<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>end of level boss &#187; Movies</title>
	<atom:link href="http://www.endoflevelboss.de/artikel/media/movies/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.endoflevelboss.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 21 Dec 2011 12:09:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Space &#8211; the final frontier</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2009/05/24/space-the-final-frontier/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2009/05/24/space-the-final-frontier/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 May 2009 17:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>
		<category><![CDATA[Enterprise]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kirk]]></category>
		<category><![CDATA[Reboot]]></category>
		<category><![CDATA[Spock]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=1934</guid>
		<description><![CDATA[
Ein paar ungeordnete Gedanken zum neuen Star Trek Film, die irgendwie raus müssen, ohne dass ich dabei groß auf die Story eingehen möchte. Story und Star Trek, das war immer schon irgendwie eine Wissenschaft für sich. Die Plots der alten Serien und Filme konnte man lieben, musste man aber nicht. Das eigentlich faszinierende für ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1935" title="startrek" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2009/05/startrek.jpg" alt="startrek" width="650" height="120" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar ungeordnete Gedanken zum neuen <strong>Star Trek </strong>Film, die irgendwie raus müssen, ohne dass ich dabei groß auf die Story eingehen möchte. Story und <strong>Star Trek,</strong> das war immer schon irgendwie eine Wissenschaft für sich. Die Plots der alten Serien und Filme konnte man lieben, musste man aber nicht. Das eigentlich faszinierende für mich waren eigentlich immer mehr die Figuren, das ganz eigene Universum, das mit jeder neuen Folge geschaffen, gepflegt und vorangetrieben wurde. So auch im neuesten Streifen. Wir erleben wieder einmal etwas, das nun seit einigen Jahren im Kino immer häufiger vorzufinden ist und auf Neudeutsch so gerne mit dem schönen Begriff &#8220;<em>Reboot</em>&#8221; bezeichnet wird: das komplette Umkrempeln einer etablierten, aber irgendwie nicht mehr so richtig zünden wollenden Marke, meist einhergehend mit der gleichzeitigen Rückkehr &#8220;zu den Wurzeln&#8221;, also dorthin, wo Charaktere und Story gemeinhin ihren Ursprung fanden. Erstaunlicherweise schafft gerade dies eine enorme erzählerische Freiheit und die Autoren laufen nicht so richtig Gefahr, bestehende Storylines völlig über den Haufen zu werfen, sondern sind im Gegenteil eher in der Lage, die Basis für bereits Gesehenes schaffen zu können. Klingt paradox, ist es auch, funktioniert aber einwandfrei, weil nämlich die Original-Filme sich in der Regel gar nicht erst mit großem Vorgeplänkel aufgehalten haben, sondern mittendrin eingestiegen sind und viele Begebenheiten als gegeben vorausgesetzt haben. Natürlich waren <em>Kirk, Spock und Co</em>. bei ihrem Seriendebüt bereits ein mehr oder minder miteinander vertrautes Team, bei ihrem Abdanken viele Jahre später definitiv ein eingeschworener Zirkel. Bloß wie das alles angefangen hat &#8211; das wusste bis dato niemand so recht.<span id="more-1934"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Entsprechend scheint es nur logisch zu sein, dass<em> Lost</em>-Mastermind <strong>J.J. Abrams</strong> sich für seinen Reboot ausgerechnet die Anfänge der <em>Star Trek</em>-Crew ausgesucht hat. Alles andere sähe auch irgendwie komisch aus. Diese Crew nun also muss sich ausgerechnet gegen ein wahres Urgestein unter den Schauspiel-Ensembles dieser Welt behaupten. Von <em>Walter Matthau</em> und <em>Jack Lemmon</em> mal abgesehen dürfte es sich wohl kein Charakter-Gespann länger und konsequenter in einer eigenen Nische im Kino bequem gemacht haben als die alten Säcke um <em>William Shatner</em> und <em>Leonard Nimoy</em>. Das barg für das Cast natürlich die Gefahr, ein für alle Mal auf eine einzige Rolle festgelegt zu werden &#8211; und so war es in den meisten Fällen ja dann auch. Shatner musste erst ein alter Mann werden, um nochmal ernsthaft in anderen Rollen unterzukommen, einen Großteil der Ur-Enterprise-Crew hat praktisch niemals jemand außerhalb des Raumschiffs zu Gesicht bekommen und <em>Leonard Nimoy</em> hat sein Aufgehen in dieser einen Rolle sogleich zum Anlass genommen, seine eigene Auto-Biographie augenzwinkernd &#8220;<strong>I am Spock</strong>&#8221; zu nennen. Wohlwissend, dass er auf immer mit dieser Figur verbandelt sein würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Entsprechend konsequent ist sein kurzer Auftritt als Brückenschlag zwischen alt und neu im aktuellen Streifen geraten. Und wenn er am Ende auf seinen jüngeren Gegenpart trifft, wird klar: Nimoy muss sich um sein Erbe keinerlei Sorgen machen. Was <em>Zachary Quinto</em> schauspielerisch aus seiner Rolle herausholt, begeistert von der ersten bis zur letzten Minute. Ohne auch nur in einer Sekunde zu versuchen Nimoy zu imitieren, gelingt ihm eine faszinierende Neu-Interpretation eines in vielen Jahren liebgewonnenen Charakters, ohne auch nur im Geringsten an dessem Stoismus oder seiner Vielschichtigkeit zu rütteln. Quinto beschränkt sich auf ein Minimum an Gestus, spart selbst am sonst so Spock-typischen Heben der Augenbraue und wirkt gerade durch seinen Minimalismus so prägnant und mitreißend.</p>
<p style="text-align: justify;">Der junge <em>Kirk</em> hingegen wird als Hitzkopf und Raufbold zwar trefflich charakterisiert, vom nachdenklich-aufbrausenden Zynismus eines Shatner bleibt er aber weit entfernt und entsprechend leider etwas farblos. Genau wie <em>Pille McCoy</em>, gespielt von <strong>Karl Urban</strong>, der zwar als einer der Hauptcharaktere eingeführt wird, sich allerdings mit eher kleinen Auftritten begnügen muss. In diesem Momenten jedoch weiß Urban so richtig aufzutrumpfen. Genau wie man Quinto den Spock sofort vom ersten Augenblick an abnimmt, ist von Anfang an klar: Urban<em> ist</em> McCoy. Jeder andere in dieser Rolle wäre einer Fehlbesetzung gleichgekommen. Dabei kommt er in seiner Darstellung so nah an das Original, dass man zwischenzeitlich geneigt ist zu glauben, es wieder mit einem drastisch verjüngten <em>DeForest Kelley</em> zu tun zu haben &#8211; und eben nicht mit einem Mann, der bisher vor allem durch die Abwesenheit vielfältiger Gesichtsausdrücke und größerer Emotionen  zu glänzen wusste. Nun gut, <em>Der Herr der Ringe, Doom </em>oder<em> Riddick</em> waren auch nicht unbedingt Filme, in denen er die Möglichkeit hatte, groß aufzutrumpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein wenig Schade, angesichts der völligen Neusortierung der<strong> Enterprise</strong>-Crew, jedoch verständlich, ist, dass Charaktere wie <strong>Scotty, Checkov </strong>oder <strong>Zulu</strong> von Beginn an darauf angelegt sind, eher als Nebenrollen zu fungieren. Dadurch kommen sie manchmal etwas kurz, sorgen dafür jedoch immer wieder gerne mal für eine gehörige Portion Humor. Der ist bei all dem Krachbumm allerdings auch hin und wieder bitter nötig. Denn für leise Zwischentöne bleibt im Auftakt der neuen Film-Serie ansonsten nur sehr wenig Raum. Denn<strong> Star Trek </strong>versteht sich im Neuaufguss offenbar vorrangig als Action-Reißer. Hin und wieder bekommt man glatt das Gefühl, der anderen Serie mit &#8220;Star&#8221; im Namen gelandet zu sein, wird beim Anblick des charakteristischen Enterprise-Rumpfes jedoch umgehend wieder in den richtigen Film zurückgeholt.</p>
