Oh look, a three-headed zombie author!

Hitman Absolution

Auferstanden aus Ruinen. Nach sechs Wochen harter Plackerei für diverse gamescom-Projekte. Keine News an dieser Stelle, Namen erst recht nicht, Details schon gar nicht. Drückt mir die Daumen, dass zumindest aus einem dieser Projekte etwas wird. Dann wäre nicht nur ich glücklich, sondern Ihr hättet auch mal wieder so richtig was großartiges zu sehen. Mehr dazu dann vielleicht um die gamescom rum.

gamescom, gamescom… hatte das nicht irgendwas mit Spielen zu tun? Ach ja, richtig. Da wäre es ja ganz gut, wenn man zumindest auch mal wieder ein kleines bißchen in dieses Thema abtaucht und sich selbst aktiv mit dem einen oder anderen Titel auseinandersetzt. Gesagt, getan. Die Xbox in die Firma geschleppt, zwei bis drei Abende im Konfi verbracht und die Iris mittels HD-Beamer von Geometry Wars 2 auf der großen Leinwand zerfunzeln lassen, PlayStation-Plus-Abo für drei Monate abgeschlossen, über die vermaledeite Menü-Führung des Sony-Boliden und die unsäglichen Update- und Installationsprozesse geärgert, Pressekonferenz der Xbox One geschaut und an manchen Stellen weniger überrascht gewesen als andere, Xbox in der Firma vergammeln lassen und zuhause Hitman Absolution auf die PS3-Festplatte geschmissen. Und die ICO/Shadow of the Colossus HD-Collection. Viva la Plus-Abo! Hier kann sich Microsoft noch mehr als eine Scheibe abschneiden!

Wo führt das alles hin? Zum Einen zu einem wohlig vertrauten Gefühl, während ich die ersten Schritte durch die leere Burg mache, Yorda an der Hand hinter mit herziehe und diese wunderbare Stille genieße, wenn ich mich zur ersten Verschnaufpause mit ihr auf eine Bank setze, wohlwissend, praktisch jede Ecke der Feste bereits mehrfahr erkundet zu haben und immer noch atembraubend schön zu finden. Zum Anderen zu der Erkenntnis, dass Spiele im breiten Mainstream immer noch weit davon entfernt sind, Abwechslung in altbekannten Einheitsbrei zu bringen. Prototype 2 angespielt und nach ca. 4 Stunden angeödet in die Ecke geworfen. Uncharted 3 mal wieder hervorgekramt, aber nicht mehr richtig damit warm geworden. The Journey als Demo angetest und festgestellt, dass es doch noch eine erlebenswerte Welt hinter dem Triple-A-Tellerrand gibt…

Und schließlich Hitman Absolution angespielt. Jenes Spiel, dessen Vorgänger mich gänzlich kalt gelassen haben. Ein Synonym für Langlebigkeit im Sinne von Seriengeschrubbe ohne Ende, ohne Innovation. Kein Systemseller, aber eine Konstante, die sich über ihren Namen verkauft. Ein Fließbandprodukt. Nennt mich Lügner, nennt mich Ketzer, gebt mir Wurstnamen! In meiner Ahnungslosigkeit schwer übertreffbar war ich umso mehr überrascht, als mir folgendes widerfuhr: Spiel gestartet, Tutorial gespielt und von jetzt auf gleich sowas wie Spaß empfunden. Wie ist das möglich? Die Story ist absolut unverständlich (für Serienneulinge), die Cutscenes zwar schön, aber nicht erhellend, die Controller-Belegung anfangs fragwürdig, Aktionstasten tanzen lustigen Ringelreigen und R2 als Schusswaffentrigger wirkt wie von Beta-Testern ohne Zeigefinger verordnet… aber hey, ich habe Spaß. Kind of. Ist ja auch schonmal was. Eine fundierte Meinung zum Spiel? Werdet Ihr wahrscheinlich trotzdem nie von mir bekommen. Wer weiß schon, wie lange es anhält.

Und nun? Schaue ich weiter verächtlich auf Euch hinab und lache noch verächtlicher über Euer Nerdtum. Maden.

4 thoughts on “Oh look, a three-headed zombie author!

  1. Das Problem ist, dass ich nach über anderthalb Jahren gerade erst wieder langsam anfange, überhaupt mal wieder zu spielen. Und kaum Lust habe, mich durch Newsseiten und Blogs zu quälen, um mich mit Meta-Themen auseinanderzusetzen. View all comments by Christian

Comments are closed.