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	<title>end of level boss &#187; Firewall</title>
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		<title>Verstümmelung</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 23:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Da schau an: beinahe pünktlich zur 1. GameParents.de e.V. Eltern-LAN schießt sich ausgerechnet die GameStar wieder einmal durch fragwürdige Medieninhalte ins Abseits. Wenn das die Eltern wüßten, die uns morgen besuchen kommen. Schlimm genug, dass man im Hause IDG neuerdings wohl der Meinung ist, dass Info-Newsletter aus der Redaktion auch ganz offen als gekaufte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-802" title="gameparents_neu" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/05/gameparents_neu.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p style="text-align: justify;">Da schau an: beinahe pünktlich zur <strong>1. GameParents.de e.V. Eltern-LAN</strong> schießt sich ausgerechnet die <em>GameStar</em> wieder einmal durch fragwürdige Medieninhalte ins Abseits. Wenn das die Eltern wüßten, die uns morgen besuchen kommen. Schlimm genug, dass man im Hause <em>IDG</em> neuerdings wohl der Meinung ist, dass Info-Newsletter aus der Redaktion auch ganz offen als gekaufte Werbefläche zu präsentieren sind (dass das Resultat eines Spiele-&#8221;Tests&#8221; bei <em>GameStar</em> und Co. abhängig vom Testergebnis des hereingeschneiten Geldhaufens ist, vermute ich ja bereits länger). Nun hat man sich zu allem Überfluss aber auch noch gedacht, <a href="http://mick-schnelle.blogspot.com/2008/10/sprachlos.html" target="_blank">Werbung als redaktionellen Inhalt zu verkleiden</a> allein reiche nicht aus, um als hochgradig sittenwidrig und medienrechtlich völlig daneben angesehen zu werden. Stattdessen werfen die Redaktionen um die Herren <em>Trier</em> und <em>Schwerdtel</em> auch noch alle Jugendschutz-Vorsätze über Bord, scheißen auf das positive Image, dass sie der Spielebranche im Laufe der letzten Jahre durch mühsam zusammengestrickte Artikel über die Funktionstüchtigkeit des deutschen Jugendschutzes überzustülpen versucht haben und scheuen sich nicht, Inhalte, die es aufgrund ihrer Bedenklichkeit nicht auf die Beilagen-DVDs der regulären Kiosk-Fassungen beider Magazine schaffen würden, einfach frei für alle zugänglich auf ihrer Website zu präsentieren. <span id="more-1244"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Mit Verlaub, aber: Was von der <em>USK </em>mit einem ab 18 Siegel versehen wurde (oder mit gar keinem, weil der dargestellte Gewaltgrad weit über das hinaus geht, was die USK als kennzeichnungswürdig hält), darf nicht nur am Kiosk als Beilage einer Zeitschrift nicht für Kinder und Jugendliche zugänglich gemacht werden. Wer sowas im Internet präsentiert, sollte sich darüber im klaren sein, dass das höchstoffiziellen Ärger mit der <a href="http://www.fsm.de/" target="_blank"><em>Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM)</em></a> nach sich ziehen könnte. Nein: muss. Denn dass der mit Sicherheit nicht gerade niedrige Anteil all der minderjährigen Besucher auf den <em>GameStar- </em>und <em>GamePro-</em>Websites völlig uneingeschränkten Zugang zu sämtlichen Inhalten der Videoarchive hat (ohne Altersverifikation etc., wohlgemerkt), dürfte die Damen und Herren beim USK- und FSK-Pendant für Online-Medien vor Freude die Klageschriften schwenken lassen. Juchee.</p>
<p style="text-align: justify;">Ach ja: Auslöser dieses kleinen Ausrasters sind die aktuellen Testvideos zu <strong>Dead Space</strong> (<a href="http://www.gamestar.de/index.cfm?pid=452&amp;pk=11441" target="_blank">bei GameStar.de</a>) und <em>Gears of War 2</em> (<a href="http://www.gamepro.de/videoplayer/popup/video.cfm?pk=750&amp;id=video" target="_blank">bei GamePro.de)</a>. Und komm mir keiner mit journalistischer Sorgfaltspflicht oder sowas. Und ja: auch ich habe die Schnauze gestrichen voll von all diesen dummen Verboten und undurchsichtigen Regelungen, was nicht sein darf, was kann und was muss, aber wenn so ein Mumpitz schon in Kraft ist und in absehbarer Zeit keine Besserung in Sicht ist, dann sollte doch zumindest gleiches Recht für alle gelten. Giga etwa hat nicht von ungefähr schon vor Jahren eine &#8220;23-Uhr-Stunde&#8221; eingeführt. Und über die TV-Mattscheiben flimmern nicht umsonst Hinweise der Sorte &#8220;Diese Sendung ist für Zuschauer unter 16 (18, 39, 84) Jahren nicht geeignet&#8221;. Wenn die GameStar mit sowas durchkommt, dann fang ich auch bald an, Videoreviews vom bis dahin mit Sicherheit längst indizierten <strong>Gears of War 2</strong> zu drehen und dabei 10 Minuten lang nur Kettensägenmassaker und fliegende Gliedmaßen zu präsentieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>P.S.:</strong> verdammt, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den Artikel bei nochmaligem Korrekturlesen vermutlich sofort wieder in die Tonne kloppen müßte, weil er zu angreifbar ist, aber just in diesem Augenblick ist mir das irgendwie schnurz.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=1244&amp;md5=ea7060831223bfd3911cd480afa04131" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eine Zensur findet&#8230; statt.</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 11:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Firewall]]></category>
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Manches Böse ist böser als anderes Böses. Alles klar soweit? Dann ist es nur umso folgerichtiger, dass man das wirklich böse Böse verbieten muss, während das einfach nur Böse erhalten bleiben darf. Man muss den unmündigen Mob ja schließlich vor sich selbst schützen. In der Konsequenz müssen sich öffentlich-rechtliche Sender also beispielsweise im Länderspiegel ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1233" title="verdammtnochmal" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/11/verdammtnochmal.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Manches Böse ist böser als anderes Böses. Alles klar soweit? Dann ist es nur umso folgerichtiger, dass man das wirklich böse Böse verbieten muss, während das einfach nur Böse erhalten bleiben darf. Man muss den unmündigen Mob ja schließlich vor sich selbst schützen. In der Konsequenz müssen sich öffentlich-rechtliche Sender also beispielsweise im <em>Länderspiegel</em> dazu verpflichtet fühlen, in einem Beitrag die bösen Grenzgänger in holländische Coffee-Shops zu verteufeln, nur um im unmittelbar anschließenden Beitrag Weinbergtouristen dafür zu liebkosen, dass sie sich gemütlich im Südhang die Birne zudröhnen. Bravo, so sieht ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Bösen und dem bösen Bösen aus. Bravo auch an die deutschen Gerichte, die uns vor all dem schützen, was unsere Seelen verrohen und uns zu bösen Killern machen kann. Bravo also, dass nun genau das eingetreten ist, was sich <a href="http://www.areagames.de/artikel/detail/Keine-Ueberraschung-Condemned-2-beschlagnahmt/70040" target="_blank">bereits im April dieses Jahres</a> abzeichnete: <strong>Condemned 2</strong> ist seit Freitag <a href="http://www.areagames.de/artikel/detail/Condemned-2-ab-sofort-beschlagnahmt/96526" target="_blank">mit sofortiger Wirkung beschlagnahmt</a>. Erwachsene dürfen fortan nur noch neidisch zusehen, wie die Jugend sich den Titel lustig illegal durch die Internet-Leitung saugt, während der örtliche Händler ihnen nach einem Blick unter die Ladentheke nur hilflos die Schulter zuckend zu verstehen gibt: &#8220;Verdammt Zwei? Ha&#8217;m wa nisch mähr. Is dat nisch dat böse Böse, wat wa nisch mähr spielen dürfen?&#8221;. Richtig. Danke für soviel geballte Demonstration von echte Fürsorge und echtem Verantwortungsbewusstsein!</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=1232&amp;md5=665284eb0e5e2a816ab91c4f5a2314af" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Laßt doch einfach mal die Eltern spielen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 18:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Wenn man, so wie ich vorgestern, das deutsche Jugendschutzsystem bemängelt, sollte man dem Kritisierten natürlich auch etwas Sinnvolles gegenüberstellen, Verbesserungsvorschläge machen und/oder direkt die Initiative ergreifen und ganz konkret etwas tun, um dem Gesetzes-Irrsinn die Stirn zu bieten. Aus diesem Grund wird es am 8. November die erste GameParents.de e.V. Eltern-LAN geben. Die Idee ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p style="text-align: center;"><a href="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/05/gameparents_neu.