<p style="text-align: justify;">Fest steht: auch wenn es bereits in der Vergangenheit immer wieder mal die ein odere andere Dicke-Hosen-Actionszene in einem <em>Star Trek</em>-Film gab: soviel Action war noch nie. Mal davon abgesehen, dass es offenbar seit mindestens 5 Filmen zum guten Ton gehört, die gerade erst frisch aus dem Dock gelaufene Enterprise möglichst kurz darauf bereits ordentlich zu zerbröseln (oder ihr doch wenigstens einen Teil der Außenhaut über die Ohren zu ziehen): Bislang waren zünftige Gefechte, durchchoreografierte Fights und aufs-Maul-Action eher inszenatorische Ausnahme als filmische Regel im Star Trek Universum. Im neuesten Teil gilt: die gemütliche Tasse <em>Earl Grey</em> kann der interstellare Warmduscher sich lieber direkt in den Allerwertesten schieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das erstaunlichste an diesem ganzen Spektakel ist aber: es funktioniert. Und zwar wunderbar. Es waren halt noch etwas rauhere Zeiten, damals, in der Zukunft. <em>Shatner</em> musste sich ja seinerzeit auch nicht umsonst ein ums andere Mal das zerrissene Captains-Kostüm vom Oberleib reißen. Eine zünftige Schlägerei gehörte halt immer dazu. Und wenn dabei mal das Outfit kaputt ging &#8211; geschenkt. Am Ende gabs zum Trost sowieso immer Frauen, die gegen knappe Bekleidung herzlich wenig einzuwenden hatten. Wobei wir auch hier wieder beim stilvollen Traditions-Bruch wären&#8230; doch genug gespoilert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich für meinen Teil liebe den neuen <em>Star Trek</em> übrigens besonders für sein Aussehen. Gut, über den stellenweise dezent übertriebenen Einsatz von Lensflare-Effekten lässt sich sicherlich trefflich streiten, doch was hier unterm Strich an Kamera-Arbeit geleistet wird, sucht seinesgleichen im Genre. Und nicht nur dort. Ebenfalls jenseits jeglicher Kritik navigiert die gesamte Ausstattung des Films. Das Set-Design ist überragend und glänzt durch das besondere Mittendrin-Gefühl, die Special Effects sehen atemberaubend gut aus. Vor allem das Design und die Inszenierung des Romulaner-Schiffes sind großartig gelungen. Abzüge hingegen gibt es für den oftmals viel zu aufdringlichen Soundtrack, der zu sehr auf Bombast und überbordende Dramatik setzt und zwischenzeitlich einfach nur nervt. Das ist äußerst schade, tut aber dem Gesamterlebnis glücklicherweise keinerlei Abbruch.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer mit <em>Star Trek</em> im Allgemeinen und Zeitreise-Stories im Speziellen herzlich wenig anfangen kann, der wird vermutlich auch mit <em>J.J. Abrams</em> jüngstem Regiewerk nicht sonderlich glücklich werden. Alle anderen dürften sich 2 Stunden lang ausgezeichnet unterhalten fühlen, würde ich behaupten.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=1934&amp;md5=b96fe58b66ba1f7dd2599547f067947a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2009/05/24/space-the-final-frontier/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Degeneration &#8211; Gar nicht mal so gut</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2009/03/23/degeneration-gar-nicht-mal-so-gut/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2009/03/23/degeneration-gar-nicht-mal-so-gut/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 06:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>
		<category><![CDATA[Degeneration]]></category>
		<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Resident Evil]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=1728</guid>
		<description><![CDATA[
Habe am Wochenende Resident Evil: Degeneration gesehen. Bin zwischendurch eingeschlafen. Hat aber überhaupt nichts ausgemacht. Hätte auch in wachem Zustand nicht viel mehr verstanden. Vorteil des Schlafs außerdem: mir blieb der Anblick eines großen Haufens schlechter Animationen erspart. Musste trotzdem noch unerträglich viele mitansehen. Charaktere laufen, als hätte man sie bei den Arschbacken gepackt, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img class="aligncenter size-full wp-image-1729" title="degeneration" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2009/03/degeneration.jpg" alt="degeneration" width="650" height="120" /></p>
<p style="text-align: justify;">Habe am Wochenende <strong>Resident Evil: Degeneration</strong> gesehen. Bin zwischendurch eingeschlafen. Hat aber überhaupt nichts ausgemacht. Hätte auch in wachem Zustand nicht viel mehr verstanden. Vorteil des Schlafs außerdem: mir blieb der Anblick eines großen Haufens schlechter Animationen erspart. Musste trotzdem noch unerträglich viele mitansehen. Charaktere laufen, als hätte man sie bei den Arschbacken gepackt, ihnen einmal den Enddarm aufgeblasen und anschließend ein ordentliches 12er Rohr bis zu den Mandeln hochgeschoben. Huuh, das muss kitzeln. Story ist an den Haaren herbeigezogen. Wahlweise schlecht. Wahlweise platt. Wahlweise extrem tiefgründig, wenn man restlos alle <em>Resident-Evil</em>-Spiele gespielt und vor lauter <em>T-, G-, Progenitor</em>-, Blafasel-Viren den Überblick nicht verloren hat. Habe leider den Überblick verloren. Macht aber nichts, war eh schlecht erzählt. Wann ist aus <em>Resident Evil</em>, der Horrorserie, eigentlich <em>Resident Evil</em>, die billige C-Action-Ballerei geworden? Macht ständig Knall!, Bumm! und Päng! an allen Ecken und Enden. Schrecklich, so kann man doch nicht anständig schlafen. Also immer wieder halb benommen auf hölzern agierende virtuelle Schauspieler geschaut. <em>Leon S. Kennedy</em> ist ein dummer Fatzke. Ein Schnösel von der fiesesten Sorte. Ist mir unsympathisch. Will wieder schlafen. Wird von noch mehr Knall! und Bumm! verhindert. Zwischendurch erstaunlich photorealistische Aufnahmen. Scheint ein Versehen gewesen zu sein, sollte wohl schlechter aussehen. Ah! Sag ich doch: nächste Szene sieht endlich wieder nach stinknormaler Spielegrafik aus. Wenn ich schon einen schlechten Film sehen muss, dann doch wenigstens konsequent schlecht. Vielleicht beim nächsten Mal. Dann aber bitte wieder leiser. Will im Zweifelsfall durchschlafen können.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=1728&amp;md5=4e66ed5baef91681eff0ba1919a4b98f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2009/03/23/degeneration-gar-nicht-mal-so-gut/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aber der Hut ist chic&#8230;</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/05/26/aber-der-hut-ist-chic/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/05/26/aber-der-hut-ist-chic/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 May 2008 19:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=809</guid>
		<description><![CDATA[

Also sprach weiland George Lucas zu seinem Buddy Steven Spielberg: „Du, die Meute wartet nun seit 19 Jahren auf eine Fortsetzung. Es ist praktisch scheißegal, was Du da ablieferst, die nehmen alles dankbarer auf als ein Schwamm. Und wenn sie erstmal alle wie die Lemminge ins Kino gerannt sind und schön brav vorher die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img class="aligncenter size-full wp-image-810" title="indiana" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/05/indiana.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Also sprach weiland <em>George Lucas</em> zu seinem Buddy <em>Steven Spielberg</em>: „Du, die Meute wartet nun seit 19 Jahren auf eine Fortsetzung. Es ist praktisch scheißegal, was Du da ablieferst, die nehmen alles dankbarer auf als ein Schwamm. Und wenn sie erstmal alle wie die Lemminge ins Kino gerannt sind und schön brav vorher die Kohle an der Kasse gelassen haben, ist es eh wurscht, wie sie den Film fanden. Denn wir haben die Kohle!“. Ja, so muss es abgelaufen sein, vor und während der Dreharbeiten zum neuen, zum vierten Teil von Indiana Jones. Sorry, ich neige gerne dazu, fremden Menschen Zitate in den Mund zu legen. Da geht immer ein wenig die Phantasie mit mir durch. Aber das Problem ist: ich bin mir fast sicher, dass es so gelaufen ist. So muss es gelaufen sein! Es muss! Anyway&#8230; Viele Jahre gab es ein ständiges Hin und Her, keimten Gerüchte und konkretere Ankündigungen um einen weiteren Teil der beliebten Archäologie-Doku auf, die allesamt früher oder später harsch vom Tisch gewischt wurden. Zu schlechte Drehbücher, zu viele andere Projekte, was auch immer. Der Grundtenor war jedenfalls immer gleich: Die Qualität muss stimmen. Das Drehbuch muss einschlagen wie die Wucht. <span id="more-809"></span><br />
