seinem recht eigenen, um nicht zu sagen teilweise einfach nur schrägem Gesang und seinem ansonsten gewohnt lässigen Gitarrenspiel, wobei ihn der Rest der Band sehr solide unterstützte. Was will man auch anders erwarten, die Jungs sind seit Äonen aufeinander eingestimmt.  Wobei: die zwischendurch eingesprengselten Improvisationen klangen teilweise doch recht schräg. Aber irgendwie passte doch immer alles zusammen. Alles in allem also ein rundes Erlebnis mit großer Musik und fast noch größerer Show. Nicht mehr und nicht weniger als ich erwartet hatte.</p>
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		<title>Zwischen umwerfend und belanglos</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Aug 2007 14:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>

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Angeregt durch Arkions Artikel zur Musik aus Final Fantasy X-2 kam auch ich dazu, mir mal ein klein wenig Gedanken um die Kompositionen aus einer der größten Videospiel-Serien überhaupt zu machen. Irgendwie schwärmt ja immer alle Welt von der unfassbar tollen Musik der Reihe. Tatsächlich aber fällt mir spontan &#8211; außer der immer gleichen Einleitungs-Tonfolge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2007/08/finalfantasy8.jpg" alt="finalfantasy8.jpg" /></p>
<p>Angeregt durch <a href="http://www.arkion.de/?p=519" target="_blank">Arkions Artikel</a> zur Musik aus <em>Final Fantasy X-2</em> kam auch ich dazu, mir mal ein klein wenig Gedanken um die Kompositionen aus einer der größten Videospiel-Serien überhaupt zu machen. Irgendwie schwärmt ja immer alle Welt von der unfassbar tollen Musik der Reihe. Tatsächlich aber fällt mir spontan &#8211; außer der immer gleichen Einleitungs-Tonfolge bei Kämpfen &#8211; keine einzige Melodie ein, die ich vor mich hin summen könnte. Tatsächlich ist mir die Musik von <em>FF</em> immer viel zu gefällig gewesen, zu sehr im Hintergrund, zu sehr Fahrstuhl also, wenn man so will. Im Grunde genommen stellt die FF-Musik genau das dar, was die Musik im Fahrstuhl oder beim Edeka um die Ecke auch ist: <em>Muzak</em>. Leichte, stets präsente, aber nur unterbewußt wahrnehmbare Tonfolgen, die das eigene Wohlgefühl steigern und so zum Kauf anregen sollen &#8211; bzw. bei <em>Final Fantasy</em> zum Weiterspielen und Hineinversetzen in die Welt. Aber während der Effekt im Supermarkt zumindest bei mir vollkommen ausbleibt, gelingt es der Titeln des Final Fantasy-Universums tatsächlich ganz ausgezeichnet, ein stets unterschwellig präsentes Gefühl des Wohlbehagens und Aufgehens in der Spielwelt zu erzeugen und Emotionen in uns zu wecken, mit den Hauptcharakteren mitzufühlen, uns mit ihnen zu freuen, aber auch mit ihnen zu leiden. Was wäre allein die <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=127">Sequenz um den Tod von Aeris</a> im siebten Final Fantasy ohne seine musikalische Untermalung? Oder<a href="http://youtube.com/watch?v=OlfH3r780So" target="_blank"> dieser Moment im Ballsaal</a>, wenn im achten Teil <em>Squall Leonhart</em> von seiner Herzensdame in Spe zum Tanzen aufgefordert wird. Nach wie vor einer der schönsten, wenn nicht sogar <em>der schönste</em> Videospielmoment der Geschichte. Da fällt mir ein: hatte ich gesagt, dass bei mir praktisch keine einzige Melodie von Final Fantasy hängengeblieben ist? Stimmt nicht ganz, denn die Musik eben jener Tanzszene ist tatsächlich eine Komposition, so wunderbar schön wie einfach, dass sie sich einfach in meine Gehirnwindungen fressen musste.</p>