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-802" title="gameparents_neu" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/05/gameparents_neu.jpg" alt="" width="650" height="120" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">Wenn man, <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=1089" target="_blank">so wie ich vorgestern</a>, das deutsche Jugendschutzsystem bemängelt, sollte man dem Kritisierten natürlich auch etwas Sinnvolles gegenüberstellen, Verbesserungsvorschläge machen und/oder direkt die Initiative ergreifen und ganz konkret etwas tun, um dem Gesetzes-Irrsinn die Stirn zu bieten. Aus diesem Grund wird es am 8. November die erste <strong>GameParents.de e.V. Eltern-LAN</strong> geben. Die Idee dahinter: Eltern nicht nur Ratschläge und gut gemeinte Tipps vor die Stirn knallen, die sie gelangweilt innerhalb eines Vortrags über sich ergehen lassen und zuhause schnell wieder mit dem nächsten Müll-Rausbringen wieder verdrängen, sondern sie aktiv einbinden, selbst spielen lassen und so zunächst einmal ein generelles Verständnis für das Medium Games zu geben. Auf diesem kann dann wiederum aufgebaut werden und nach und nach Wissen rund um Alterskennzeichnungen, Jugendschutzeinstellungen und die Vermittlung von Medienkompetenz an Kinder weitergegeben werden. <em>&#8216;Medienkompetenz spielend erlernen&#8217;</em> lautet deshalb auch das Motto der 1. Eltern-LAN. Unterstützt durch weitere Partner aus dem Jugendschutzbereich, Profigamer und die <em>USK </em>dürfte ein ziemlich rundes Paket geschnürt sein. Die Einladungen sind gedruckt (<a href="http://www.endoflevelboss.de/transfer/Einladung_AUSSEN_Final.pdf">Einladung außen</a>, <a href="http://www.endoflevelboss.de/transfer/Einladung_INNEN_Final.pdf">Einladung innen</a>) und verteilt, jetzt heißt es gespannt warten &#8211; auf das Feedback der Eltern in Form von Anmeldungen. <span id="more-1129"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Falls sich jetzt jemand wundert, ob er nicht neulich erst beim <em>Intel Friday Night Game</em> der <em>ESL</em> über solch eine ElternLAN <a href="http://www.zeit.de/online/2008/42/killerspiele-eltern-lan" target="_blank">gestolpert ist</a> oder i<a href="http://www.stern.de/computer-technik/computer/:Killerspiele-/642002.html?q=eltern" target="_blank">rgendwo davon gelesen hat</a>: Ja, <em>Turtle Entertainment</em> war ein wenig schneller als wir. Aber die Idee zu dieser Veranstaltung hatten wir natürlich schon viel früher <img src='http://www.endoflevelboss.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Damit das Projekt Eltern-LAN künftig schneller größer werden kann, wird es von allen möglichen Seiten untersützt. Letztlich geht es auch nicht darum, zwei oder mehr konkurrierende Angebote zu etablieren, sondern vorhandene Ressourcen gemeinsam zu nutzen und das Ziel, Eltern das Theme Jugendschutz näherzubringen, schnellstmöglich zu erreichen. Deshalb werden die <em>GameParents,</em> wann immer möglich, auf der <em>ESL</em>-Veranstaltung vertreten sein, während <em>Turtle</em> so freundlich ist, uns mit Equipment und Personal unter die Arme zu greifen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer zufällig in der Nähe von Ennepetal wohnt und Interesse daran hat, uns zu unterstützen (und sei es nur mit Kuchenspenden), ist herzlich eingeladen. Immer gern gesehen sind natürlich auch weiterhin Angeboten unseren allgemeinen GameParents-Flyer in Games-Stores, Schulen etc. zu verteilen (wir schicken Euch gerne ein paar Exemplare zu), oder uns mit Artikeln auf gameparents.de unter die Arme zu greifen.</p>
<p style="text-align: justify;">So, nun hoffe ich mal das Beste und freue mich auf eine außerordentlich gut besuchte erste Eltern-LAN, die ein voller Erfolg wird.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=1129&amp;md5=372b9c6e07df6cd1638d148192c0990e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Chaotisch, schwer nachvollziehbar, völlig verfehlt</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/10/15/chaotisch-schwer-nachvollziehbar-vollig-verfehlt/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 19:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer blickt eigentlich noch durch, wenn es darum geht, was hierzulande gespielt werden darf? Warum  der gesetzliche Jugendmedienschutz auf dem besten Weg ist, sich selbst ad absurdum zu führen... Es ist schon ein Kreuz mit dem deutschen Jugendschutz. Das haben wir wohl schon häufig genug festgestellt und beklagt. Generell sinnvoll, sind wir uns ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1105" title="daskreuzmitdemjuschg" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/daskreuzmitdemjuschg.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
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<p style="text-align: justify;"><strong>Wer blickt eigentlich noch durch, wenn es darum geht, was hierzulande gespielt werden darf? Warum  der gesetzliche Jugendmedienschutz auf dem besten Weg ist, sich selbst ad absurdum zu führen&#8230;</strong> Es ist schon ein Kreuz mit dem deutschen Jugendschutz. Das haben wir wohl schon häufig genug festgestellt und beklagt. Generell sinnvoll, sind wir uns vermutlich alle einig darüber, dass gerade der J<em>ugendmedienschutz hierzulande völlig überreguliert ist</em> und die Gesetzgebung teilweise an den völlig falschen Stellen greift. Klar, unsere Kleinen sollten bei weitem nicht all das sehen und spielen dürfen, was so in den Händlerregalen steht. Und klar, es sollte jemanden geben, der sich darum kümmert, dass bestimmte Inhalte von bestimmten Altersgruppen nicht rezipiert werden. Wo nun aber der gesunde Menschenverstand gebietet, diese Verantwortung den Eltern &#8220;aufzubürden&#8221; und ihnen mal so kräftig in den Arsch zu treten, dass sie endlich kapieren, dass Kinder nicht nur Mittel zum Zweck sind, um Geld vom Staat zu bekommen, sondern auch Aufmerksamkeit, Fürsorge und der Vermittlung von sozialen Werten bedürfen, da sind der Staat und viele Erziehungsberechtigte genau der gegenteiligen Meinung und verlassen sich lieber  auf abartig lächerliche Gesetze, die de facto komplett an der Realität vorbei gehen und profilieren sich im Glanz der Medien mit absurd abstrusen Forderungen zu Killerspielverboten. &#8216;<em>Zensur!&#8217;</em>, rufen da so manche. Und liegen gar nicht so daneben. &#8216;Deutschland, Land der Meinungsfreiheit!&#8217;, engegnet da die Politik und beruft sich auf ihren Auftrag, nur dem Wohl des Landes zu dienen.<span id="more-1089"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Diskussion und Resignation.</h3>
<p style="text-align: justify;">Diese Diskussion wird vermutlich noch ewig anhalten und in Zeiten des Wahlkampfes immer wieder einmal an Aktualität gewinnen. Da ist es doch schön zu beobachten, dass derartiges Politikgehabe selbst von den sonst so nach reißerischen Aussagen lechzenden Massenmedien offenbar längst nicht mehr so willig und ungefiltert aufgesogen wird, wie noch vor einigen wenigen Jahren, als es nach Erfurt darum ging, eine Hetzjagd sonder Gleichen auf eine ganze Branche zu veranstalten und die Gelegenheit zu nutzen, die Daumenschrauben für Gamer gehörig anzuziehen, um ein besonders straffes Jugendschutzgesetz in Kraft zu setzen.</p>
<div id="attachment_1106" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/frontal-21.jpg"><img class="size-medium wp-image-1106" title="frontal-21" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/frontal-21-500x375.jpg" alt="Für viele Gamer der Inbegriff des Bösen: Das ZDF-Magazin Frontal 21 (und besonders sein Autor Dr. Rainer Fromm). Bild: ZDF.de" width="250" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Für viele Gamer der Inbegriff des Bösen: Das ZDF-Magazin Frontal 21 (und besonders sein Autor Dr. Rainer Fromm). Bild: ZDF.de</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wenn heute wieder einmal jemand etwas von &#8216;Killerspielen&#8217; brabbelt, wird ihm im Grunde nur noch ein müdes Lächeln geschenkt. Wenn überhaupt. Aufmerksamkeit und Schlagzeilen gibt es für derlei Äußerungen in diesen Tagen kaum noch. Verbal auf&#8217;s Maul aber leider auch nicht. Nicht mal mehr von den Gamern. Die sind müde ob solcher Auseinandersetzungen und resignieren. Verständlicherweise. So kommt es dann auch, dass ein Mann wie <em>Dr. Rainer Fromm</em> mit seinem neuesten Streich namens &#8220;<a href="http://www.gameparents.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=300&amp;Itemid=31" target="_blank">Gefährliches Flimmern</a>&#8221; weitestgehend gegen geschlossen stehende und zu Tode gelangweilte Mauern rennt, an denen derlei Mumpitz abperlt wie an einer Lotusblüte. Nur bei einem bestimmten Personenkreis eben nicht: bei der Zielgruppe von Sendungen wie <em>Frontal 21</em> und Co., die es möglich machen, dass Kurpfuscher wie Fromm ihre populistischen Pamphlete ungestraft in den Köpfen eben jener Menschen verankern können, die nach wie vor eben herzlich wenig Ahnung vom Medium Videogames haben und auch weiterhin entweder erschrocken die Fernbedienung fallen lassen, um ihre Zöglinge völlig übereilt vom Computer wegzuzerren, oder eben wieder nur einmal uninteressiert mit der Schulter zucken und sich denken: &#8220;Was soll&#8217;s, ändern kann ich&#8217;s eh nicht mehr. Solange ich noch Geld vom Staat für das Balg krieg&#8217;&#8221;&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Das darf nicht sein. Dagegen muss auch weiterhin angekämpft werden. Vielleicht male ich aber auch zu schwarz und selbst das greise <em>ZDF</em>-Publikum hat längst kapiert, welchen Stuss ihr Lieblingssender da unter das Volk streut. Vielleicht ist es deshalb auch ganz gut so, wenn niemand mehr seine Energie angesichts solchen offenkundigen Irrsinns verschwenden möchte. Vielleicht aber macht mittlerweile auch einfach keiner mehr den Mund auf, weil niemand mehr so recht zu beurteilen vermag, wie man denn nun möglichst gesetzeskonform argumentieren könnte, dass die Berichte über blutrünstige Kettensägenmassaker im Zimmer des 3jährigen Kevin auf jeder Ebene völlig verfehlt sind?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Verschlimmbesserungen im Detail.</h3>
<p style="text-align: justify;">So stark bereits die erste Inkarnation des Jugendschutzgesetzes aus dem Jahre 2003 kritisiert worden ist, war sie doch zumindest eines: einfach zu durchschauen. Ja, richtig gelesen. Das mag zunächst vielleicht etwas schwer zu glauben sein, aber wer sich die Mühe gemacht hat, sich mal zumindest ein bißchen mit den Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes nach Erfurt auseinanderzusetzen, wird schnell festgestellt haben: im Grunde genommen ist es alles ganz einfach.</p>