Derweil zogen Jahre um Jahre ins Land, verrann die Zeit&#8230;. offenbar irgendwann ein wenig zu schnell. Also musste der versprochene Film irgendwann endlich her, bevor der Hauptdarsteller nur noch für Krückstock-Werbung zu gebrauchen ist. Denn soviel steht fest: alt ist er geworden, der Harrison. Und grau. Wenn man’s nicht besser wüsste, könnte man meinen, er sei in die Fußstapfen Sean Connery’s getreten und Spiele nun nicht mehr Henry Jones Junior, sondern den Senior. Aux contraire! <em>Indiana Jones</em> bleibt Indiana Jones. Zumindest was den Darsteller angeht&#8230;</p>
<p>Der Rest? Nun jaaaa&#8230;. hrrrrmmm&#8230;. sagen wir mal so: Der Mann ist nicht nur gealtert, sondern auch gereift. Im Gegensatz zum Drehbuch. Und ganz eindeutig im Gegensatz zu den völlig unausgereiften, überflüssigen und absolut miesen Trickeffekten aus der <em>ILM</em>-Konserve. Argh! Was erlaube Lucas? Was erlaube Spielberg? Verdammt nochmal. Zuerst wartet man ewige Zeiten, um endlich, endlich, endlich mit dem Drehen zu beginnen, und dann hat man plötzlich keine Zeit mehr für anständige herkömmliche Explosionen, Verfolgungsjagden auf echten Straßen und Urwaldszenen in echtem Urwald? Und &#8211; was noch viel schwerer wiegt &#8211; offenbar nichtmal mehr genug Zeit und/oder Geduld, seine digitalen Animationen wenigsten zu Ende zu basteln? Oder waren die Kapazitäten alle so sehr in die Berechnung dieses unglaublich großen Atompilzes eingespannt, dass der Rest leider vom Praktikanten-Rechner gerendert werden mußte?</p>
<p>Sorry, aber das, was man da zu sehen bekam, war alles mögliche, aber kein amtlicher neuer Indiana Jones-Film. Die originale Trilogie atmete aus jeder Pore den Spaß an der Sache, hatte Witz, anständige Action und sowas wie eine richtige Story. <em>The Kingdom of the Crystal Skull</em> hat nichts von alledem &#8211; und noch viel weniger! Die ganze Zeit über wird man das Gefühl nicht los, ein Produkt zu konsumieren, das mit der heißen Nadel gestrickt wurde. Nicht nur wegen der schlechten Story und den noch schlechteren Effekten, sondern auch wegen der völlig fehlenden Dramaturgie und den unzähligen, unsäglich auffälligen Fehlern beim Bildschnitt und der hundsmiserablen Ausleuchtung der Szenerien. Ersteres manifestiert sich in Szenen, in denen Kamerafahrten während einer Verfolgungsjagd urplötzlich an einer Mauerecke stehen bleiben und uns diese nochmal schön in Szene setzen und vielen anderen Kleinigkeiten, letzteres zeigt sich vor allem durch ein enorm farbloses, tristes Bild und der Tatsache, dass man den Szenen oftmals einfach viel zu häufig ansieht, wie viele (oder wenige) Beleuchter wann wo gestanden haben. Gerade bei den Außenaufnahmen kann &#8211; zumindest ich, als irgendwann mal ausgebildeter Fotograf &#8211; nicht umhin, mir den armen Praktikanten mit der Aufhellscheibe in der Hand vorzustellen, wie er da in der Wüste steht und sich die Zunge aus dem Leib hechelt, während irgendwelche komischen Russen gerade dem Drehbuch folgend in ein Militärlager eindringen. Hilfe.</p>
<p>Im Gegenzug verstehe ich nicht, warum manch einer an der schauspielerischen Leistung des jungen Scheija Laböff herumnörgeln muss. Der Junge macht seine Sache gar nicht schlecht und weiß eigentlich so ziemlich als einziger wirklich zu glänzen. Von Harrison Ford mal abgesehen, dem man aber viel zu wenig Freiraum läßt, um ordentlich aufzuspielen. Ob man LaBeouf nun unbedingt als Ford-Nachfolger installieren mußte, sei mal dahingestellt, was drauf hat er aber immerhin. Ganz schlimm hingegen fand ich <em>Cate Blanchett</em>, die ich mittlerweile einfach nur noch für absolut überschätzt und nervig halte. In Banditen fand ich sie noch super, beim Herrn der Ringe glänzte sie, trotz ihrer vergleichsweise kleinen Rolle, vor allem durch maßloses Overacting, in Indy 4 ist sie schlicht nur noch schlecht. Somit bleibt mir nach dem Genuß von <em>Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull</em> als Fazit leider nur noch festzuhalten, was ich bereits in der Überschrift geschrieben habe&#8230; Schade. Sehr schade.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=809&amp;md5=d00dbb66a55f12f0754a56dac5ecd011" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/05/26/aber-der-hut-ist-chic/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Iron Man</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/05/19/iron-man/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/05/19/iron-man/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 May 2008 16:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=805</guid>
		<description><![CDATA[

"Yeah. I can fly." Hätte es eigentlich eine bessere Wahl für die Besetzung des Tony Stark geben können, als Robert Downey Jr.? Ich glaube nicht. Mit welcher Spielfreude, Bissigkeit und welch trockenem Humor dieser Mann durch seine Filme fegt, ist einfach unbeschreiblich gut. Das war vielleicht nicht immer so, doch in den letzten Jahren ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img class="aligncenter size-full wp-image-806" title="ironman" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/05/ironman.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>&#8220;<em>Yeah. I can fly.</em>&#8221; Hätte es eigentlich eine bessere Wahl für die Besetzung des <em>Tony Stark</em> geben können, als <em>Robert Downey Jr.</em>? Ich glaube nicht. Mit welcher Spielfreude, Bissigkeit und welch trockenem Humor dieser Mann durch seine Filme fegt, ist einfach unbeschreiblich gut. Das war vielleicht nicht immer so, doch in den letzten Jahren hat er es mit seinen wenigen Auftritten tatsächlich geschafft, sich einen Stammplatz ganz weit oben auf meiner persönlichen Liste der besten Hollywood-Schauspieler zu ergattern. Dabei fing meine Bewunderung ausgerechnet mit <em>Ally McBeal</em> an. Dort gab er den süffisanten Anwalt mit der flotten Lippe, der sich geradezu meisterliche Wortgefechte mit der titelgebenden Serienheldin lieferte. Grandios. Und dann sein &#8220;<a href="http://video.aol.com/video-detail/ally-mc-beal-sting-and-robert-downey-jr/2233279160" target="_blank">Every breath you take</a>&#8220;. &#8220;Well&#8230; I did bring <em>Sting</em>&#8230;&#8221;. Uff. Weitere Stationen waren dann unter anderem <em>Gothika</em> (doofer Film, though), der ziemlich schräge wie coole Streifen <em>Kiss Kiss Bang Bang</em>, <em>Richard Linklater&#8217;s A Scanner Darkly</em>, die Rolle des abgehalfterten Reporters in <em>David Fincher&#8217;s</em> <em>Zodiac</em> und nun also schließlich <em>Iron Man</em>. <span id="more-805"></span></p>
<p>Der übringens nicht von irgendeinem dahergelaufenen Möchtegern-Regisseur inszeniert wurde, sondern von Schauspieler <em>John Favreau</em>, den man selbst als Bodyguard im Film zu Gesicht bekommt und der zuvor unter anderem Auftritte an der Seite <em>Seinfeld&#8217;s</em>, in <em>Chicago Hope</em>, <em>Deep Impact</em> oder <em>Very Bad Things</em> hatte und als Regisseur bereits für Streifen wie <em>Zathura</em> verantwortlich zeichnete. OK, vielleicht auch nicht die allerbesten Referenzen. Aber immerhin kann der Mann auf seine langjährige Erfahrung vor und hinter der Kamera zurückgreifen. Und scheint darüber hinaus ein wirklicher Fan der Original <em>Iron Man</em>-Comics von <em>Marvel</em> zu sein. Das merkt man in jeder Sekunde des Films, der zwar nicht sonderlich tiefgründig, aber mit liebevollem Blick für kleine Details den Werdegang des <em>Tony Stark</em> hin zu einem Superhelden in stählerner Rüstung nachzeichnet.</p>
<p><em>Stark</em> ist zu Beginn eigentlich alles andere als ein Sympathieträger. Der Lebemann ist hauptberuflicher Waffenproduzent mit moralisch eher fragwürdigem Lebensmotto. Dabei scheint ihn das Geschäft eigentlich eher weniger zu interessieren, mehr eine lästige Randerscheinung zu sein. Nicht umsonst wohl bekommt er gewichtige Umwälzungen innerhalb seines Konzerns gar nicht erst mit. Stark genießt das Leben als kongenialer Tüftler und Playboy, der sich lieber in seinem Keller einschließt, um raffinierte neue Maschinen zu entwickeln oder einfach mal wieder an einem seiner vielen hochpreisigen Autos herumzuschrauben, wenn er nicht gerade das Nachtleben unsicher macht und sämtliche FHM-Titelgirls flachlegt. Das Geschäftliche erledigt er <em>en passant</em>, wichtige Meetings und Aufsichtsrats-Zusammenkünfte läßt er sausen oder verpaßt sie trotz seiner stets rührend um ihn bemühten Assistentin <em>Pepper (Gwyneth Paltrow)</em> und seines intelligenten Supercomputers. Bei seinen Waffengeschäften mitten in der afghanischen Wüste geriert er sich als nonchalanten Mr. Cool, der es genießt, sich vor dem Panorama ganzer explodierender Gebirgszüge mit elegantem Zwirn zur Schau zu stellen und dabei ein Glas Whiskey auf Eis zu schlürfen.</p>