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		<title>Kleine Rheinkultur-Nachlese</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2007/07/08/kleine-rheinkultur-nachlese/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Jul 2007 16:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Problem von großen Festivals ist ja leider folgendes: irgendwann sind sie einfach zu groß. Sie fangen klein, sehr klein an, da interessiert sich noch kaum eine Sau dafür, aber Hauptsache die Veranstalter haben Spaß. Nach zehn bis fünfzehn Jahren sind sie dann schon so groß, dass sie zum Einen ein wirklich gutes Lineup präsentieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem von großen Festivals ist ja leider folgendes: irgendwann sind sie einfach <em>zu</em> groß. Sie fangen klein, sehr klein an, da interessiert sich noch kaum eine Sau dafür, aber Hauptsache die Veranstalter haben Spaß. Nach zehn bis fünfzehn Jahren sind sie dann schon so groß, dass sie zum Einen ein wirklich gutes Lineup präsentieren können und zum Anderen dadurch bereits Menschen aus dem ganzen Lande anlocken. So, wie ein gutes Festival halt sein muss. Im Falle der Bonner <a href="http://www.rheinkultur-festival.de" target="_blank"><em>Rheinkultur</em></a> bedeutet das dann, dass  innerhalb der wunderschönen Rheinauen sich dem geneigten Zuschauer ein weitläufiges Areal präsentiert, über das er flanieren kann, sich zwischendurch mal wahlweise ordentlich von Punkrock oder Freejazz die Ohren durchpusten lassen kann, aber auch mehr als genügend Rückzugsmöglichkeiten zum einfach mal gemütlich in der Gegend Herumsitzen findet. Was der Zuschauer mit nach Hause nimmt, ist das beglückende Gefühl, einfach ein schönes Festival erlebt zu haben. Das war so zwischen 1997 und etwa dem vorletzten Jahr. <span id="more-497"></span></p>
<p>Dann aber geht es mit Riesenschritten auf das 25jährige Jubiläum zu und so langsam wird alles anders. Immer mehr und mehr Zuschauermassen wälzen sich in Richtung des nach wie vor kostenlosen Festivals, von dem saftigen Grün der Rheinauen ist immer weniger zu sehen, dafür bedeckt mehr und mehr Müll die Wiesen. Und wo man hinschaut sieht man praktisch nur noch eines: riesige Menschenmassen. Fanden sich etwa 1997 noch gerade einmal 100.000 Zuschauer im gesamten Verlauf des Tages ein, standen gestern allein schon fast so viele Menschen, nämlich 80.000, vor der Hauptbühne, als die die <em>Fantastischen Vier</em> dort auftraten. Von großartigen Rückzugsflächen kann kaum noch die Rede sein. Entsprechend entsteht im Laufe des Tages auch immer mehr der Eindruck, dass sich auch auf der allgemeinen Stimmung viel mehr Gereiztheit niederschlägt, als das in den vielen Jahren davor der Fall war. Das allergrößte Problem bei einem kostenlosen Festival dieser Größe ist nämlich leider&#8230; seine Kostenlosigkeit. Klingt paradox? Ist es eigentlich gar nicht. Die <em>Rheinkultur</em> ist nämlich aus einem einzigen Grund in der Lage, nach wie vor keinen einzigen Cent Eintritt nehmen zu müssen: Finanzstarke Sponsoren aus der Getränkeindustrie. Die pflastern im Gegenzug einfach das gesamte Festivalgelände mit eigenen Verkaufsständen, verlangen Preise dezent über dem Durchschnitt und machen so doch noch einen Heidenreibach. Damit das möglich ist, dürfen Zuschauer dann halt keine eigenen Getränke (außer Wasser im Tetra-Pack) mit aufs Gelände nehmen und sind deshalb zwecks Innenraumbefeuchtung auf den leicht überteuerten Ausschank der Sponsoren angewiesen.</p>