<p style="text-align: justify;">So wurde damals etwa die <em>Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)</em> endlich als allgemein akzeptierte Instanz eingesetzt, die Spielen seitdem  genauso rechtlich verbindlich eine Alterseinstufung aufdrücken darf, wie die <em>FSK </em>es bei Filmen praktiziert. Seitdem gilt ebenfalls: alles, was die USK mit einem Siegel versehen hat, darf von der <em>Bundesprüfstelle</em> nicht mehr indiziert werden. Damit die <em>BPjM</em> trotzdem nicht ohne Arbeit da steht, hat man sich darauf geeinigt, dass die <em>USK</em> sich bei ihren Prüfungen immer auch nach der bisherigen Spruchpraxis der <em>BPjM</em> orientiert und deshalb Inhalte, die in der Vergangenheit so mit Sicherheit indiziert worden wären, einfach keinen <em>USK-Sticker</em> bekommen und somit auch weiterhin auf dem Index landen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Einfach, <strong>oder</strong>?</p>
<p style="text-align: justify;">Nun war das unserer lieben Bundesregierung aber alles nicht genug. Da hätte ja der gemeine Pöbel noch ohne weiteres durchsteigen können, wenn er denn gewollt hätte. Also wurde irgendwann im Laufe dieses Jahres (wann genau weiß eigentlich niemand so richtig, weil es am Ende keine Sau mehr interessiert hat), das ganze Gesetz noch ein wenig generalüberholt, um es auch ja für alle <span style="text-decoration: line-through;">Beteiligten</span> Betroffenen, so undurchsichtig wie möglich zu machen. Gewährleistet wird dies durch eine eigentlich winzige Kleinigkeit, nämlich der Formluierung im Gesetzestext, wonach fortan &#8216;<strong>gewaltbeherrschte&#8217;</strong> Medien vom Fleck weg indiziert werden dürfen, ganz gleich, was die <em>USK</em> davon hält.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Sorgenkind USK.</h3>
<p style="text-align: justify;">A propos <em>USK</em>: die ist in diesem Zusammenhang dann auch eigentlich das größte Sorgenkind von allen. Denn im Laufe der vielen Diskussionen rund um die Wirksamkeit und Stichhaltigkeit des deutschen Jugendmedienschutzes wurde ebenfalls beschlossen, sie ihrer, bis zu diesem Zeitpunkt vorhandenen, faktischen Unabhängigkeit von der Spieleindustrie zu berauben und sie in die Obhut des <em>Bundesverbandes interaktive Unterhaltungssoftware (BIU)</em> zu legen. Ihr wißt schon, das ist dieser Verband, in dem die mittlerweile 13 größten Publisher Deutschlands sitzen und der unter anderem die <em>Games Convention</em> auf dem Gewissen hat.</p>
<div id="attachment_1109" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><img class="size-medium wp-image-1109" style="margin-left: 8px;" title="usk" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/usk.png" alt="Tut die Nähe zur Industrie der USK gut? Bild: USK." width="150" height="151" /><p class="wp-caption-text">Tut die Nähe zur Industrie der USK gut? Bild: USK.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Nun war es vorher so, dass die <em>USK </em>von einem gemeinnützigen Verein zur Förderung von Jugendarbeit getragen wurde, somit zunächst einmal überhaupt keine einzige Verbindung zur Industrie aufweisen konnte und dank transparenter Prüfungskriterien einen massiven Glaubwürdigkeitsbonus hatte, auf den die von vornherein von der Filmwirtschaft getragene <em>FSK </em>eigentlich nur neidisch sein konnte. Dank der Übernahme durch den <em>BIU</em> hat man der USK nun jedoch, meiner Meinung nach, ganz ordentlich ins Bein geschossen.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn seither herrscht völlige Unklarheit darüber, wann ein Titel unter welchen Voraussetzungen welche Altersfreigabe erreicht. In hohem Maße dazu beigetragen hat jedoch eben auch der novellierte Jugendschutz. Da stehen sich nun mehrere Fronten scheinbar unvereinbar gegenüber. Dazwischen sitzt die <em>USK</em> und zuckt jedesmal nervös zusammen, wenn wieder mal ein so genanntes &#8216;gewaltbeherrschtes&#8217; Spiel bei ihr eintrudelt &#8211; nicht wissend, welche Vorgehensweise nun die richtige sein könnte. Ganz normal durchwinken wie immer, Sticker drauf und gut&#8230;? Normal prüfen, den Sticker verweigern und schauen, ob die <em>BPjM</em> irgendwann zufälig selbst oder auf Anregung auf einen Titel aufmerksam wird und ihn eventuell indiziert? Oder direkt an die die <em>Bundesprüfstelle</em> weiterreichen, weil es unter die neuen Bestimmungen fallen und entsprechend vom Fleck weg indiziert gehören könnte?</p>
<p style="text-align: justify;">Ab wann gilt ein Computer- oder Videospiel denn nun als gewaltbeherrscht, liebe Frau von der Leyen?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Welches Siegel hätten&#8217;s denn gerne?</h3>
<p style="text-align: justify;">Zu all der Unklarheit, die der Gesetzesumbau geschaffen hat, kommen dann, sozusagen als krönendes Häubchen, einige Aspekte, die dem geneigten Videospieler die Zehennägel in Kringeln die Füße hinaufrollen lassen. Nochmal Auftritt der <em>USK</em>: Nicht nur, dass man hier offenbar nun vor das enorme Problem gestellt wird, praktisch willkürlich entscheiden zu müssen, welche Titel wegen des dargestellten Gewaltgrades indiziert gehören und welche nicht, schlägt sich die unmittelbare Nähe zur Industrie anscheinend ebenfalls sehr deutlich auf die Altersfreigaben durch. Fast scheint es, als fürchte man, sich durch die Bindung an den <em>BIU</em> allzu verdächtig zu machen. Denn während etwa die Altersfreigaben der <em>FSK </em>im Filmbereich innerhalb des letzten Jahrzehnt geradezu absurd komische Züge angenommen haben, wenn etwa einerseits offenbar immer jüngere Menschen immer härtere Filme sehen dürfen, andererseits etwa bei Filmen wie dem letzten <em>Rambo</em> eine Schnittwillkür vom Allergemeinsten aufgeboten wird, scheint der Trend bei der USK eher den entgegengesetzten Weg zu gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Oder herrscht nur bei mir das flaue Gefühl vor, dass viele Titel in letzter Zeit vorsichtshalber lieber eine Stufe zu hoch als zu niedrig freigegeben wurden?</p>
<div id="attachment_1110" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/deadspace01.jpg"><img class="size-medium wp-image-1110" title="deadspace01" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/deadspace01-500x280.jpg" alt="" width="250" height="140" /></a><p class="wp-caption-text">1000mal berührt: 3 Prüfdurchgänge, um Dead Space zum USK-Siegel zu bringen. Bild: EA.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Fast könnte man meinen, hier wird versucht, dem Gesetzgeber zu gefallen, ihm ein gutes Gefühl zu geben, nur um dann hinterrücks doch wieder das eine oder andere Game, das eigentlich ein sicherer Fall für den Index wäre, irgendwie doch noch durchzuwinken und für einen der wichtigsten, weil gewinnträchtigsten Märkte, doch noch die so wichtige Alterskennzeichnung zu erhalten. Wie etwa aktuell bei <em>Electronic Arts&#8217;</em> Horror-Weltraum-Shooter <em>Dead Space</em>, der es <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=1121" target="_self">erst nach dem <strong>dritten</strong> Prüfdurchgang</a> zu einer Kennzeichnung gebracht hat, trotzdem aber kurioser Weise nun völlig ungeschnitten  &#8211; und frei von jeglicher Bedrohung durch den Index &#8211; auf den deutschen Markt schafft.</p>
<p style="text-align: justify;">Kein Wunder. <em>Dead Space</em> soll neben dem PC auch für <em>Microsofts Xbox 360</em> und <em>Sonys Playstation 3 </em>erscheinen. Zumindest für die weiße Konsole aus Redmond weiß man ja, was eine Weigerung der USK auf Vergabe einer Altersfreigabe bedeutet: Deutschland als umsatzstarker Markt ist praktisch tot, die Bilanzen rutschen schlagartig in den Keller, wenn einer der Kernmärkte bereits im Vorfeld wegbricht. <em>Microsoft</em> mag so etwas hin und wieder egal sein, selbst wenn es sich um eine solch millionenschwere Milchkuh wie <em>Cliffy B.&#8217;s</em> Lieblingsspielzeug <em>Gears of War </em>handelt, doch <em>Electronic Arts</em> war noch nie dafür bekannt, sich einfach so ein Stück des Gewinnkuchens durch die Lappen gehen zu lassen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Indiziert! Ja, nein, vielleicht&#8230; ach was soll&#8217;s.</h3>
<p style="text-align: justify;"><em>Gears of War</em> ist übrigens ein wunderbares Stichwort, um sich noch ein wenig intensiver mit den Unzulänglichkeiten des deutschen Jugendschutzes zu beschäftigen. Als <em>Xbox 360</em> exklusiver Titel ist es, wie bereits angedeutet, bekanntlich nicht in Deutschland erschienen, sondern <em>Microsofts</em> rigoroser &#8216;<em>Keine Kennzeichnung &#8211; kein Verkauf</em>&#8216;-Politik zum Opfer gefallen. Als Import war es natürlich trotzdem erhältlich und das sogar mit deutschen Untertiteln. Der Markt ist nunmal da, wieso sollte ihn sich <em>Epic  Games </em>also komplett entgehen lassen? Importe sind heutzutage ja nun wirklich keine schwierige Sache mehr, zumal gerade <em>GoW</em> auch bei einem Großteil der deutschen Online-Stores und großen Elektro-Ketten unter der Ladentheke gehandelt werden dürfte. Kein Wunder also, dass die Indizierung der internationalen Fassung dem Release praktisch auf den Fuße folgte.</p>