<p>Doch all dies findet ziemlich schnell ein jähes Ende, als <em>Stark&#8217;s</em> Autoconvoi in der Wüste angegriffen und er selbst schwer verletzt und von afghanischen Rebellen verschleppt wird. Deren Forderung: ihnen seine jüngste Raketen-Produktreihe Marke <em>Jericho</em> mit Hilfe unzähliger anderer Waffen aus seiner Produktion nachzubauen. Nicht ganz einfach, wenn man gerade eben einen unförmigen Elektromagneten in seine Brust implantiert bekommen hat, der an eine Autobatterie angeschlossen ist und dem Zweck dient, Granatensplitter in seiner Brust von dem Vordringen in sein Herz zurückzuhalten. Also bastelt Tony sich zunächst lieber einen neuen Magneten samt implementiertem Minikraftwerk, das fortan fröhlich aus seinem Brustkorb leuchtet. Anschließend macht er sich daran, statt des verlangten Sprengkörpers eine eiserne Rüstung zu bauen, die ihm dabei helfen soll, die Rebellen zu erledigen und aus seinem Gefängnis zu entkommen. Leider bleibt bei seinem Plan auch ein neu gewonnener Vertrauter auf der Strecke. Als Tony wieder daheim angekommen erkennt, welches Unheil seine Waffen wirklich anrichten, beschließt er, sich auf einen Kreuzzug gegen seine eigenen Produkte zu begeben und diese aus den Händen krimineller Organisationen (hier: der Rebellen) zu reißen. Das alles wirkt storymäßig zwar ein wenig dünn und nicht unbedingt schlüssig, reicht aber aus, um dem Film genügend Anschwung für die zweite Hälfte mitzugeben.</p>
<p>Die, in der Stark entdeckt, dass sein langjähriger Freund und Mentor<em> Obadiah Stane</em> (genial: <em>Jeff Bridges</em>) ihn hintergangen hat und ihm nach dem Leben trachtet. Dieser ist ganz versessen auf Stark&#8217;s Idee von einer waffenstarrenden Rüstung, die dem Träger geradezu übermenschliche Fähigkeiten verleiht.</p>
<p>Also kommt es zum unvermeidlichen Showdown, der glücklicherweise nicht allzu sehr auf puren Bombast und Effekte der Effekte wegen reduziert wird, sondern, genau wie der gesamte restliche Film, mit einem netten kleinen Augenzwinkern daherkommt. Dieses sich selbst-nie-so-ganz-ernst-nehmen ist es auch, das den Film wohltuend von anderen Comic-Verfilmungen abhebt. Vor allem von den enorm missratenen dritten Teilen der <em>X-Men</em> und <em>Spiderman</em>-Reihen. Wobei gerade letzterer zwar auch stets um eine Prise Humor bemüht ist, dabei aber zu sehr mit dem Holzhammer schwingt und im dritten Teil nur noch bemüht komisch und dadurch ziemlich lächerlich wirkt.</p>
<p>Das <em>Iron Man</em> das humoristische Pferd von der anderen Seite aufzäumt, merkt man nicht zuletzt an dem unvermeidlichen Cameo-Auftritt der Marvel-Legende<em> Stan Lee</em>, der sich hier offenbar sehr gut in der Rolle des Pyjama-tragenden Hugh Heffner gefällt. Und auch in allen anderen Belangen weiß der Film vollauf zu überzeugen und darf sich daher einreihen in die (bislang noch viel zu kurze) Liste der Comic-Verfilmungen, die einen deutlich erwachseneren, düsteren, „realistischeren“ Ton anschlagen, wie etwa die <em>Batman</em>-Wiederbelebung durch <em>Christopher Nolan</em>. Ein exzellentes Cast, eine Story, die zwar nicht übermäßig tief schöpft, aber niemandem weh tut und coole Effekte, die nicht zu sehr in den Vordergrund spielen – so muss eine Comic-Umsetzung aussehen. Von daher bin ich nun schon ziemlich gespannt auf den nächsten <em>Hulk</em>-Film, der in eine ähnliche Richtung zu gehen scheint. Und Tony Stark, soviel ist sicher, ist ebenfalls wieder mit von der Party. Yeah!</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=805&amp;md5=6fed1645bebbf49f15671903a8a2e6da" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/05/19/iron-man/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>A Clockwork Orange</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/21/a-clockwork-orange/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/21/a-clockwork-orange/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 11:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=791</guid>
		<description><![CDATA[

Well well, Mr. Kubrick. Ein ganz schön kranker Spinner waren Sie, das muss ich Ihnen aber mal sagen! Ohoho, ich denke, Sie werden ordentlich in der Hölle saftiggeschmort. Verdient hätten Sie es sich. Ich bete sogar inständig, dass Sie es tun. Ein gerechter Ausgleich für das, was Sie uns mit Ihrem filmischen Schaffen so ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><a href="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/04/clockworkorange.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-790" title="clockworkorange" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/04/clockworkorange.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Well well,<em> Mr. Kubrick</em>. Ein ganz schön kranker Spinner waren Sie, das muss ich Ihnen aber mal sagen! Ohoho, ich denke, Sie werden ordentlich in der Hölle saftiggeschmort. Verdient hätten Sie es sich. Ich bete sogar inständig, dass Sie es tun. Ein gerechter Ausgleich für das, was Sie uns mit Ihrem filmischen Schaffen so zugemutet haben, wäre es allemal. Alrighty? Right right, Mr. Kubrick, so wirklich zugänglich ist Ihr Werk ja nun nicht. Das mag aber an Ihrer kranken Phantasie liegen, weniger an Ihrer filmischen Begabung. Die Präsentation ist doch einwandfrei. Ein wenig häufig findet wohl das alte Rein-Raus-Spiel seine Erwähnung, weshalb es mir scheinen mag, als wären Sie zeitlebens, nunja, untervögelt gewesen. Oder was war der Grund, Frauen mehr als fleischliche Ware zu inszenieren, denn als vollwertige Charaktere? Vermutlich auch deshalb Ihr geradezu obsessiver Einblick in das <em>Cruise&#8217;sche</em> Schlafzimmer damals? Vor dem letzten Atemzug wenigstens nochmal wen ficken sehen, oder wie hatten Sie sich das gedacht? <span id="more-791"></span></p>
<p>Genau so fasziniert waren Sie wohl auch von Gewalt. Die kommt in ihrem orangenen Uhrwerk zwar nicht zu kurz, wirkt aber für heutige Verhältnisse natürlich ziemlich harmlos. Schockierend? Das war früher. Dennoch, Mr. Kubrick: wie sie den psychologischen Aspekt des Gewaltaktes zu inszenieren wissen, gleicht einer filigranen Kunst, vermittelt eine psychopathische Schwingung, die man selbst in <em>Fight Cl</em>ub vergeblich sucht. Der Agressor als Opfer seienr selbst, in dem eine zerstörerische Kraft schlummert und sich zwischendurch ihre Bahnen bricht, die schließlich ironischerweise gegen ihn verkehrt wird, ihn durch das nicht-ausleben-können quält, ihm regelrechte physische Schmerzen bereitet und &#8211; wer weiß &#8211; sich zum Schluss doch noch ihre Freiheit erkämpft? Schon verrückt genial, Mr. Kubrick. Und trotzdem bin ich froh, wenn ich mir nichts mehr von Ihnen anschauen muss. Perverse Sau!</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=791&amp;md5=715c25d19dcad3a029511df077eeca4d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/21/a-clockwork-orange/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abgedreht: Be Kind Rewind</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/08/abgedreht-be-kind-rewind/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/08/abgedreht-be-kind-rewind/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 15:25:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=754</guid>
		<description><![CDATA[