<p>Nun kann man bloß leider ja nicht immer mehr und mehr Getränkewagen auf die Rheinauen zerren, wenn immer mehr und mehr Zuschauer kommen. Wäre ja bestimmt auch zuviel verlangt. Außerdem nehmen die ja wiederum viel zuviel Platz weg. Die Folge sind ab Mittag endlos lange Schlangen vor den Bierwagen, in denen man locker eine halbe Stunde ansteht, weil das Personal nämlich völlig überfordert ist, einen Tunnelblick entwickelt und nur noch den halben Meter Verkaufsfläche direkt vor der eigenen Nase bedient. Der Rest der Kundschaft steht dann um den Wagen rum und entwickelt langsam ein enormes Frustpotential. Das sich dann irgendwann auch gerne mal entlädt. Pöbeleien, fliegende Becher und heftige Wortgefechte zwischen Wirt und Kunde sind dann eher die Regel als die Ausnahme. Zumal man in der Zeit natürlich auch nicht das mitbekommt, weswegen man eigentlich hergekommen ist: die Bands.</p>
<p>Deren Sound hat übrigens ebenfalls mit den großen Menschenmassen zu kämpfen. Steht man nämlich auch nur annähernd in Bühnennähe, wird der Ton so so sehr von der Menschenmenge zerstreut, gefressen und gedämpft, dass man &#8211; überspitzt gesagt -  teilweise nichtmal mehr erkennt, wer da eigentlich gerade spielt. Hält man sich beispielsweise bei den Fantas in Nähe des <em>FOH</em> auf, kommt man nichtmal annähernd in einen anständigen Hörgenuss. Dem Mischermann, der 4 Meter höher auf seinem Podest thront, wird es da schon anders gehen, der gemeine Hörer jedoch hat keine Freude. Bewegt man sich allerdings in Richtung der Hügel oder zu den Fressständen gegenüber der Bühne, klingts plötzlich gleich wieder viel besser. Das führt dann schließlich dazu, dass man sich doch lieber nochmal einen völlig überteuerten Döner kauft um sich gemütlich irgendwo in die Hügel zu hocken um aus der Entfernung dem Treiben zuzusehen. Dann mischt sich zwar gerne schonmal das Gerumpele von <em>Sick of it All</em> mit dem Sound der Hauptbühne, ist aber bei weitem entspannter als irgendwo da hinten in dem unglaublichen Geschiebe zu stehen. Gut, soll ja Leute geben, denen sowas gefällt. Mir nicht. Warum ich trotzdem auf Festivals gehe? Hmm&#8230;. keine Ahnung. Sitzt man nun aber so weit von der Bühne weg, sieht man aber auch nix&#8230; außer der Bühne selbst. Da könnte man sich auch genauso gut gleich eine CD einlegen. Liebe Veranstalter: Wer über viele Jahre immer über 100.000 Zuschauer versammelt und zu seinem Jubliäum sogar die Rekordzahl von 200.000 Leuten zusammen bekommt, dem sollte doch vielleicht doch irgendwann mal die Idee kommen, zumindest noch ein paar große Leinwände in die Sidewings zu hängen, oder?</p>
<p>Naja, egal. Die Acts an sich waren trotzdem cool. Gehört hab ich unter anderem (größtenteils aus der Ferne) <em>die Lambchop</em> (schön), <em>Peter Pan Speedrock</em> (Vollgrütze), <em>Fire in the Attic</em> (coole Band, aber hatten leider den mit Abstand miesesten Sound), ein paar Fetzen <em>Madsen</em> (live immer noch gut), die <em>Donots</em> (Party on, Wayne!) und eben die <em>Fantastischen Vier</em>. Schade, ausgerechnet die tollen Mother Tongue hab ich dann doch irgendwie verpasst. Genau so wie die &#8211; gerade live &#8211; einfach großartigen Pale. Aber dafür waren wir einfach zu spät da. Gut, dann halt beim nächsten Mal&#8230; irgendwo in einem kleinen Club. Rheinkultur 2008? Gerne auch wieder etwas kleiner</p>
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