<div id="attachment_1111" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/waffen.jpg"><img class="size-medium wp-image-1111" style="margin-left: 8px;" title="waffen" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/waffen-500x362.jpg" alt="Was darf man über indizierte Spiele überhaupt noch schreiben? Bild: Epic Games." width="225" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Was darf man über indizierte Spiele überhaupt noch schreiben? Bild: Epic Games.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Nun birgt so eine Indizierung einige Tücken in sich, die über das bloße Verkaufsverbot an Jugendliche und über das Verbot der Werbung und öffentlichen Ausstellung eines indizierten Titels hinausgehen. Über einen solchen Titel darf im Grunde genommen praktisch nicht mehr öffentlich gesprochen werden. Zumindest nicht wertend. Als Wertung zählt allerdings nicht nur, einen Titel als gut oder schlecht einzustufen, sondern auch etwa zu sagen, dass man Spaß mit ihm gehabt hätte oder einem das Gameplay irgendwie nicht so zugesagt hätte. Würde ich also nun etwa von <em>Gears of War</em> behaupten, mir hätte bei der Kettensägenaction der taktische Tiefgang gefehlt, wäre das eine wertende Aussage und deshalb nicht zulässig. Nun habe ich GoW nicht gespielt, würde mir aber so oder so natürlich jegliche Aussage dazu lieber von vornherein sparen. Andere sehen das Ganze aber offenbar ein ganzes Stück lockerer &#8211; und kommen damit sogar durch.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Beispiel die<em> GameStar</em>&#8230; Wir rekapitulieren nochmal: <em>Gears of War</em> ist ursprünglich nur auf der <em>Xbox 360 </em>erschienen, wurde dafür hierzulande indiziert und darf deshalb weder beworben, öffentlich ausgestellt noch an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun ergab es sich jedoch, dass sich Epic im Dezember 2007 doch noch dazu entschlossen hat, eine PC-Version von <em>Gears of War</em> auf den Markt zu bringen. Sehr zur Freude der <em>GameStar</em>-Redaktion, die es natürlich nicht lassen konnte, direkt mal <a href="http://www.gamestar.de/tests/action/1476250/gears_of_war.html" target="_blank">eine ausführliche Rezension dazu online zu stellen</a>. Schön und gut, dabei haben sie bloß eine klitzekleine Kleinigkeit übersehen: GoW war zu diesem Zeitpunkt zwar nur auf der 360 indiziert, jedoch handelt es sich bei der PC-Version um eine <em>inhaltsgleiche Portierung </em>(genau genommen um den gleichen Inhalt, erweitert um einige Kapitel). Nun war die 360-Version mit Sicherheit nicht aufgrund der ihr fehlenden Kapitel indiziert, sondern wegen ihrer expliziten Gewaltdarstellungen. Bei <strong>Inhaltsgleichheit</strong> gilt aber: Ist das original indiziert, ist es die Portierung automatisch, ohne dass die <em>Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien</em> auch nur noch ein einziges Hüsteln zu diesem Thema von sich geben müßte. Entsprechend hätte eine Review der PC-Version, bei strenger Anwendung des Jugendschutzgesetzes, so niemals erscheinen dürfen. Im Printformat hätte das gesamte Heft ebenfalls indiziert werden bzw. nachträglich aus dem Verkauf genommen werden müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch weder ist das Heft vom Kiosk verschwunden, noch die Review von den Online-Seiten der <em>GameStar</em>. Was also läuft da nun falsch? Einen ähnlich schweren, aber völlig unbeachteten Schnitzer hat sich damals übrigens auch die seelige <em>PC Powerplay</em> geleistet, die bei Release von <em>Quake 4 </em>ein kommentiertes Vergleichsvideo mit dem indizierten <em>Quake 3 Arena</em> gedreht hat, in dem es sich die Redakteure nicht nehmen lassen wollten, zu erklären, warum sie soviel Spaß mit dem alten Beben gehabt haben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Und was heißt das für den Games-Blogger?</h3>
<p style="text-align: justify;">Das wirft nun natürlich die Frage auf: was darf man eigentlich überhaupt noch schreiben? Was rezensieren? Ab wann greift das neue Jugendschutzgesetz und verbannt Titel automatisch auf den Index und in welchem Umfang darf ich dann noch über solche Titel berichten?</p>
<p style="text-align: justify;">Das sind Fragen, die gerade für die Blogger-Szene extrem relevant sind. Denn wie schnell ist im Zweifelsfall wohl ein privates Blog auf Anordnung der Behörden dicht gemacht, bloß weil irgendwo vielleicht eine mehr oder weniger eindeutige Anspielung auf ein indiziertes Spiel zu finden ist?</p>
<div id="attachment_1115" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-medium wp-image-1115" title="wordpress-logo" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/10/wordpress-logo.png" alt="Was darf man eigentlich über indizierte Spiele schreiben?" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Was darf man eigentlich über indizierte Spiele schreiben?</p></div>
<p style="text-align: justify;">Aus diesem Grund hatte ich mir Anfang des Jahres bereits einmal die Mühe gemacht, mich mit den relevanten Behörden kurzzuschließen, um einmal nachzuhorchen, was denn nun etwa Gesetz den Fall zu tun sei, dass ein Spiel, zu dem ich eine Review schreibe, plötzlich indiziert wird. Müßte ich die Review, die zwar vor der Indizierung erschienen ist, aber weiterhin für alle zugänglich ist, entsprechend nachträglich entfernen? Das erschreckende Ergebnis: Die <em>BPjM,</em> für die sich die Leiterin, Frau Mommsen-Engberding sogar die Mühe gemacht hat, mir persönlich zu antworten, konnte überhaupt keine klare Antwort auf diese Frage geben und verwies darauf, dass sowas in jedem Fall individuell entschieden werden müsse.</p>
<p style="text-align: justify;">Die <em>KJM</em> hingegen, die <em><a href="http://www.kjm-online.de/public/kjm/" target="_blank">Kommission für jugendmedienschutz</a></em>, die u.a. für die Kontrolle des deutschsprachigen, aus Deutschland stammenden Teils des Internets zuständig ist, wiederum hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, mir überhaupt zu antworten. Schöne neue Jugendschutzwelt. So stellt sich mir als Blogger nun die Frage: Wie geht man etwa mit dem demnächst erscheinenden <em>Gears of War 2</em> um. Rein dem Namen &#8211; und natürlich den bisher erschienenden Videos &#8211; nach zu urteilen, wird auch der Ballerei zweiter Streich wieder ein monströses Schlachtfest par excellence. Sprich: Blut und Gedärme ohne Ende, die jedem Jugendschützer sauer aufstoßen dürften. Dass es dafür eine Alterskennzeichnung geben wird, kann ich mir genauso wenig vorstellen, wie Ursula von der Leyen als Playboy-Bunny. Fragt sich nun: wird der Titel vom Start weg indiziert sein? Oder erst nachträglich indiziert? Sollten wir darüber bloggen, oder wäre das vergebene Liebesmühe? Wenn es erst nach einigen Wochen indiziert wird: müßte man einen dann erschienenen Artikel wieder zurückziehen?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Völlig daneben.</h3>
<p style="text-align: justify;">All das sind Fragen, die uns so offenbar niemand beantworten möchte, deren Klärung aber sehr zu einem durchsichtigeren Jugendschutz beitragen würden. So, wie es derzeit läuft, wirkt das System Jugendmedienschutz in Deutschland unausgereifter als je zuvor. C<em>haotisch, schwer nachvollziehbar und völlig verfehlt</em>. Alterskennzeichen, welche ein Viertel der Spieleverpackung einnehmen, bei denen die wichtigste Information, die Freigabe, aber nach wie vor kaum zu lesen ist, sowie in den Schlaf gestreichelte politiker-Egos, die sich durch halbgare Gesetzesänderungen befriedigt sehen und sich zufrieden auf die Schultern klopfen, machen keinen guten Jugendschutz! Eltern, die sich kümmern, und Spieler, die verantwortungsvoll mit dem Medium Games umgehen, hingegen schon.</p>
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 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=1089&amp;md5=9373f16bd5860eadd8975311177132fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Relaunch</title>
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		<pubDate>Mon, 12 May 2008 16:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Die GameStar macht vor, wir machen nach... Nein, natürlich nicht! Ein schlechteres Beispiel für einen Website-Relaunch als die GameStar kann man sich wahrscheinlich wirklich nicht mehr nehmen. Vom Visions-Relaunch - damals, Anno Tobak - samt Einzug ins Orange County (ok, ein Insider, den man wahrscheinlich nicht versteht. Aber wer sich mal die Farbgestaltung der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img class="aligncenter size-full wp-image-802" title="gameparents_neu" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/05/gameparents_neu.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Die <em>GameStar</em> macht vor, wir machen nach&#8230; Nein, natürlich nicht! Ein schlechteres Beispiel für einen <a href="http://www.endoflevelboss.de/?p=741" target="_self">Website-Relaunch als die GameStar</a> kann man sich wahrscheinlich wirklich nicht mehr nehmen. Vom <a href="http://www.visions.de" target="_blank"><em>Visions</em>-Relaunch</a> &#8211; damals, Anno Tobak &#8211; samt Einzug ins Orange County (ok, ein Insider, den man wahrscheinlich nicht versteht. Aber wer sich mal die Farbgestaltung der Seite anschaut, wird eventuell verstehen, was gemeint ist) vielleicht mal abgesehen. Aber das steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. Für die neue <a href="http://www.gameparents.de" target="_blank"><em>GameParents.de</em>-Website</a> haben wir uns jedenfalls gänzlich frei gemacht von dem Gedanken, uns irgendwen oder irgendwas als Vorbild nehmen zu müssen. Wir bleiben uns treu und machen unser Ding. Ob das nun irgendwen interessiert oder nicht. Scheißegal. Hauptsache, wir setzen ein Zeichen, das sagt &#8220;Seht her, es gibt auch Gamer, die sich für den Jugendschutz engagieren und mit Rat und Tat &#8211; wem auch immer &#8211; zur Seite stehen!&#8221; (und die insgeheim gerne ein paar Politiker öffentlich pfählen würden für ihre dummdreisten Vorschläge&#8230; aber das sagen wir natürlich nicht). Jedenfalls: Der Relaunch war zumindest unter anderem der Grund dafür, dass es hier die letzten Tage so wenig zu lesen gab. Wir haben halt im Hintergrund alles einmal auf unserem Testserver durchexerziert und am Samstag dann im Zuge einer kleinen Grillparty die neue Seitenstruktur samt neuem Layout, neuem Logo und einigen kleinen neuen Funktionen auch im Live-Bereich freigeschossen.<span id="more-801"></span></p>