Wie sehr uns Filmtrailer doch manchmal zu täuschen und in die Irre zu leiten vermögen. Von Be Kind Rewind hatte ich mir nach den ersten Lust-auf-mehr-mach-Bildchen eine unterhaltsame Komödie vorgestellt, die niemandem weh tut und zwar überdurchschnittlich ist, aber unterm Strich eben genau das, was man von einer Hollywood-Komödie erwartet: spaßige Unterhaltung auf 90 ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img class="alignnone size-full wp-image-755" title="bekindrewind" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/04/bekindrewind.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Wie sehr uns Filmtrailer doch manchmal zu täuschen und in die Irre zu leiten vermögen. Von <em>Be Kind Rewind</em> hatte ich mir nach den ersten Lust-auf-mehr-mach-Bildchen eine unterhaltsame Komödie vorgestellt, die niemandem weh tut und zwar überdurchschnittlich ist, aber unterm Strich eben genau das, was man von einer Hollywood-Komödie erwartet: spaßige Unterhaltung auf 90 Minuten. Ein Film also, den man unbedingt sehen will, wenn man mal wieder ordentlich lachen will, von dem man aber keinerlei Tiefgang erwartet. Was man bei <em>Michael Gondry&#8217;s</em> neuem Film geboten bekommt ist aber doch soviel mehr als das. Wer entsprechend mit einer 08/15-Komödie rechnet ist also mehr als schief gewickelt und wird zurecht enttäuscht. <em>Be Kind Rewind</em> ist eine Liebeserklärung an den Film, ein eher leises Kammerspiel, dass seinen doch leicht kruden Charakteren genug Raum zum Atmen und Entfalten lässt und einen eher unterschwelligen Humor etabliert, der nur gelegentlich in wirklichen Ausbrüchen von Komik explodiert und die liebevoll angemalte Fassade aufplatzen läßt, ansonsten aber vielmehr ein stets präsentes, wohlig-schiefes Grinsen auf unser Gesicht zaubert. <span id="more-754"></span></p>
<p>So ganz nebenbei ist der Film auch noch eine Hommage an den Jazz-Pianisten <em>Fats Waller</em>, der mir namentlich zwar bislang völlig unbekannt war, dessen Song <a href="http://www.lastfm.de/music/Fats+Waller/+videos/+1-TzynQ8LPyAM" target="_blank"><em>Ain&#8217;t misbehaving</em></a> interessierten Musikliebhabern aber durchaus ein Begriff sein könnte. Um dessen Lebensgeschichte entspinnt sich ein nicht unwesentlicher Teil des Plots, bevor der gesamte Film darauf aufbauend auf ein wundervolles Finale hinausläuft. So ergriffen war ich lange nicht mehr. Dabei schafft es <em>Be Kind Rewind</em> ohne weiteres, jedem Hollywood-Klischee aus dem Weg zu gehen, und sogar das eine oder andere nebenher auf die Schippe zu nehmen. Dabei, ich hab es oben eventuell schon angedeutet, entsprechen weder die Geschichte, noch die Charaktere und schon gar nicht der Humor dem, was wir von herkömmlichen Hollywood-Komödien gewohnt sind. In dieser Disziplin ist der Film zwar längst kein Vorreiter, da waren andere schneller (man denke etwa an <em>The Royal Tenenbaums, About Schmidt</em> oder <em>Little Miss Sunshine</em>), aber immer noch erfrischend anders. Schräg, aber nie laut, abgedreht (wie es der deutsche Titel eigentlich recht treffend sagt) aber nie wirr, völlig plemplem, aber immer absolut liebenswürdig. Das Setting erscheint fast schon ein wenig surreal, bei den tragenden Figuren fragt man sich die ganze Zeit über, ob sie nun wirklich ein bißchen debil sind, auf ihre Art und Weise ein wenig langsam zwar, aber zumindest gutmütig, oder einfach nur bekloppt. Ganz großes Kino liefert auf diesem Gebiet <em>Mos Def</em> ab, der glaubhaft eine gewisse Wandlung vom schüchtern-zurückhaltenden Videotheken-Angestellten, der sich selbst nicht sonderlich viel zuzutrauen scheint, hin zum kreativen aber weiterhin bodenständig-gutgläubigen Low-Low-Budget-Regisseur durchläuft. <em>Jack Black</em>, sonst eher für markige Sprüche und fäkalzotig-kernige Auftritte bekannt, fügt sich erstaunlich gut in die Rolle seines (im doppelten Sinne) Filmpartners.</p>
<p>Zwar wird ihm auch hier nach wie vor die eindeutig schrillste Rolle zugeschrieben, allerdings schafft er es tatsächlich, sich sehr zurückzunehmen und seine Figur mindestens ebenso liebenswürdig-skuril rüberzubringen wie Mos Def. Hat man sonst stets den Eindruck, dass Black sonst immer und mit aller Gewalt im Vordergrund stehen muss, wirkt es bei <em>Be Kind Rewind</em> fast so, als wolle er sich selbst persiflieren. Eins wird jedenfalls sehr schnell klar: Der Star, das sind nicht die Schauspieler, sondern der Film selbst. Bzw. die vielen Filme, die von <em>Mike &amp; Jerry</em> (so heißen unsere Protagonisten im Film) selbstgedrehten Neuverfilmungen allseits bekannter Kino-Hits. Und natürlich die Geschichte um <em>Fats Waller</em>. Wie der in das Bild paßt? Das schaut Euch lieber selbst an!</p>
<p>Mindestens so skuril wie die vielen großen und kleinen Gags ist der Auslöser, der überhaupt zu den weiteren Ereignissen des Films führt. Mike (Mos Def) ist, wie bereits erwähnt, Angestellter in einer Videothek. Einer richtigen Videothek, so einer mit VHS-Kassetten. Wahrscheinlich der letzten an der gesamten Westküste. Während sein Boss Mr. Fletcher (wunderbar: Danny Glover) sich auf eine kleine, hmmm, Investigationsreise begibt, um hinter das Geheimnis des Erfolges moderner Videoverleiher zu kommen, geschieht in seiner Videothek das Undenkbare: durch einen Unfall wird Mikes Nachbar und Kumpel Jerry, der direkt neben einem Stromkraftwerk wohnt, magnetisiert, wodurch er versehentlich sämtliche Videobänder löscht. Da kein anderweitiger Ersatz aufzutreiben ist, beschließen die beiden, die Videos einach in Eigenregie neu zu verfilmen, um die Kunden auch weiterhin zufrieden stellen zu können. Wer nun glaubt, dass der Ärger vorprogrammiert ist, liegt nur teilweise richtig. Das Geschäft mit den &#8220;<em>geschwedeten</em>&#8221; (oh glaubt mir, Ihr wollt nicht, das ich das erkläre) Videos wird wider Erwarten ein voller Erfolg. Und so muss ganz schnell Nachschub her, die beiden steigen praktisch Hals über Kopf ins große Geschäft ein. Darum herum spinnt sich ein nur oberflächlich betrachteter Plot rund um die Rettung des Gebäudes, in dem sich die Videothek befindet. Aber auch hier gilt wieder: Riecht nach Klischee, sieht aber anders aus.</p>
<p><em>Be Kind Rewind</em> ist ein absolutes Muss für jeden Filmfreund, dass man sich definitiv mehr als einmal anschauen kann. Und ich möchte lieber überhaupt nicht erst wissen, wie viele Gags an mir vorbei gegangen sind, weil ich die geschwedeten Filme nicht mehr alle so parat hatte. Soviel ist sicher: die DVD ist schon so gut wie gekauft. Oder doch lieber als VHS? Egal. Ich geh jetzt erstmal noch eine <a href="http://www.bekindmovie.com/" target="_blank">Website schweden</a>. Hehe.</p>
<p><small><strong>Bild: </strong><a href="http://felixklee.deviantart.com/art/Want-another-cigarette-58303634" target="_blank">Felix Klee &#8211; &#8216;Want another Cigarette?</a>&#8216;</small></p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=754&amp;md5=0ab084b13f4bb0853f278f4991bd1a64" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/08/abgedreht-be-kind-rewind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jumper</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/03/31/jumper/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/03/31/jumper/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 12:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=740</guid>
		<description><![CDATA[

Manchmal, da gibt es diese Filme, von denen man eigentlich nicht viel mehr erwartet als anderthalb Stunden kurzweilige Unterhaltung. Dann freue ich mich auch meistens, dass ich meine Erwartungen nicht allzu hoch gesteckt habe, denn das sind für gewöhnlich die Filme, nach denen ich am ehesten mit einem zufriedenen Grinsen wieder aus dem Kinosaal ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img class="aligncenter size-full wp-image-739" title="jumper" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/03/jumper.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Manchmal, da gibt es diese Filme, von denen man eigentlich nicht viel mehr erwartet als anderthalb Stunden kurzweilige Unterhaltung. Dann freue ich mich auch meistens, dass ich meine Erwartungen nicht allzu hoch gesteckt habe, denn das sind für gewöhnlich die Filme, nach denen ich am ehesten mit einem zufriedenen Grinsen wieder aus dem Kinosaal komme. Entwerder, weil ich danach sagen kann: &#8220;Siehste, ich hab doch gesagt: der Film wird scheiße!&#8221;, oder aber, weil der Film meine Erwartungen nunmal locker erfüllen, vielleicht sogar übertreffen konnte. So ein Feelgood-Movie ist <em>Jumper</em>. Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, dass Babyface <em>Hayden Christensen</em> die Hauptrolle spielt, kann man sich genüßlich die Großpackung Popcorn schnappen und sich entspannt berieseln lassen. Da stört es dann auch nicht weiter, dass der Junge ziemlich eindimensional spielt und sich lieber auf den Sunnyboy-Teil seines Charakters stützt, als das enorme Potential seiner Rolle zu nutzen und auszuschöpfen. So kratzt er leider nichtmal an der Oberfläche. Schade? Ja, ziemlich, aber ich hatte trotzdem meinen Spaß.<span id="more-740"></span></p>
