shooter

Als ich heute Mittag im Büro saß, trafen mich zwei Erkenntnisse wie ein Schlag. Zum einen, dass mein ehemaliger Agentur-Kollege ,seit ich dort weg bin offenbar viel zuviel Zeit während der Arbeit hat, immerhin ist es ihm gelungen mich über Xing mit seitenlangen Pamphleten über Sinn und Unsinn gewalthaltiger Computerspiele und die vermuteten Zusammenhänge mit Amokläufen zuzutexten. Das las sich für einen “Killerspiel”-Gegner erstaunlich differenziert, lief aber im Endeffekt darauf hinaus, dass der ganze Mist nunmal schlimm ist und durch die Bank verboten gehört. Hmkay, sehe ich anders, aber das kann jeder halten wie ein Dachdecker.  Doch egal, darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Die andere Erkenntnis, die mich heute traf, war nämlich viel gewaltiger, habe ich doch tatsächlich die ultimative Argumentation gefunden, die sämtlichen Counter-Strike-Gegnern ein für alle mal den Wind aus den Polemik-Segeln zu nehmen wird: Wenn der eSport-Mannschaftsshooter Counter-Strike wirklich der Auslöser für reale Gewalttaten ist, warum hat es dann noch keinen einzigen Amoklauf gegeben, bei dem zwei Gruppen sich in einem 5-on-5-Game durch quer durch die Schule schießen, in dem Versuch, 4 strunzdumme Geiseln zu befreien? Soviel zur Medienwirkung! Haha, eat this!

Ja, das ist pietätslos, aber anders als mit Zynismus weiß ich einfach nicht mehr mit solchen Situationen umzugehen, ohne das Gefühl zu bekommen, mein Hirn würde vom Laserstrahl der Dummheit (+7) der Killerspiel-Gegner gebrutzelt. Wobei ich meinen ehemaligen Büronachbarn hier klar ausnehmen muss.

Picture:The Shooter” by Gunnar Valdimar, published under Creative Commons License (by-nc-sa).