<p>Stichwort Grillparty: Das war der andere Grund, weshalb es hier so wenig neues gab. Bzw. das schöne Wetter. Bei der Wärme hab&#8217; ich manchmal einfach wenig Lust, irgendwas zu <span style="text-decoration: line-through;">Papier</span> zu bringen. Zumal ich tagsüber im Büro schonmal recht viel zu schreiben habe. Womit wir beim dritten Grund wären: ich habe am Montag eine neue Stelle angetreten. Nachdem mein alter Arbeitgeber leider vorletzte Woche die Tore schließen mußte, bin ich glücklicherweise ziemlich schnell woanders untergekommen. Andere Stadt, anderes Büro, aber gleiche Branche. Konnte ich allerdings vorher auch mal eben im Büro zwischendurch an einem neuen Artikel basteln, wird das in Zukunft wohl etwas weniger entspannt laufen und ich werde mich darauf verlegen müssen, erst abends was zu schreiben. Nach der Arbeit hat man aber nicht immer Lust &#8211; vor allem bei dem Wetter &#8211; deshalb wundert Euch bitte nicht, wenn es in nächster Zeit vielleicht mal drei Tage lang nichts neues zu lesen gibt.</p>
<p>Ich gebe mir aber größte Mühe, das hier so kontinuierlich wie möglich weiterlaufen zu lassen. Dabei behilflich wird mir (hoffentlich) ab dieser Woche mein neues <em>Macbook Pro</em> sein (so der <em>Apple</em>-Versand will), mit dem ich dann auch schonmal draußen auf dem Balkon ordentlich in die Tasten hauen kann. Dann gibts natürlich auch &#8211; wie könnte es anders sein &#8211; ein kleines Erfahrungs-Tagebuch über meinen Einstieg in die Welt des Apfels.</p>
<p>Aber zurück zum eigentlichen Thema: <a href="http://www.gameparents.de" target="_blank"><em>GameParents.de</em></a> hat eine neue Website. Bzw. so neu ist sie gar nicht. Wir haben uns bloß entschlossen, das Design ein wenig moderner daherkommen zu lassen, wobei wir weiterhin ein Joomla-Standard-Template verwenden, da keiner von uns großartige Erfahrung mit PHP und CSS hat. Aber egal, ich denke das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. Obendrauf gibt es nun auch ein neues Logo aus meiner Feder. Das war durch unsere Umwandlung in einen gemeinnützigen Verein nötig. Das &#8220;e.V.&#8221; hat einfach nicht mehr anständig in das alte Logo gepasst. Nun geht es aber. Und das schönste ist: wir mußten das alte trotzdem nicht aufs Renten-Gleis abschieben, sondern konnten es sauber integrieren.</p>
<p>Was hat sich sonst noch geändert? Außer, dass wir das Hauptmenü gehörig entschlackt und die Themenbereiche nun deutlicher und übersichtlicher voneinander getrennt haben, eigentlich relativ wenig. Neu ist die Kommentarfunktion, wie man sie ja seit Äonen aus Blogs und anderen Gaming-Webseiten kennt. Bislang hatten wir ja immer darauf gebaut, einen regen Austausch im Forum zu erleben. Aber selbst nach anderthalb Jahren ist der leider immer noch komplett ausgeblieben. Deshalb könnt Ihr nun nach Belieben die allermeisten Artikel kommentieren. Ich hoffe auf rege Teilnahme. Und damit unsere handvoll Schreiberlinge (ja, wir sind immer noch zu wenige und ja: Ihr dürft Euch gerne beteiligen) auch weiß, ob das, was sie sich da so zusammentippen, auch wirklich was taugt, gibt es nun für jeden Artikel zusätzlich eine Rating-Funktion.</p>
<p>Ansonsten bleibt eigentlich alles beim Alten. Nach wie vor gilt: Wir suchen noch Mitglieder. Waren es früher nur Autoren oder Leute, die einfach nur einzelne Artikel einreichen wollten (geht immer noch), sieht das mittlerweile aber auch ein wenig anders aus. Durch unsere Anerkennung als gemeinnütziger Verein und die Eintragung desselben im Februar diesen Jahres, können wir nun zusätzlich zwei Arten von Vereinsmitgliedschaften anbieten, bzw. Euch ans Herz legen. Zum einen die passive Mitgliedschaft. Hier geht es uns &#8211; vereinfacht gesagt &#8211; eigentlich nur um Eure Kohle. Kähähä. Als passives Mitglied unterstützt Ihr uns durch einen (wirklich winzigen) Unkostenbeitrag finanziell und helft uns, uns etwa beim <a href="http://www.living-games-festival.de/" target="_blank"><em>Living Games-Festival</em></a>, bei der <em>Games Convention</em> oder bei eigenen Veranstaltungen für Eltern zu präsentieren. Dafür erhaltet Ihr einen netten, warmen Händedruck, eine Spendenquittung und unsere ewige Dankbarkeit.</p>
<p>Oder Ihr beteiligt Euch als aktive Mitglieder, erspart Euch den finanziellen Aufwand und helft uns durch regelmäßige Artikel und bei diversen Aktionen (siehe oben) stäker nach außen hin aufzutreten und unsere Website mit Leben und hohem Informationsgehalt zu füllen. Auch dafür blüht Euch ewige Dankbarkeit, die wir in Form sanfter Peitschenhiebe und liebkosender Tritte in den Allerwertesten auszudrücken pflegen, wenn Ihr mit Eurem Artikelsoll mal wieder nicht hinterher kommt <img src='http://www.endoflevelboss.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zum Schluss noch eine weitere kleine Bitte in eigener Sache: In den nächsten Tagen bzw. Wochen werden wir einen ersten Satz Flyer drucken lassen. Wer <span style="text-decoration: underline;"><em>ernsthaftes</em></span> Interesse daran hegt, uns dabei zu helfen, diese unters Volk zu bringen (in Schulen, Games-Stores usw.), der/die/das melde sich bitte bei mir. Ich würde Euch dann jeweils einen Satz zukommen lassen, den Ihr entsprechend streuen könntet (müßtet!!!).</p>
<p>Herzlich Dank schonmal für Euer Desinteresse und viel Spaß noch mit dem schönen Wetter!</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=801&amp;md5=26d8d701d194d519e3b034f34b853a8a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Einfach mal abschalten</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/04/14/einfach-mal-abschalten/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 12:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Herrlich: Da hab ich erst gestern einen Artikel zur berechtigten Kritik an Ursels neuem Jugendschutzgesetz verfasst und mich während des beherzten Griffs in die Tasten wieder einmal gefragt, wie weltfremd man eigentlich sein mus, um regieren zu dürfen, da kommen schon die nächsten Witzbolde um die Ecke. Wie die Welt berichtet, hat eine illustre ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img class="aligncenter size-full wp-image-764" title="zap01" src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/04/zap01.jpg" alt="" width="650" height="120" /></p>
<p>Herrlich: Da hab ich erst gestern einen Artikel zur <a href="http://www.gameparents.de/Joomla/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=246&amp;Itemid=1" target="_blank">berechtigten Kritik an Ursels neuem Jugendschutzgesetz</a> verfasst und mich während des beherzten Griffs in die Tasten wieder einmal gefragt, wie weltfremd man eigentlich sein mus, um regieren zu dürfen, da kommen schon die nächsten Witzbolde um die Ecke. Wie <a href="http://www.welt.de/wams_print/article1896272/Innenminister_fordern_Spielkonsolen_abschalten.html" target="_blank">die <em>Welt</em> berichtet</a>, hat eine illustre Arbeitsgruppe zum Thema Jugendgewalt sich wirklich wirklich kräftig das Köpfchen zermartert, um zu einer gescheiten Lösung zu gelangen, wie denn bloß der Jugendgewalt in diesem unseren Lande beizukommen wäre. Unterm Strich sind dabei 22 Vorschläge herausgekommen, von denen aber einer so sehr zu erheitern weiß, dass man sogar den anderen 21, selbst ungelesen, glatt unterstellen möchte, das Produkt weit fortgeschrittener Schwachsinnigkeit zu sein. Wollt Ihr wissen, was unter anderem auf der Liste steht und was mich so sehr amüsiert, dass ich vor Freude glatt ein ganzes Ministerium vollkotzen möchte? OK, ich sag&#8217;s Euch: Kaufhäuser &#8211; und gerade Elektrofachmärkte &#8211; sollten doch bitte unter der Woche sämtliche Spielkonsolen in der Zeit vor 15h ausgeschaltet lassen. Muahaha.<span id="more-763"></span></p>
<p>Hamburgs Innensenator <em>Udo Nagel</em> ließ sich dazu wie folgt vernehmen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><cite>&#8220;Die Innenministerien der Länder sollten mit den großen Kaufhäusern und Elektronikmärkten vereinbaren, dass Spielkonsolen erst nach der Schulzeit ab 15 Uhr freigeschaltet werden. [...] Schulschwänzertum kann der Beginn einer kriminellen Karriere sein. Deshalb muss man hier konsequent einschreiten.&#8221;</cite></p>
<p>Ist Euch aufgefallen, wie virtuos es Nagel schafft, Konsolen nicht nur praktisch direkt für das Schulschwänzen verantwortlich zu machen, sondern indirekt auch noch als Eingangstor in die Welt krimineller Machenschaften darzustellen? Demnach wären Konsolen &#8211; und gerade die in Kaufhäusern &#8211; also praktisch entweder direkter Auslöser des Schuleschwänzens, oder doch zumindest erste Anlaufstelle, wenn man als Jugendlicher mal grad keinen Bock auf Schule hat, und dann darüber hinaus auch noch mitverantwortlich dafür, das klein <span style="text-decoration: line-through;">Murat</span> Kevin in in der städtischen Einkaufsmeile Omis die Geldbörse klaut, oder was?</p>
<p>Jetzt fragt man sich doch glatt, wie denn die Herren Arbeitsgruppenangehörigen das damals in ihrer Kindheit gemacht haben. Konsolen gab&#8217;s ja damals noch nicht. Vermutlich hat man sich lieber zum Comic-Lesen verdrückt, wenn man mal schwänzen wollte. Oder man hat sich gemeinsam auf der Stube böse Rock&#8217;n'roll-Platten reingezogen und dabei ordentlich die Rübe weggequarzt. Aber hey, Rock&#8217;n'Roll war zwar der Teufel, aber noch lange nicht so schlimm wie &#8230;Konsolen&#8230; (stellt Euch vor, ich hätte dieses Wort rausgewürgt). Aber der Unterschied ist natürlich der, dass einem Rock&#8217;n'Roll und Comics immer nur von schlimmen Taten erzählt haben, während Konsolen ja zu nichts besserem gut sind, als den Kindern direkt das Rauben, Plündern und Morden beizubringen. Nicht wahr?</p>
<p>Hat vielleicht mal jemand von den Herrschaften darüber nachgedacht, dass einer der größten Unterschiede zwischen Schwänzen früher und heute wohl ist, dass man vor 30 Jahren einfach noch viel strenger und behüteter aufgewachsen ist. Dass die Eltern nicht morgens schon beide arbeiten waren, wenn der Zögling zur Schule sollte und entsprechend noch etwas besser die Hand über dem hatten, was die Kleinen so den lieben langen Tag trieben? Oder dass Eltern sich einfach generell noch mehr um die Freizeitaktivitäten ihrer Kinder gekümmert haben und die <em>Knowledge Gap</em> im Medienbereich nicht so der maßen stark zwischen den Generationen klaffte, wie das heutzutage der Fall ist? Hatten früher noch die Eltern den Finger auf dem Drücker, ist es heute meist sogar umgekehrt.</p>