<p>Alles fängt in so schöner Beschaulichkeit an. Der junge Mann, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, von dem die <a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/03/28/jumper/" target="_blank"><em>5 Filmfreunde</em></a> aber sagen er hieße <em>David</em> &#8211; und ich glaub denen das jetzt mal, dieser David also lebt allein mit einem eher nichtsnutzigen Vater in einem kleinen Kaff, nachdem die eigene Mutter die Familie sitzen gelassen hat, als er gerade 5 Jahre alt war. Man möchte der Mutter beinahe gratulieren zu ihrem Schritt, denn wer will schon länger mit so einem Typen zusammenleben? Oder steckt doch mehr dahinter? Der Bengel jedenfalls erfüllt sämtliche Highschool-Movie-Underdog-Klischees, ist in ein tolles Mädchen verliebt (aber glücklicherweise mal nicht die Oberschnepfe schlechthin) wird von einem Möchtegern-Sportler-Typen gemobbt und ist ansonsten eher unauffälliger Durchschnitt. Bis er eines Tages eine sonderliche Gabe an sich entdeckt. Bei einem Unfall auf einem zugefrorenen See, während dessen er im eiskalten Wasser zu ertrinken droht, versetzt es ihn plötzlich sprunghaft samt einiger Liter Wasser in die örtliche Bibliothek. Crazy. Nach ein bißchen rumprobieren stellt sich heraus: das Erlebnis läßt sich problemlos reproduzieren. Sogar ohne Wasser, dafür zunächst noch mit Bibliothek. Irgendwann klappts dann aber auch mit jedem beliebigen Ort auf der Welt. Einfach auf ein Foto geschaut, Augen zusammengekniffen und schwupps verbringt David die Zeit bis zum Mittagessen mit Surfen auf Waikiki, Relaxen auf der Sphinx und was man eben noch so alles tut, um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben.</p>
<p>OK, ganz so schnell geht es dann doch nicht. Bevor es dazu kommt, stellt der junge David fest, dass seine besondere Gabe, in Null-Komma-Nichts an jeden beliebigen Ort der Welt springen zu können, ihm behilflich sein könnte endlich von zuhause abzuhauen und in ein besseres Leben zu starten. Gesagt, getan. An dieser Stelle nimmt die Story eigentlich bereits sehr früh im Film eine erstaunliche Wende. Statt als pubertärer Pseudo-Superheld durch die Gegend zu sausen, nutzt er seine Fähigkeiten lieber, um die eine oder andere Bank auszuräumen und es sich irgendwo in New York in semi-luxoriösem Ambiente heimelig zu machen. Von seiner schicken neuen Suite aus erreicht David folglich die Schönheiten dieser Welt und anschließend seine Volljährigkeit. Er entwickelt sich zum lässigen Lebemann, der seine Fähigkeiten lieber dazu einsetzt, die in Armlänge entfernte Fernbedienung zu erreichen, anstatt sie zum Guten zu nutzen. In einer kleinen Randnotiz wird das eigentlich sehr schön veranschaulicht: Da steht er vor der Glotze und sieht einen Bericht über eine Hochwasserkatastrophe (New Orleans?), samt hilflosen Menschen, die sich verzweifelt an Treibgut klammern. Es wäre ein leichtes für ihn, sich mal eben schell dorthin zu teleportieren um helfend einzugreifen. Doch das Schicksal anderer bleibt ihm weitestgehend fremd, er zappt nur gelangweilt weg.</p>
<p>Irgendwann kommt es aber alles wie es kommen muss: Natürlich ist David nicht der einzige auf der Welt mit diesen Fähigkeiten, und natürlich gibt es wieder irgendwelche bösen Gestalten, die hinter den so genannten Jumpern hinterher ist und sie &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; bis aufs Messer bekämpft. Allen voran <em>Samuel L. Jackson,</em> mit lustiger Haarfarbe und grimmigem Blick. Spätestens ab hier nimmt der Film dann auch rasant an Fahrt auf. Der Entwicklung der eh schon etwas platten Charaktere wird nun gar keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt, was angesichts der Einführung eines weiteren Jumpers ärgert, und es gibt stattdessen ordentlich Effekte aufs Auge. Die sind aber dafür umso gelungener. Zudem wird die marginale Handlung wenigstens konsequent und ohne größere Logiklücken zu Ende erzählt. Ach ja: weibliche Hauptrollen gibt es mittendrin auch noch: zum einen Davids Jugendliebe, die zwar eine irgendwie tragende, aber trotzdem nur nebensächliche Rolle spielt, sowie seine Mutter, um die herum es einen ganz netten Plot-Twist gibt, dessen Potential jedoch leider völlig verschenkt wird.</p>
<p>Das erinnert mich jetzt irgendwie ein wenig an <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=567" target="_self"><em>Bioshock</em></a>, wo&#8230;. aber lassen wir das lieber. Oder nein, halten wir zumindest fest: genau wie bei <em>Bioshock</em> sind sämtliche Voraussetzungen zu einem guten <span style="text-decoration: line-through;">Spiel</span>Film bei <em>Jumper</em> absolut gegeben. Das Setting ist herrlich unverbraucht, von der Ausgangssituation her eher dreckig-düster angehaucht, jedoch leider zu einem absoluten Hochglanz-Streifen, ohne Rücksicht auf große Spannungsbögen, Charaktere oder wirklich mitreißende Momente, glattgebügelt. Trotzdem hatte ich verdammt viel Spaß im Kino. Und trotzdem finde ich den Film absolut gelungen, ja sogar richtig gut. Vielleicht schon allein deshalb, weil er es natürlich schafft, den dringenden Wunsch im Zuschauer zu wecken, auch quer durch die Weltgeschichte springen zu können. Ich meine: Hey, wer will denn bitte nicht so frei und unbehelligt in einem SLK-Cabrio durch das Tokyoter Nachtleben brettern? Ich jedenfalls hatte meinen Spaß an diesem großen bunten Popcorn-Streifen. Auch völlig ohne Popcorn.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=740&amp;md5=543088b677bc3cc15e68bc241788ac82" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/03/31/jumper/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>No country for old men</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/03/14/no-country-for-old-men/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/03/14/no-country-for-old-men/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 04:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=716</guid>
		<description><![CDATA[

Wenn ein Film bereits lange bevor man ihn selbst im Kino gesehen hat mit Lobeshymnen und Oscars überhäuft wird, dann hat er es automatisch nicht gerade leicht beim Zuschauer. Einerseits will man diesen Film unbedingt lieben, weil das ja offenbar alle tun und er ja nun wirklich unschlagbar gut sein muss. Andererseits ruft man ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/03/keinland.jpg" alt="keinland.jpg" /></p>
<p>Wenn ein Film bereits lange bevor man ihn selbst im Kino gesehen hat mit Lobeshymnen und Oscars überhäuft wird, dann hat er es automatisch nicht gerade leicht beim Zuschauer. Einerseits will man diesen Film unbedingt lieben, weil das ja offenbar alle tun und er ja nun wirklich unschlagbar gut sein muss. Andererseits ruft man sich im Kinosaal immer wieder all die positiven Kritiken in Erinnerung und beginnt, die Story, das Setting, die Regiearbeit, die Ausstattung und nicht zuletzt die Schauspieler an seiner, eher unfreiwillig aufgebauten, Erwartungshaltung zu messen. Das kann einfach nicht gut gehen. Und vor allem ruiniert es einem irgendwie den Filmgenuss. So geht es mir zumindest immer wieder. Nun bin ich aber glücklicherweise ein riesiger <em>Coen</em>-Brüder-Fan, ich bewundere einfach ihre unbekümmerte Art, genau die Filme zu machen, die ihnen vorschweben, und seien sie auch noch so skuril, wirr und fernab des Mainstreams. <em>The Big Lebowski</em> etwa ist als Potpourri an schrägen Charakteren kaum noch zu überbieten, <em>Hudsucker</em> ist ein tragik-komisches Meisterwerk absurden Humors, <em>Fargo</em> mit seiner stoischen Ruhe, die stets auf dem schmalen Grad zur Langeweile balanciert und bewusst mit diesem Umstand spielt, eine Verneigung vor klassischen Gangsterfilme und <em>Ein unmöglicher Härtefall</em> ein Feuerwerk der Slapstick. Mit jedem Film ist es den Coens gleichzeitig gelungen, ein neues Genre aufzugreifen, umzuformen, auf ihre ganz eigene Art zu bedienen und daraus eine Hommage an die Klassiker der Filmgeschichte zu stricken, während sie damit gleichzeitig selbst moderne Klassiker schufen. Nun also <em>No Country for old Men</em>. <span id="more-716"></span></p>