<p>Nun also den Geschäften vorschreiben zu wollen, Spielkonsolen künftig erst nach 15h einschalten zu dürfen, ist beinahe schlimmer als alles, was Frau <em>von der Leyen</em> im Rahmes ihres <a href="http://www.gameparents.de/Joomla/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=200&amp;Itemid=38" target="_blank">Placebo-Gesetzentwurfes</a> jemals angedacht hat. Ich kann es nur zum tausendsten Mal wiederholen, auch wenn ich selbst langsam wirklich müde darüber werde: Medienkompetenz lautet das entscheidende Stichwort. Medienkompetenz bei Eltern <em>als auch bei Kindern</em> zu vermitteln und auszubauen. Dazu gehört auch, dass Gamer sich internsiver mit dem Thema vertraut machen und sich für mehr Medienkompetenz im Rahmen von Diskussionen einsetzen müssen. Nur so kanns am Ende klappen. Wer sich also mal schlau machen will, um sich dann vielleicht aktiv zu beteiligen, liest deshalb vielleicht im Anschluss an diese Worte hier noch meinen kleinen <a href="http://www.ea-play.de/stories/rund-ums-spiel/spielraum-2/" target="_blank">Einstiegsartikel in die Welt des Spielraum-Netzwerkes</a> und/oder beteiligt sich eventuell gleich in irgendeiner Weise an unserem kleinen gemeinnützigen Projekt namens <a href="http://www.gameparents.de/Joomla">GameParents.de e.V.</a>. Vielen Dank!</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=763&amp;md5=03f9d6777117b71bfd70f5aaff847505" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scarface &#8211; The Zensur is yours??? (noch&#8217;n Update)</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/03/18/scarface-the-zensur-is-yours/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 18:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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UPDATE UPDATE: OK, wer lesen kann  ist eindeutig im Vorteil: Die deutsche Version ist wohl tatsächlich eine bereits beschnittene Fassung  und deshalb von der USK durchgewunken worden. Die bei Areagames und Schnittberichte behandelte Fassung ist allerdings die internationale Fassung mit dem europäischen PEGI-Rating  18+ (die europäische Behörde, an deren Gründung die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/03/busted01.jpg" alt="busted01.jpg" /></p>
<p><em>UPDATE UPDATE:</em> OK, wer lesen kann  ist eindeutig im Vorteil: Die deutsche Version ist wohl tatsächlich eine bereits beschnittene Fassung  und deshalb von der <em>USK</em> durchgewunken worden. Die bei <em>Areagames</em> und <em>Schnittberichte</em> behandelte Fassung ist allerdings die internationale Fassung mit dem europäischen <em><a href="http://www.pegi.info" target="_blank">PEGI</a>-Rating  18+</em> (die europäische Behörde, an deren Gründung die <em>USK</em> maßgeblich beteiligt war,  hat merkwürdigerweise nämlich kein Problem damit, ihre Untertanen ungeschnitte Gewalt konsumieren zu lassen). Sprich: Die Importfassung von <em>Scarface</em> wurde beschlagnahmt und darf nun nicht mehr in Deutschland vertrieben werden. Und ein gut gemeinter Tipp für Self-Importer: Wenn der Zoll, aus welchem Grund auch immer, doch mal auf die Idee kommen sollte Euer Päckchen zu öffnen, dann hat er rein rechtlich gesehen sogar die Möglichkeit, die Lieferung einfach einzubehalten. Also Obacht! Außerdem gilt: Vorführungen eines beschlagnahmten bzw. verbotenen Titels im Freundes- und Bekanntenkreis sind auch hier wieder mit Vorsicht zu genießen, weil man Euch dafür ebenfalls belangen könnte, wenn entweder Minderjährige anwesend sind oder diese Vorführung als Werbung ausgelegt werden kann. So, jetzt sind aber hoffentlich alle Ungereimtheiten vom Tisch. Vielen Dank übrigens an Daniel von <a href="http://www.areagames.de" target="_blank"><em>Areagames</em></a>, der dankenswerter Weise umgehend reagiert hat um mir die Flusen aus den Gehirnwindungen zu schaufeln!<span id="more-721"></span></p>
<p><em>UPDATE: </em>Ich lerne gerade wieder einmal, wie schlimm es ist, einige Meldungen ohne weiteres durchzureichen. Blame it on <strike><em><a href="http://www.areagames.de/areagames/news/59734/Say-Hello-to-my-Zensur-Scarface-beschlagnahmt.aspx" target="_blank">Areagames.de</a></em></strike> <strike>Schnittbericht.com</strike>, meinetwegen auch on me. Wirft man allerdings mal einen Blick auf <a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w/303-2871902-8961063?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Daps&amp;field-keywords=scarface&amp;Go.x=0&amp;Go.y=0&amp;Go=Go" target="_blank"><em>Amazon.de</em></a>, findet man ohne weiteres sämtliche Versionen des Spiels nach wie vor im freien Handel. Wäre ein Verbot gemäß §131 StGB durchgesetzt, drohten <em>Amazon</em> damit hohe Geld- und Haftstrafen, von daher findet sich hier der erste Hinweis darauf, dass an der Meldung nicht viel dran sein kann. Und was ist das denn? Prangt da etwa ein USK-Logo auf dem Packshot? Eieieieiiiiiiii. Schnell mal rüber zur <em>USK</em> gesurft und in deren <a href="http://www.usk.de/64_Pruefdatenbank.htm?s=search&amp;title=scarface&amp;s.x=0&amp;s.y=0&amp;s=search" target="_blank">Prüfdatenbank nachgeschlagen</a>. Tatsächlich: Scarface wurde prämiert mit dem Prädikat &#8220;<em>keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG</em>&#8220;, sowohl auf <em>PC, Wii</em> als auch <em>PS2</em>. Auf der <em>PSP</em> <strike>wurde es sogar als besonders wertvoll eingestuft</strike> hat es sogar eine Freigabe ab 16 erhalten. Damit ist von Rechts wegen sogar eine Indizierung des Spiels ausgeschlossen. Eine strafrechtliche Verfolgung wäre zwar nach wie vor rein theoretisch möglich, allerdings ist sie durch das USK-Prüfsiegel praktisch ausgeschlossen, weil strafrechtlich relevante Titel von dieser überhaupt nicht durchgewunken werden dürften.</p>
<p>OK, es reicht. Es wird Zeit auszuwandern. Auf nach Österreich oder sonstwo. Immerhin soll es da einen florierenden Arbeitsmarkt für uns Deutsche geben, wenn man den vielen unsäglichen Auswanderer-Sendungen glauben schenken darf. Wenn die doch bloß nicht so komisch sprechen würden&#8230; Jedenfalls gibt es da keine Zensur. Und das ist ja immerhin schonmal etwas. Hierzulande darf man als erwachsener Mensch ja offenbar bald nur noch die <em>Teletubbies</em> schauen &#8211; wenn die nicht demnächst aufgrund akuten Gagaismusses dran glauben müssen. Hrmpf. Wie <a href="http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=741" target="_blank"><em>Schnittberichte.com</em> meldet</a>, hat es nach <em>Condemned</em> in der vorletzten Woche nun auch direkt noch die Versoftung des <em>Al Pacino</em>-Klassikers <em>Scarface</em> erwischt. Wieder war ein bayerisches Gericht am Werke, wieder steht ab sofort ein Titel auf der schwarzen Liste der Beschlagnahmung. Wieder steht der Vertrieb eines Stückes moderner Populärkultur ab sofort unter Strafe, während sein etabliertes Film-Pendant als moderner Klassiker der Filmgeschichte weiterhin hochgejubelt und frenetisch gefeiert werden darf. Glückwunsch Bayern, <strike>der Führer wäre stolz auf Euch</strike> und danke für Euren unermüdlichen Einsatz im Zeichen des Jugendschutzes!</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=721&amp;md5=d345e5cdda8fec20d04eb1e82311c598" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hinter Schloss und Riegel</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/02/21/hinter-schloss-und-riegel/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 13:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Der Erwachsenen-Unterhaltung geht es dieser Tage wieder einmal massiv an den Kragen. Der vierte Ableger der Rambo-Serie läuft trotz der - zurecht - veweigerten Jugendfreigabe nur in einer geschnittenen Fassung in den deutschen Kinos an und nun hat es auch wieder mal ein Videospiel geschafft, nicht einfach nur auf dem Index zu landen, sondern ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/02/verdammt.jpg" alt="verdammt.jpg" /></p>
<p>Der Erwachsenen-Unterhaltung geht es dieser Tage wieder einmal massiv an den Kragen. Der vierte Ableger der <em>Rambo</em>-Serie läuft trotz der &#8211; zurecht &#8211; veweigerten Jugendfreigabe nur in einer geschnittenen Fassung in den deutschen Kinos an und nun hat es auch wieder mal ein Videospiel geschafft, nicht einfach nur auf dem Index zu landen, sondern direkt komplett verboten zu werden. Wer erwartet hätte, das dieses Schicksal nach <em>Rockstar&#8217;s Manhunt</em> am Ehesten dessen direkter Nachfolger ereilt, ist jedoch schief gewickelt. Erwischt hat es nämlich ausgerechnet <em>Condemned</em>, aus dem Hause <em>Monolith</em>, die sich nach den eher farbenfroh-witzigen <em>No One lives Forever</em>-Teilen seit einiger Zeit praktisch komplett auf die Produktion düsterer Horror-Shooter verlegt haben. Direkt nach dem großartigen ersten <em>F.E.A.R.</em> hat man sich dort als Erstlingswerk für die <em>Xbox 360</em> seinerzeit an Condemned gemacht, das in Deutschland prompt <em>Micrsofts</em> rigider Familienpolitik zum Opfer gefallen und hierzulande deshalb gar nicht erst erschienen ist. Außer in der PC-Version, die aber auch schnell mal von der <em>BPjM</em> auf den Index gesetzt wurde. Nun also die amtliche Beschlagnahmung.<span id="more-698"></span></p>
<p>Wenig überraschend wieder einmal <a href="http://www.4players.de/4players.php/spielinfonews/360/3933/1751843/Allgemein.html" target="_blank">durchgesetzt von einem bayerischen Gericht</a>. Um juristische Konflikte zu vermeiden, werde ich dazu keinerlei Wertung vornehmen. Allerdings wundere ich mich so langsam doch ziemlich über die deutsche Zensur-Methodik. Mal wird auf geradezu lächerliche Weise die Schere angesetzt (<em>Counter-Strike</em> ab 16), mal ausgerechnet an der harmlosesten aller Zwischensequenzen gekürzt (<em>Call of Duty 4)</em>, ein anderes Mal werden Atom-Schläge in irgendwas anderes umbenannt, um Konflikte mit den Behörden zu vermeiden (<em>World in Conflict</em>) und dann wiederum&#8230; ja dann wird plötzlich dem einen Horrorspiel glatt <a href="http://www.gbase.ch/Global/news/0/36108.html" target="_blank">die Indizierung verweigert</a> (<em>Clive Barker&#8217;s Jericho</em>), während das andere nach fast zwei Jahren &#8211; und damit praktisch am Ende seiner dritten Halbwertzeit &#8211; komplett beschlagnahmt wird. Also irgendwie fühlt man sich da als Normalbürger ja schon irgendwann ganz schön verarscht.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=698&amp;md5=bd591911d6682b45e271f05a4d40a81e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Und dann war da noch&#8230;</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2008/01/28/und-dann-war-da-noch/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 15:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aaaaarrrrgh!!!]]></category>
		<category><![CDATA[Firewall]]></category>

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		<description><![CDATA[

... der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, oder kurz BIU, der im Dezember groß verkündete, dass die vom Bundeskabinett beschlossenen Änderungen am Jugendschutzgesetz (JuSchG) auf Basis der Vorschläge des Bundesfamilienministeriums verfassungswidrig seien. Was ja schonmal ein ganz schöner Hammer wär. Und deshalb sollte man in der Konsequenz eigentlich erwarten dürfen, dass der BIU auf dieser Basis ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2008/01/deafdumblind.jpg" alt="deafdumblind.jpg" /></p>
<p>&#8230; der <em>Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware</em>, oder kurz <a href="http://www.biu-online.de" target="_blank"><em>BIU</em>,</a> der im Dezember <a href="http://www.biu-online.de/home/news/20-dezember-2007-biu-aenderung-des-jugendschutzgesetzes-ist-verfassungswidrig/" target="_blank">groß verkündete</a>, dass die vom Bundeskabinett <a href="http://www.gameparents.de/Joomla/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=223&amp;Itemid=1" target="_blank">beschlossenen Änderungen am <em>Jugendschutzgesetz</em></a><em> (JuSchG)</em> auf Basis der Vorschläge des Bundesfamilienministeriums verfassungswidrig seien. Was ja schonmal ein ganz schöner Hammer wär. Und deshalb sollte man in der Konsequenz eigentlich erwarten dürfen, dass der <em>BIU</em> auf dieser Basis anfängt öffentlichkeitswirksam auf eben jenen Umstand aufmerksam zu machen und vielleicht sogar die Annahme, die Änderungen am <em>JuSchG</em> verstießen gegen die bundesdeutsche Verfassung, auf irgendeine Art und Weise zu untermauern. Ja, eventuell sogar ein juristisches Gutachten in Auftrag zu geben, um daraufhin gegebenenfalls eine Verfassungsbeschwerde einzureichen. Wenn doch so offenkundige Widrigkeiten vorliegen, sollte sich das doch einrichten lassen. Über einen Monat ist seitdem vergangen. Aber was ist passiert? Richtig: Nichts! Keine einzige weitere Verlautbarung in diese Richtung, nicht das geringste Anzeichen, dass man irgendwetwas in dieser Sache zu unternehmen gedenke. Sieht so etwa gute Öffentlichkeitsarbeit aus, lieber <em>BIU</em>? Ich glaube nicht.<span id="more-682"></span></p>
<p>Gesetzt den Fall, dass diese ganze Novellierungsgeschichte des Jugendschutzgesetzes tatsächlich nicht ganz koscher ist, müßte es doch absolut im eigenen Interesse sowohl der einzelnen Publisher, als auch gerade des diese vertretenden Interessenverbandes liegen, ein wenig für die Aufklärung der nicht ganz durchsichtigen Sachlage zu sorgen. Allein schon, um sich selbst eine sichere Grundlage zu schaffen, auf der die operationalen Tagesgeschäfte auch in Zukunft ohne weiteres reibungslos ablaufen können. Will sagen: ohne dass sich Vertriebsstrategen jeden Tag aufs Neue fragen müssen, ob Spiel XY nun tatsächlich in Deutschland veröffentlicht werden kann/ darf/ sollte, oder ob zu befürchten steht, dass es aufgrund eventuell problematischen gewalthaltigen Inhaltes vom Start weg indiziert und aus den Regalen verbannt wird. Klar wäre das so oder so ein herber finanzieller Rückschlag, wenn einem plötzlich ein großer Teil der angestrebten Zielgruppe wegen undurchsichtiger und/ oder unsinniger Regelungen wegbröckelt. Aber man könnte sich immerhin aufwändige und kostenintensive Marketingkamapgnen sparen. Dass es aber plötzlich ausgerechnet in einem der weltweit größten und absatzstärksten Märkte für Computer- und Videospiele geradezu zu einem reinen Glücksspiel verkommt, welche Altersfreigabe einem Titel verliehen wird, kann absolut nicht Sinn der Sache sein und muss jedem Publisher zwangsläufig zuwider sein.</p>
<p>Wenn also nun schon in Form des <em>BIU</em> eine offizielle Interessenvertretung der Industrie besteht, warum tritt diese nicht endlich einmal lautstarker auch nach außen auf und stampft mal ordentlich mit dem Fuß aufs Parkett? Vor allem aufs politische, wenn&#8217;s denn sein muss.  Bislang hat der <em>BIU</em> sich vor allem durch einmalige, wenig öffentlichkeitsstarke Maulereien ausgezeichnet, in deren Rahmen hier und da Gegenpositionen zu populistischen Äußerungen und Meinungsbildungen bezogen wurden. Konsequent jedoch war das bislang alles nicht. Statt am Ball zu bleiben, sich in den Vordergrund zu spielen, Politiker und meinungsbildende Schundblätter auszudribbeln und öffentlich einen starken Gegenpol zu <em>Pfeiffer, Beckstein und Konsorten</em> zu bilden, zog sich der <em>BIU</em> bislang noch jedesmal scheinbar beleidigt in die Ecke zurück, wenn er auf eine Äußerung hin scheinbar nicht die Aufmerksamkeit erhalten hat, die er gerne bekommen hätte. Von langem Atem nicht die geringste Spur.</p>
<p>Statt sich aktiv um einen Dialog zu bemühen, kritisiert man also lieber im Nachinein, dass man im Vorfeld der Kabinetts-Verabschiedung der Änderungen am JuschG nicht zum Runden Tisch mit dem <em>Familienministerium</em> eingeladen wurde. Ja, wie denn auch, wenn man nicht endlich mal das Maul aufreißt und zeigt, dass man nicht nur einfach da, sondern zudem zu einem enormen wirtschaftlichen Fakor im Land geworden ist, an dem der Staat auch steuerlich ganz ordentlich mitverdienen dürfte. An dieser Stelle sein nur mal wieder auf die Tatsache hingewiesen, dass Spiele das Medium Film, zumindest im Vergleich mit den Umsätzen an den Kinokassen, längst locker abgeschüttelt haben. Aber nein, der <em>BIU</em> sitzt lieber schmollend in der Ecke. Wenn dann noch vielleicht der Verband der Spielentwickler<em> G.A.M.E.</em> nebenbei in einer Diskussionsrunde die Bemerkung fallen läßt, dass er in der und der anderen politischen Gespärchsrunde aktiv sei, ist das Geheul groß. Statt also nun interessiert auf jene Fraktion zuzugehen, kommt entsprechend vom <em>BIU</em> bloß ein enervierendes &#8220;RABBÄÄÄÄH, wiiiiesoooo dürfen die mit Euch reden und wir nicht?!!? *schniiiiieeef*&#8221;. Klar, auch ein Weg, um ins Gespräch zu kommen. Aber auch der richtige?</p>
<p>Dass <em>G.A.M.E.</em> und <em>BIU</em> sich sowieso nicht allzu grün sind, dürfte kein großes Geheimnis sein. Deshalb zieht heute also nun jeder sein eigenes Ding durch und der Verband der <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verband_der_Unterhaltungssoftware_Deutschland" target="_blank">Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD)</a></em>, damals heißer Anwärter auf die Position als Begründer einer starken und politisch akzeptieren Spiele-Lobby, ging <a href="http://www.golem.de/0410/34280.html" target="_blank">aufgrund von Querelen innerhalb des Verbandes</a> in die Binsen. Unschön und der Sache herzlich wenig zuträglich.</p>
<p>Wenn also nun B<em>IU</em>-Geschäftsführer Olaf Wolters erklärt <cite>„Die vorgeschlagene Ausweitung der gesetzlichen Indizierung  ist verfassungswidrig und wird den Jugendschutz bei Computer- und Videospielen nicht verbessern&#8221;</cite>, dann erwarte ich künftig auch, dass man sich als Verband öffentlich stärker für die Belange der Industrie einsetzt und gegebenenfalls prompt mit einer Verfassungsklage droht, statt einfach so zum nächsten Tagesordnungspunkt überzugehen. Nun bin ich kein Jurist und habe deshalb auch keine Ahnung, ob eine solche Klage zum jetzigen Zeitpunkt schon möglich ist, oder erst, wenn der Gesetzentwurf tatsächlich durch den Bundestag gewinkt wurde. Aber ein deutliches Zeichen, auch für die Öffentlichkeit, wäre es in allem Male, schon einmal vorsorglich damit zu drohen. Ansonsten sehe ich uns in naher Zukunft schon alle gemeinsam darum bangen, ob der nächste <em>Super Mario</em>-Teil nicht vielleicht doch aufgrund übertriebener Gewalt gegen diese suuuupersüßen Schildkröten auf dem Index landet.</p>
 <p><a href="http://www.endoflevelboss.de/?flattrss_redirect&amp;id=682&amp;md5=5930fc79a7bb8d910e1e89517b4f9048" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weg mit all dem überflüssigen Ballast</title>
		<link>http://www.endoflevelboss.de/2007/10/26/weg-mit-all-dem-uberflussigen-ballast/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 08:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Firewall]]></category>

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Es ist soweit! Endlich macht auch mal die Industrie ihre Klappe auf und wendet sich gegen überhöhte Jugendschutzforderungen, sinnlose Gesetzesverschärfungen und unsauber definierte Begriffe. Und das in der Öffentlichkeit! Ohne vorangegangenen Amoklauf! Man könnte glatt anfangen, an Zeichen und Wunder zu glauben. War aber klar, dass solcherlei Kritik eher von den 'etablierten' Medien zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p align="justify"><img src="http://www.endoflevelboss.de/wp-content/uploads/2007/10/debatte.jpg" alt="debatte.jpg" /></p>