<p>Eigentlich eher ein Kammerspiel in einer weiten Landschaft, eine Charakterstudie einiger weniger Figuren, allen voran des Killers <em>Anton Chigurh</em>. Erzählt in einer Weise, wie es nur die Coens zustande bringen und wie sie noch am Ehesten mit <em>Fargo</em> vergleichbar ist. Überhaupt scheinen die Brüder sich in diesem Film mit Vorliebe selbst zu zitieren, erinnern viele Elemente zumindest entfernt an ihren Achtungserfolg. Allen voran der wortkarge, grüblerische Sherriff mit seinem dezent begriffstutzigem Deputy. Gerade <em>Tommy Lee Jones</em> scheint sich ein großes Vorbild an der genialen Darstellung von <em>Frances McDormand</em> als Sheriff Marge Gunderson genommen zu haben. Und genau wie <em>Fargo</em> läßt sich der Film jede Menge Zeit, die Geschichte in ruhigen, langen Einstellungen zu präsentieren, Figuren eher durch das, was sie nicht sagen zu charakterisieren, als durch allzu viele Worte, ihnen ausgiebig Gelegenheit zu geben, durch ihre bloße Präsenz zu wirken. Das ist ganz großes Kino, wie wir es viel zu selten geboten bekommen und wird eindrücklich unterstrichen durch die großartige schauspielerische Leistung des Ensembles. Womit wir wieder bei meinem Eingangs geschilderten Problem wären: Ja, <em>Javier Bardem</em> ist fantastisch als psychopathischer Killer. Aber dadurch, dass seine Leistung im Vorfeld so sehr über den grünen Klee gelobt wurde, war ich die gesamte Dauer des Films über geneigt, mich zu fragen, was seine Darstellung denn nun so besonders macht. Sowas lenkt aber leider ungemein vom Film ab.</p>
<p>Vielleicht habe ich ja deshalb irgendwann gegen Ende hin den Anschluss verpaßt. Oder wurde es ab einem gewissen Punkt tatsächlich einfach zu wirr? Kurze Zeit nachdem es <em>Woody Harrelson</em> abrupt aus dem Film befördert hat jedenfalls habe ich wohl den Faden verloren. Mit der Schießerei zwischen <em>Llewellyn</em> und den Mexikanern hätte eigentlich alles ein Ende finden können. Leider war das genau der Punkt, der viel zu kurz gekommen ist. Was genau passiert ist, muss man sich aus Versatzstücken zusammenreimen und auf manches, was daraufhin noch gezeigt wird, kann man sich so recht keinen Reim mehr machen. Welche Rolle spielt eigentlich der so hilfsbereite Sheriff Bell genau in dieser Geschichte? Und was hat es bei seinem scheinbar völlig zusammenhangslosen Besuch bei dem alten Mann im Rollstuhl, offenbar der Deputy seines Vaters, auf sich? Oder seinem abschließenden Monolog über einen Traum, der ihn in der vergangenen Nacht heimgesucht hat? Was ist tatsächlich mit dem Geld passiert? Mich ließ zum Schluss hin das Gefühl nicht los, dass die gezeigten Szenen lediglich einer Ausformung der jeweiligen Charaktere diente, dazu, ihnen nachhaltig ein Gesicht, eine Geschichte zu verleihen, viel weniger, tatsächlich eine Gesschichte zu erzählen. <em>Chigurh&#8217;s </em>Autounfall war im Grunde genommen genau so überflüssig wie die Figur des Sheriffs als Teil der Geschichte, aber für die Erzählung, die Stimmung, die Atmonsphäre nichts desto trotz ein ungemeiner Zugewinn, der beweist, dass es nicht immer auf eine konventionell erzählte Geschichte ankommt, um einen zweifelsfrei guten Film zu machen. Bloß hätte ich persönlich mir die letzten 15 Minuten Film vielleicht lieber als eingestreute Sprengsel präsentieren lassen. Hier war man allerdings vielleicht auch zu sehr an die Romanvorlage von <em>Cormac McCarthy</em> gebunden. So hingegen wirkt der Schluss des Films eher als absurdes Anhängsel. Schade. Trotzdem habe ich jede Minute im Kinosessel genossen. Und das ist ja immerhin auch schonmal was, das bei weitem nicht viele Filme schaffen</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=716&amp;md5=2847766efcd973fa31f09e0af2f217bd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/03/14/no-country-for-old-men/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zum Schreien</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/02/15/zum-schreien/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/02/15/zum-schreien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 08:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=693</guid>
		<description><![CDATA[

Juhu, Uwe Boll-Hasser auf der ganzen Welt haben demnächst wieder jede Menge Gelegenheit, sich ein weiteres Mal so richtig über den Tschörrmän Muhfie Bädäss aufzuregen. Und der Rest bekommt endlich mal wieder so richtig was zu lachen. Aber so richtig. Als Spieleliebhaber muss man zwar eigentlich schon peinlich vom Donner gerührt die Hände überm ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/02/farcry.jpg" alt="farcry.jpg" /></p>
<p>Juhu,<em> Uwe Boll</em>-Hasser auf der ganzen Welt haben demnächst wieder jede Menge Gelegenheit, sich ein weiteres Mal so richtig über den Tschörrmän Muhfie Bädäss aufzuregen. Und der Rest bekommt endlich mal wieder so richtig was zu lachen. Aber so richtig. Als Spieleliebhaber muss man zwar eigentlich schon peinlich vom Donner gerührt die Hände überm Kopf zusammenschlagen, aber wenn man die Fremdscham erstmal überwunden hat, gibts wirklich kein Halten mehr und man kann sich mal ordentlich das Zwerchfell malträtieren. Wie? Was? Womit? Na, ganz einfach: Mit einem Kinobesuch des neuesten Bollwerks mit dem Titel &#8220;<em>Far Cry &#8211; The Movie</em>&#8220;. Oh bitte, lieber Gott, lass diesen Film auch bei uns unsynchronisiert laufen. Ich will unbedingt die ganze Zeit über diesen schlimmen deutschen Akzent hören! So, als kleinen Vorgeschmack gibt es nun noch einen <a href="http://www.gametrailers.com/player/30630.html?ref=embedfeat" target="_blank">Link zum ersten Trailer</a>. Viel Spaß damit!</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=693&amp;md5=a09e5472a206fab96bae65a2c27720a3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/02/15/zum-schreien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cloverfield</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/02/01/cloverfield/</link>
		<comments>http://www.endoflevelboss.de/2008/02/01/cloverfield/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 12:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Movies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.endoflevelboss.de/?p=684</guid>
		<description><![CDATA[

"There's no beginning to the story / A bookshelf sinks into the sand / and a language learned and forgot, in turn / is studied once agan. / It's a shocking bit of footage / viewed from a shitty t.v. screen. / You can squint at it through snowy static / to make out ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/02/kleefeld.jpg" alt="kleefeld.jpg" /></p>
<p><cite title="Bright Eyes - ">&#8220;There&#8217;s no beginning to the story / A bookshelf sinks into the sand / and a language learned and forgot, in turn / is studied once agan. / It&#8217;s a shocking bit of footage / viewed from a shitty t.v. screen. / You can squint at it through snowy static / to make out the meaning. / Just keep on stretching the antennae, hoping that it will come clear. / We need some reception, a higher message / just tell us what to fear./  Because I dont know what tomorrow brings. It&#8217;s alive with such possibilities.&#8221;</cite> So sang es vor einigen Jahren bereits <em>Conor Oberst</em> mit seinen <a href="http://www.thisisbrighteyes.com/" target="_blank"><em>Bright Eyes</em></a>. Und mich hätte nicht überrascht, diesen Song auch noch irgendwo aus dem Radio eines halbzerstörten und stehengelassenen Autos zu hören. Zu gut hätte er zu diesem filmischen Dokument gepasst, das aus nahezu ein oder derselben Perspektive innerhalb von nichtmal 90 Minuten die Ereignisse von 24 Stunden schildert&#8230; nein: zeigt, einfach nur zeigt&#8230; und dabei durch seine Unmittelbarkeit eine verstörende Sogwirkung entfaltet, die den Zuschauer als hilfloses Auge der Kamera geradezu mit einbezieht. <em>Cloverfield</em> erklärt praktisch nichts, zu keinem Zeitpunkt. Lediglich zu Beginn wird uns kurz die Gruppe von Menschen vorgestellt, die wir im Folgenden begleiten, deren Teil wir sein werden. Wie sie zueinander stehen, welche fein verknüpften Bindungen und Konflikte in dieser Gruppe bestehen, müssen wir uns geradezu selbst erarbeiten. <em>Cloverfield</em> beschränkt sich stets auf den Moment, das Jetzt und Hier, den Blickwinkel einer einzigen, subjektiven Kamera, ohne je den Anspruch zu erheben, Erklärungen, Zusammenhänge oder Hintergründe liefern zu wollen&#8230;. Oder auch nur zu können. <span id="more-684"></span></p>
<p>Gerade diese Unwissenheit, dieser subjektive Blick auf die Ereignisse, macht <em>Cloverfield</em> überhaupt erst zu dem erschreckenden Monster, das es ist. Die Spannung, die Angst, die beklemmende Unsicherheit, Hilflosigkeit, Trauer und Wut die es schürt, liegt eben genau darin begründet, dass es keine Erklärungen gibt. Die Ratlosigkeit der Protagonisten ist unsere eigene, die gehetzte Panik, mit der sie durch die Straßenschluchten irren, wird ebenso zu unserer. Was zählen also Erklärungen, wenn man gerade um sein Leben rennt?</p>
<p>Die Substanz des Horrortrips durch New York wird uns mit einfachsten Mitteln präsentiert. In einer Ästhetik, die fatal an diesen einen Tag im September vor ein paar Jahren erinnert. Und doch völlig neu und anders. Dennoch: der generelle Blick auf die Dinge ist der gleiche. Genau wie damals sehen wir Staub- und Trümmerwolken, die sich durch die Straßenschluchten walzen.Ggenau wie damals sehen wir schreiende Menschen, die sich fliehend die Hände vors Gesicht halten, hinter Autos in Deckung kriechen und in plötzlich leerstehenden, verwaisten Geschäften ihre vermeintliche Sicherheit suchen. Häuser brennen und stürzen ein, Papierfetzen flattern vom Himmel, Polizei, Militär und Hilfskräfte versuchen die kopflose Flucht der Massen in geordnete Bahnen zu lenken. Und trotz der bedrückenden Vertrautheit der Bilder, trotz der Parallelen, ist unser Blick ein anderer. Einer, den auch wir erst wieder neu lernen müssen. Dazu dienen die ersten Minuten des Films, die uns mit alltäglichen Situationen konfrontieren und mit der ungewöhnlichen Optik des Films vertraut machen, mit den leicht grieseligen Bildern, dem ständigen, unkontrollierten Wackeln, der vielen Unschärfe. Hier findet sich auch praktisch alles wieder, was wir je über die Protagonisten erfahren werden. Kurze, nährwertlose Häppchen ihres Lebens, weitestgehend belanglos, von der angedeuteten Romanze zwischen Sunnyboy <em>Rob</em>, den es demnächst beruflich nach Japan verschlägt, und der schönen <em>Beth</em> einmal abgesehen. Ansonsten gilt in Cloverfield: nicht die Darsteller sind der Star, sondern die Angst. Trotzdem drehen die ersten Minuten sich hauptsächlich um <em>Rob und Beth</em>, deren kurzes Techtelmechtel der Ausganspunkt ist und das gleichzeitig der einzige Teil des Films ist, den wir aus ihrer Perspektive verfolgen. Rob filmt ihren gemeinsamen Tag auf <em>Coney Island</em> und ironischerweise ist es genau diese Kassette, sind es genau diese 84 Minuten Band, die mit dem bald folgenden Horror überspielt werden, die aber immer wieder einmal in kurz aufblitzenden Sentenzen durchschimmern. Wo <em>Blair Witch</em> sich einen pseudodokumentarischen Anstrich gegeben hat und die Kamera dementsprechend aus mehreren Perspektiven einen geradezu pornographischen Blick auf die Ereignisse geliefert hat, regiert bei <em>Cloverfield</em> der scheinbare Zufall, der am Ende eine zumindest ansatzweise kongruente Story liefert.</p>
<p><em>Rob</em> tritt demnächst eine Stelle in Japan an, weshalb sein Freundeskreis eine kleine Überraschungsparty inszeniert. Damit er was zur Erinnerung an die alte Heimat behält, fertigen seine Freunde ihm ein Video von der Party &#8211; samt Abschiedsgrüßen der gesamten Bande&#8230; bzw. sein bester Freund <em>Hud</em> wird dazu genötigt, den Abend zu dokumentieren, weil Robs Bruder <em>Jason</em>, dem die Aufgabe zugedacht war, keine Lust hat. So wird <em>Hud</em> also zum unfreiwilligen Dokumentator der Nacht. Was ein genauso simpler wie genialer Kniff ist. Genauso wie ihm die Kamera aufgezwängt wird, versetzt es den Zuschauer unfreiwillig in die Rolle eines Beteiligten, wird er Teil des Ganzen. Wenn dann zum ersten Mal die Lichter der Stadt verlöschen und der Boden bebt, ist man längst mittendrin. Spätestens von hier an gibt es kein Entkommen mehr.</p>
<p><em>Cloverfield</em>, man hat es bereits an allen Ecken und Enden gelesen, ist ein Monsterfilm. So eine Art <em>Godzilla</em> in böse. Wirklich böse. Denn da, wo die japanische Vorlage sich heute vor allem durch unfreiwillige Komik hervortut und <em>Emmerichs</em> Remake zeigte, dass <em>Size matters</em> allein keinen guten Film macht, Größe nicht alles ist und <em>Godzilla</em> folglich vor allem zu einem humorigen Action-Klamauk verkam, da geht <em>Cloverfield</em> in die Vollen und versetzt uns einfach hinein in eine Welt der Zerstörung. Auch hier gibt es wiederum keinerlei Erklärung. Woher das Monstrum stammt, dass da durch die Stadt wütet: keine Ahnung. Zwar stellt <em>Hud</em>, dem nun weitestgehend die Rolle des Kommentators aus dem Off zufällt, so seine Vermutungen an, doch bleibt es genau dabei: hypothetische Annahmen ohne jede Grundlage. Den Großteil des Films über bekommt man folgerichtig selbst das Monster nichtmal richtig zu Gesicht, sondern bleibt vielmehr Zeuge seiner unglaublichen Zerstörungswut. Noch so ein grundverschiedener Ansatz: Wo<em> Emmerichs</em> <em>Godzilla</em> eigentlich ein geradezu harmloses Echsenwesen war, das nur das Pech hatte, zu übernatürlicher Größe mutiert zu sein und nun nach einem geeigneten Brutplatz suchte, während der Großteil der Zerstörung nicht durch sondern wegen ihm vom Militär selbst angerichtet wurde, präsentiert uns <em>Cloverfield</em> einen wütenden Bastard, der alles andere als reptilienhaft wirkt und vielmehr außerirdischen Ursprungs zu sein scheint. Genauso unerklärlich wie seine Herkunft ist deshalb seine Zerstörungskraft, seine Feindseeligkeit gegenüber der Menschheit, sein Appetit auf Menschenfleisch. <em>Cloverfield</em> zeigt uns ganz klar, wovor wir Angst haben sollten, ohne das Monster jemals wirklich deutlich zeigen zu <em>müssen</em> (auch wenn es das zum Ende hin dann doch nochmal tut).</p>
<p>Es braucht keine <em>higher message</em>, keine tierfere Bedeutung. Alle, was es braucht, ist einen Zuschauer, der sich als Teil des Ganzen sieht und die Erkenntnis, dass gerade die Reduktion auf das Wesentliche, der Mangel an Erklärungsansätzen, am allerbesten dazu geeignet ist, uns in Erschrecken zu versetzen. Was bleibt ist eine atemlose Sprachlosigkeit, die sich durch die gesamte Handlung zieht und stellenweise offen zu Tage bricht. Am Eindrucksvollsten vielleicht in den Statements, die tatsächlich bewußt in die Kamera gesprichen werden, um dieses oder jenes zu dokumentieren. Da sind einerseits die Freundes-Botschaften, welche die Partygäste zu Beginn auf Aufforderung hin von sich geben, um ihrem Buddy noch ein paar warme Worte mit auf den Weg nach Nippon zu geben. Keiner weiß so recht, was er sagen soll, und wenn doch, kommen nur unglaublich hohle Worthülsen dabei heraus. Und dann nochmal ganz am Ende, wenn Rob die Kamera auf Beth richtet, um ein paar Worte für die Nachwelt festzuhalten. Was soll man sagen, in so einer Situation? Was soll man erzählen, wenn neben einem eine unerklärliche, ja unmögliche Kreatur in Wolkenkratzer-Format durch den <em>Central Park</em> stampft? Nichts. Absolut nichts. Gerade diese leisen Passagen sind es deshalb auch, die am tiefsten bewegen, die am stärksten in ihren Bann ziehen, aufkratzen, schockieren. Wenn in der Stille der verlassenen U-Bahn-Station Rob&#8217;s Mutter anruft, um zu fragen, ob er wohlbehalten ist, möchte man einfach nur noch laut losheulen vor Verzweiflung. Und diese Sprachlosigkeit, die durch all dies bewirkt wird, ist es schließlich auch, die <em>Cloverfield</em> zu etwas besonderem macht, zu einem Meisterwerk moderner Erzählkunst. Wenn es dann am Ende doch eine Message geben sollte, dann allerhöchstens diese: Es gibt kein Entkommen.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=684&amp;md5=ffdea209ec61b3def609603b8c461ef5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.endoflevelboss.de/2008/02/01/cloverfield/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