<p align="justify">Es ist soweit! Endlich macht auch mal die Industrie ihre Klappe auf und wendet sich gegen überhöhte Jugendschutzforderungen, sinnlose Gesetzesverschärfungen und unsauber definierte Begriffe. Und das in der Öffentlichkeit! Ohne vorangegangenen Amoklauf! Man könnte glatt anfangen, an Zeichen und Wunder zu glauben. War aber klar, dass solcherlei Kritik eher von den &#8216;etablierten&#8217; Medien zu erwarten ist, als vom <em>BIU</em> oder seinen Stellvertretern. Leider war auch hier wieder einmal nur die <em>USK</em> aktiv beteiligt, die nicht nur gegen ihren in letzter Zeit aufgekommenen schlechten Ruf (Danke, Herr Pfeiffer), sondern auch gegen die Untätigkeit der Branche in der Öffentlichkeit anzukämpfen hat. Aber sei&#8217;s drum, Hauptsache, es tut sich überhaupt mal was. Bei einer Debatte im <em>Bundestag</em> haben Vertreter von Selbstkontrolleinrichtungen und Kinderschutzverbänden nämlich am Dienstag für eine stärkere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Rolle der Eltern im Jugendschutz plädiert. Konkret soll es bei dem Vorschlag -entgegen der aktuellen politischen Diskussion- um einen Abbau von Reglementierungen durch den Jugendschutz und eine Stärkung der Medienkompetenz von Eltern und Lehrern gehen. Ein Ansatz, den gerade wir von <em><a href="http://ww.gameparents.de/Joomla" target="_blank">GameParents.de</a> </em>entschieden unterstützen.<span id="more-603"></span></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify">Christiane Wahlert, Geschäftsführerin der <em>Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)</em>, hält in diesem Zusammenhang einen &#8220;<cite>präventiven Jugendschutz</cite>&#8221; für deutlich sinnvoller, als die ständig neuen Forderungen nach immer stärkeren gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen. Zwar sieht auch Wahlert einen &#8220;<cite>Missbrauch des Medienkonsums bei Kindern</cite>&#8220;, allerdings hält sie es für nahezu unmöglich, dass mit Bestimmungen zur Abgabe bestimmter Inhalte an bestimmte Altersgruppen auch die Rezeption der Inhalte beeinflusst werden könnte. Sprich: nur weil etwas für eine bestimmte Altersgruppe verboten ist, heißt das noch lange nicht, dass es von dieser Altersklasse nicht trotzdem gesehen/gespielt wird. Nach wir vor sind es oftmals gerade die Verbote, die ein Medium für Jugendliche besonders reizvoll machen. Nicht zuletzt deshalb bezeichnete Wahlert die hierzulande geltenden Jugendschutzbestimmungen in ihrem &#8220;<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/97852" target="_blank">Plädoyer wider den Alarmismus</a>&#8221; als &#8220;<cite>Erbe des moralistischen Diskurses des 17. Jahrhunderts</cite>&#8220;. Jugendschutzdebatten, wie sie derzeit geführt werden, sind angesichts der sich immer rascher weiterentwickelnden Medien längst mehr als überholt.</p>
<p align="justify">Als Maßnahme gegen den &#8216;Missbrauch&#8217; bestimmter Medien durch Kinder und Jugendliche helfen keine Verbote, sondern letztlich nur eine &#8220;schönere Kindheit&#8221;. Eine Kindheit also, in der sich Eltern und Erziehungsberechtigte mit ihren Kindern auseinandersetzen und sie bei ihrem Medienkonsum begleiten, Regeln aufstellen und Grenzen setzen. Dieser Meinung schließt sich ebenfalls <em>Klaus Spieler</em>, seines Zeichens Geschäftsführer der <em>Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)</em> &#8211; und damit zuständig für die Alterseinstufung von Computerspielen &#8211; an. Eltern, Erziehungsberechtigte und Pädagogen müssten begreifen, dass der sinnvolle Umgang mit Spielen genauso durch Erziehung vermittelt werden könne, wie bei jedem anderen Medium. Das bedeutet aber auch, dass sich zunächst ein Großteil der Eltern selbst intensiv mit neuen Medien und Computerspielen auseinandersetzen müßten. Eine Anstrengung, die den meisten vielleicht schon zuviel ist?</p>
<p align="justify">Fest steht: Sich in Fragen des Jugendschutzes einzig und allein auf den Gesetzgeber zu verlassen, ist eindeutig der falsche Weg. Einige Überlegungen zur Änderung des aktuell gültigen Jugendschutzes scheinen vielmehr auf eine Medien-Zensur hinauszulaufen, die auf lange Sicht nur dem erwachsenen Rezipienten schaden kann. So kritisiert Johannes Klingsporn vom <em>Verband der Filmverleiher</em>, dass es selbst für Filme immer schwieriger werde, überhaupt ein Alterskennzeichen der <em>FSK</em> zu bekommen. Was einerseits ob der scheinbar sinkenden Altersgrenzen bei Filmen ein wenig verwundert (Ein Beispiel: Ich hätte die letzten <em>Harry Potter</em>-Verfilmungen als Kind ganz sicherlich nicht sehen dürfen). Andererseits zeigt er damit auf, dass es selbst für Erwachsene immer schwieriger wird, für sie produzierte Inhalte sehen zu können. Viele Filme, die hierzulande mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren erscheinen, wurden im Vorfeld beschnitten und gekürzt. Kein Wunder also, wenn Klingsporn sich empört: &#8220;<cite>Hier hört für uns das Verständnis für Jugendschutz auf</cite>&#8220;. Vermutlich nicht nur bei ihm, sondern auch bei vielen Kinogängern.</p>
<p align="justify">Nun hat die Filmbranche generell eine stärkere Lobby als Computerspiele, kann sie doch unter anderem auf eine deutlich längere Tradition zurückblicken. Außerdem erscheint der <em>Verband der Filmverleihe</em>r zumindest nach außen hin deulich geschlossener, als es in der Computer- und Videospielbranche derzeit noch der Fall ist. Ein deutliches Zeichen dafür, wie schlecht die Spieleindustrie nicht nur nach außen hin aufgestellt ist, gibt nach wie vor der <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/97852">mehr als bedauerliche Zerfall des Branchenverbandes VUD</a> (<em>Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland</em>) vor einigen Jahren, in dem Entwickler und Publisher gleichermaßen organisiert waren. Heute, so scheint es, kochen beide Fraktionen in Form des <a href="http://www.gameparents.de/Joomla/www.biu-online.de" target="_blank"><em>BIU</em></a> und des <a href="http://www.game-bundesverband.de" target="_blank"><em>G.A.M.E.</em></a> lieber ihr eigenes Süppchen, behindern sich in der Öffentlichkeit damit jedoch mehr, als sie sich helfen. So wird er auch eher auf Gehör stoßen, wenn er vor der Gefahr von &#8220;<cite>Wischi-Waschi-Begriffen</cite>&#8221; im <a href="http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/97381&amp;words=Jugendschutz&amp;T=jugendschutz" target="_blank">aktuellen Gesetzentwurf der <em>Familienministerin</em></a> warnt, als es der Branchenverband der Videospielepublisher, <em>BIU</em>, derzeit wohl jemals erwarten könnte. Vor allem die Einführung des Begriffs &#8220;gewaltbeherrschter&#8221; Medien im Gesetzentwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes dürfte aber beiden Fraktionen gleich sauer aufstoßen. Da dieser bislang, ebenso wie der Begriff der &#8216;Killerspiele&#8217; nicht einmal annähernd eindeutig definiert ist, gilt er als besonders problematisch.</p>
<p align="justify">Als gewaltbeherrscht könnte demnach bald jedes Medium gelten, in dem Gewalt mehr als eine völlig untergeordnete kleine Nebenrolle spielt. Als Resultat würden künftig deutlich mehr Medien der Indizierung anheim fallen, sprich: könnten selbst an Erwachsene höchstens noch &#8216;unter dem Ladentisch&#8217; verkauft werden. Eine Überregulierung des Jugendschutzes trifft aber längst nicht mehr nur noch die mit Argwohn beäugten Gamer, die so genannten Killerspiel-Spieler und Horrorfilmfans. Nein, selbst die deutsche Presse, wie etwa die renommierte Tageszeitung<em> FAZ</em>, muss sich mittlerweile vorab auf &#8220;selbstzweckhafte&#8221; Gewaltdarstellungen durchleuchten lassen, wie Christoph Fiedler vom <em>Verband Deutscher Zeischriftenverleger</em> betont. Nachrichten als gewaltverherrlichendes Medium? So weit ist es offenbar schon. Ganz davon abgesehen, dass eine Verschärfung des Jugendschutzes keine wirkliche Hilfe gegen den &#8216;Missbrauch&#8217; durch Jugendliche darstellt, solange nicht viel mehr Aufbauarbeit auf Ebene der Medienkompetenz geleistet wird, führt die Überregulierung des Jugendschutzes bereits jetzt zu einer völligen Überbeanspruchung der Kontrolleinrichtungen.</p>
<p align="justify">So müssen etwa selbst Fernsehproduktionen, die auf DVD erscheinen, erneut durch die <em>FSK</em> geprüft werden. Obwohl sie bereits vor Ihrer Ausstrahlung durch die entsprechende Instanz eingestuft wurden. Was dazu führt, dass sich Prüfer der FSK tagelang mit der Sichtung von &#8220;<em>Verliebt in Berlin</em>&#8220;-Folgen herumschlagen müssen. Was nun wirklich ein wenig übertrieben ist. Außer, man will Kinder und Jugendliche wirksam vor dem unglaublichen Schwachsinn schützen, der da Tag für Tag auf die Zuschauer abgefeuert wird.</p>
<p align="justify">Generell bleibt deshalb feszuhalten, dass der gesetzliche Jugendschutz in seiner derzeitigen Form nicht nur ausreichend funktioniert, sondern noch dazu völlig überreguliert ist und sich zu sehr an moralistischen Werten der vergangenen Jahrhunderte festhält, statt sich an tatsächliche Gegebenheiten und Realitäten anzupassen. Was wir brauchen sind keine immer stärker einschränkenden Vorschriften, sondern vielmehr ein Mehr an Verständnis für neue Medien, neue Darstellungsformen und den Umgang mit ihnen. Erst, wenn Eltern tatsächlich bereit sind, sich ausführlicher mit ihren Kindern und deren Medienkonsum zu beschäftigen, bekommt der Jugendschutz eine Chance, tatsächlich so zu funktionieren, wie es immer gedacht war.</p>
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